Kopie von Schweinearten Buchstabe A – B

Auf der ganzen Welt haben sich im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Schweinearten entwickelt.

Es gibt weltweit 730 verschiedene Arten, der größte Anteil in China und Europa. 270 gelten als vom Aussterben bedroht. 

Gezielte Zuchtauslese fand erst im 18. Jahrhundert in England statt, wo aus Ostasien und Neapel Schweine importiert wurden. Bis dahin wurde Schweine für die Selbstversorgung gehalten und waren im Erscheinnungsbild eher mit einem Wildschwein vergleichbar.

1770 entstand das Leicester und um 1800 folgte das Small White und Essex.
Mitte des 19. Jahrhunderts züchtete man das Large White (Yorkshire) und Middle White in England, die 1960 nach Deutschland importiert wurden.

1900 begann man mit der Einkreuzung vor allem der englischen Rassen. Daraus entstanden dann die Edelschweine und Veredelten Landschweine.

Der Geschmack der Verbraucher änderte sich Ende 1950. Weniger Fett, mehr zarteres Fleisch wurde gewünscht. Die Schweinezüchter reagierten darauf mit längeren und dünneren Schweinen und zusätzlicher Rippenpaare und ausgeprägte Schinkenpartie.

Die Population der alten Schweinearten mit viel Fettanteil, ging stetig zurück und teilweise waren sie vom Aussterben bedroht.

 

Die Recherche einzelner, seltener Arten gestaltet sich schwierig, da teilweise sehr wenige Informationen sowie Fotos zu finden sind. Aufgenommen wurden Arten, von denen ein Foto und/oder genug Informationen vorhanden waren. 

Bestimmte Arten wurden unter einem Obergriff zusammengefasst wie z. B. bei den Landrassen und Minischweinen.

Unsere Aufstellung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Falls ihr uns bei der Ergänzung der Liste behilflich sein könnt – z. B. mit Infos oder Fotos – würden wir uns sehr freuen.

Inhaltsverzeichnis

Aksai Black Pied Pig (Kazakhstan)
Albrecht Dürer Schwein (Deutschland)
Angler-Sattelschwein (Deutschland)
Ankamali pig (Indien)
Arapawa Island (Neuseeland)
Auckland Island Pig (Neuseeland)
Babi Kampung (Bali/Indonesien)
Baldinger Tigerschwein (Deutschland)
Balkan Schwein (Bulgarien)
Bantu (Südafrika)
Bartschweine (Südost Asien)
Basque black pied (Spanien)
Ba Xuyen Pig (Süd-Vietnam)
Bazna Pig (Rumänien)
Beijing Black (China)
Belarus Black Pied (Weiß-Russland)
Bentheimer, Buntes (Deutschland)
Berkshire (England)
Bisaro (Portugal), siehe Iberisches Schwein
Black Canarian (Canarische Inseln), siehe Iberisches Schwein
Black Slavonian (Kroatien)
Breitovo (Russland)
British Lop (Großbritannien)
Britisches Sattelschwein (England)
Buschschweine (Afrika)
⦁ Madagaskar-Buschschwein
⦁ Somali-Buschschwein
⦁ Östliches Buschschwein/Weissgesichtiges Buschschwein
⦁ Edwards-Buschschwein
⦁ Tiefland-Buschschwein
⦁ Südliches Buschschwein

Weitere Schweinearten 

Buchstabe C – K
Buchstabe L – N
Buchstabe O – Z

Aksai Black Pied Pig (Kazakhstan)

Sau
Gewicht: 244 kg
Eber
Gewicht: 320 kg


Großes Schwein, Grundfarbe ist rosa-weiß bis cremefarben mit schwarzen unregelmäßigen Flecken, große Schnauze und kompakter Körper, Ohren nach vorne hängend


Herkunft:
Entstanden aus Berkshire und Large White 1952 für Lern- und Forschungszwecke , später 1964 Kreuzungen von Large White, Landrassen und Schweinen aus dem Norden des Kaukasus für die Fleischproduktion.

 

Albrecht-Dürer Schwein (Deutschland)

Albrecht Dürer Schwein

Es handelt sich um Hausschweine aus dem Mittelalter (um 1500). Diese wurden von Albrecht Dürer so naturgetreu dargestellt, dass es möglich war, diese zurückzuzüchten. Dazu wurden sog. Blindschweine, die sich mit nordischen Wildschweinen vermischten, herangezogen.

Vom Aussehen her sind sie eher kompakt, rotbraun, längere, dichte Borsten. Sehr robust und winterhart.

Angler-Sattelschwein (Deutschland)

Angler-Sattelschweine
Bildquelle: pixabay "Angler-Sattelschweine", Foto: John Duthie

 

Sau
Gewicht: 300 kg Größe: 84 cm
Eber
Gewicht: 350 kg Größe: 92 cm

Beschreibung:
großrahmig, tiefrumpfig, Schlappohren, ursprünglich schwarz mit weißem Gürtel über der Vorderhand, hintere Körperhälfte schwarz, robust, frohwüchsig, hohe Fruchtbarkeit.

Geschichte:
1926 wurden unveredelte, schwarzbunte Landschweine mit Wessex-Saddleback-Schweinen aus Großbritannien gekreuzt
1937 wurden dann die Angler-Sattelschweine als Rasse offziell anerkannt
Auch ihnen wurde das veränderte Verbraucherverhalten fast zum Verhängnis. Die Nachfrage nach weniger Fett trieb diese Art fast an den Rand des Aussterbens. Glücklicherweise wurden in Ungarn und der ehemaligen DDR noch eine geringe Anzahl als Genreserve erhalten.

Ankamali Pig (Indien)

Ankamali Schwein

Gewicht für ein ausgewachsenes Tier wird mit 40 – 70 kg angegeben, Größe 90 – 100 cm lang
Mittelgroß, schwarze kurze Borsten mit längeren über dem Hinterkopf bis Schulter, langgestreckte Schnauze, Stehohren.
Herkunftsort ist Kerala, Karnataka in Indien.

Arapawa Island Pig (Neuseeland)

Arapawa Pig

Bild von JamesDeMers auf Pixabay

Stark bedrohte Art

Sau
Gewicht: 80 – 100 kg
Eber
Gewicht: 120 – 180 kg

Sie sollen mit Walfängern auf die Arapawa Inseln in Marlborough Sound/Neuseeland gekommen sein und von Oxford Sandy and Black Schweinen abstammen. Seit 1839 bewohnen sie die neuseeländische Inseln als verwilderte Schweine. Sie sind größer als die ebenfalls in Neuseeland beheimateten Auckland Schweine.
Lange Schnauze und Gesicht, breite Schulterpartie, schmale, spitze Stehohren, besitzen aber keine Kehllappen. Dichtes Borstenkleid und eine Rückenmähne. Die Grundfarbe ist rötlich braun bis sandfarben mit schwarzen Flecken, es können aber auch rein schwarze Tiere vorkommen.

Auckland Island Pig (Neuseeland)

Auckland Pig

Bild von StockSnap auf Pixabay

Sau
Gewicht: 37,3 kg
Eber
Gewicht: 41,7 kg

Sie sind kleiner als ihre Verwandten die Arapawa. Die Farben variieren von schwarz (größter Anteil), braun, weiß mit schwarzen Flecken. Lange, dicke Borsten und ein länglichen Kopf und Schnauze, besitzen keinen Ringelschwanz, hängt gerade herunter.


Auf der Insel seit 1807.

Babi Kampung (Bali/Indonesien)

Über das Babi Kampung ist wenig bekannt.

Auf Bildern erscheint es sehr groß, lange Borsten, schwarz mit Mähne.

Baldinger Tigerschwein (ausgestorben)

Baldinger Tigerschwein

Diese Kreuzung aus Landschweinen mit Berkshire und Edelschweinen gilt als ausgestorben.

Beschreibung:
Sie ähneln dem Körperbau nach dem Berkshire mit unregelmäßigen schwarzen Flecken auf grauem Grund, Schlappohren.

 

Balkan Schwein (Bulgarien)

Sau
Gewicht: 60 – 70 kg
Eber
Gewicht: 80 – 90 kg

Mittelgroßes Schwein, schwarze lange Borsten und graubraune, dicker Haut, Rückenmähne, leicht gebogene Rückenlinie, kompakter Körperbau, kurzer Nacken, Kopf ist schmal und lang, mit kleinen Stehohren
Es ist im östlichen Balkan in der Region Strandsha Gebirge und Stara Planina Gebirge zu finden. Sehr alte Art, wurde vermutlich vor 2500 Jahren von griechischen Einwanderern eingeführt. Werden in Waldregionen und nicht kultivierten landwirtschaftlichen Flächen von bis zu 300 Tieren gehalten, mit wenig menschlicher Einflussnahme.

Bantu (Südafrika)

Gewicht ausgewachsen: 95 – 100 kg

Standardfarbe ist weiß mit schwarzen Flecken, aber häufig auch rot-bräunlich (durch den Einfluss von heimischen Buschschweinen). Es wurden auch schwarze und weiße Tiere mit schwarzen Flecken beschrieben. Vorfahren stammen aus Asien und Europa wie den Poland China und Gloucester Old Spot. 

Bartschweine (Sus barbatus)

Bartschwein
Bartschwein (Quelle: pixabay, Foto: Alexas Fotos)

Gewicht: bis 150 kg
Schulterhöhe: 72 – 85 cm
Rumpflänge: 100 – 165 cm

Schlank, mit dünnen Beinen, langgestreckter Kopf, kurze grau bis dunkelbraune Borsten, zweigeteilte Schwanzquaste, Kleine Stehohren.
Der Name kommt von den gelblich-weißen Haaren über dem Rüssel. Sie besitzen zwei Paar Warzen im Gesicht.
Verbreitungsgebiete: Malaiische Halbinseln, Sumatra, Borneo
Einzigartig sind die Wanderungen der eigentlich tagaktiven Tiere. Während der oft hundert Kilometer langen Wanderungen verlegen sie ihre Aktivitäten in die Nachtstunden und schließen sich in einer Gruppe von bis zu 100 Tieren zusammen. Normalerweise leben sie in Familienverbänden.
Es gibt 3 Arten, wobei das Palawan-Bartschwein seit 2001 zu einer eigenen Art gezählt wird.

Basque black pied (Spanien)

Basque
Basque Schwein (Quelle: Wikipedia, Foto: Eponimm)

Das Baskische Schwein oder  Euskal Xerria war fast ausgestorben. Es fanden sich 10 Züchter – darunter Pierre Oteiza – im Tal von Aldudes / Frankreich, die diese Schweinart annahmen und sie so vor dem Aussterben retteten. Heute wird es als Kintoa-Schwein bezeichnet.

Beschreibung:

Kräftige Statur. Typisch ist die schwarze Zeichnung mit dem grauen Rand am Kopf und Hinterteil. Sie besitzen Hängeohren.

 

Ba Xuyen Pig (Süd-Vietnam)

Gewicht: 100 kg

kompakter Körperbau, mittelgroße nach vorne gerichtete Ohren, schmale Beine, Farbe in der Regel weiß mit gleichmäßig verteilten schwarzen Flecken, auffällig ist die dicke Rückenspeckschicht (42 mm).

Stammt von Chinesischen und Französischen Schweinen ab. Verbeitungsgebiet ist Süd-Vietnam entlang des Mekong Fluß Deltas.

Bazna Pig (Rumänien)

Gewicht: 125 – 135 kg


Mittelgroß, schwarz mit weißem Schultergürtel (ähnlich den Cinta Senese), Hängeohren, Nacken ist kurz und breit, länglicher Körperbau


Stammen von Berkshire und Mangalitsa Schweinen ab (1872), wobei später Yorkshire und Sattelschweine, Wessex und Hampshire zur Verbesserung eingekreuzt wurden.

Auch als rumänisches Sattelschwein bezeichnet.


Offiziell anerkannt wurde die Rasse 1958.
Es ist hervorragend angepasst an die rauen Bedingungen in Transylvanien/Rumänien.

Beijing Black oder Peking Black (China)

groß, schwarz mit weißen Abzeichen, mittelgroßen Hängeohren, robust

Entstanden 1962 aus der Kreuzung von Berkshire, Large White mit lokalen chinesischen Schweinearten (Dingxian, Shenxian und Zhouxian), außerdem waren das Yorkshire und das Soviet White beteiligt.

Verbreitung in ganz China.

Belarus Black Pied (Weiß-Russland)

Belarius Black Pied

Foto: Homoatrox Quelle: Wikiwand License

Sau
Gewicht: 240 kg

Eber
Gewicht: 300 kg

Farbe variiert von Schwarz, weiß und mit und ohne schwarzen Flecken, wobei die gefleckte Art am häufigsten vorkommt, mittelgroße Hängeohren, langgestreckter Körper


Entstanden um 1920 in Minsk aus der Kreuzung von Large White and Black, Bershire und Middle White mit einheimischen Schweinen, offiziell als eigene Rasse anerkannt 1976


Wird auch als Byelorussian Black Pied, White-Russian Black Pied und Spotted Black Pied – ja nach Erscheinungsbild – bezeichnet.

Bentheimer, Buntes (Deutschland)

Buntes Bentheimer

Sau

Gewicht: 180 kg   Größe: 70 cm

Eber

Gewicht: 250 kg   Größe: 75 cm

Beschreibung
mittelgroß, unregelmäßige schwarz Flecken auf weißem oder hellgrauem Untergrund („Getigert“), langgestreckt, rahmig mit kurzem Becken, Schlappohren, robust, gute Gesundheit, frühreif, stressresistent dadurch Extensivhaltung möglich

Geschichte
Die Bentheimer entstanden aus der Verbindung von alten europäischen Landschwein und Angler-Sattelschweinen. In der Nachkriegszeit fast gänzlich ausgestorben – nur ein Zuchtstamm blieb erhalten. Die Population erholt sich langsam wieder.

Berkshire (Großbritannien)

Berkshire Eber
Berkshire (Quelle: Wikipedia, Foto: Scott Davis)

Sau
Gewicht: 160 – 200 kg

Eber
Gewicht: 200 – 280 kg

Beschreibung:
ursprünglich waren sie groß, massig, starkknochig, rotbraun mit großen schwarzen Flecken, später dann mittelgroß, weiße Abzeichen auf Rüssel, Gliedmaßen und Schwanz, robust und mit 7 – 10 Ferkeln pro Wurf

Geschichte:
Das alte englische Edelschwein hat seinen Ursprung in der englischen Grafschaft Berkshire 1856.
Durch Kreuzung von chinesischen schwarzen und schwarz-weißen Schweinen mit dunkelroten stehohrigen Siamschweinen entstand das ursprüngliche Berkshire. Es wurden weitere Verpaarungen mit indonesischen Schweinen versucht, was aber eine Schwächung der Konstitution der Nachzuchten zur Folge hatte. Um dies auszumerzen kreuzte man Wildscheine ein, was wiederum den Nachteil hatte, dass geringe Edelfleischpartien und eine späte Reife der Tiere die Nachfrage nicht befriedigen konnte.
Das heutige Berkshire schließlich wurde aus der Verpaarung mit schwarzen Neapel- und Suffolk-Schweinen und weiter mit schwarzen Essex-Schweinen zu der englischen Schweinart überhaupt.
Selbst die englische Königsfamilie hält eine große Berkshire-Herde auf Windsor Castle.

Bisaro (Portugal)

Bisaro

Foto: Xyzt1234 Quelle: Wikimedia

siehe Iberisches Schwein

Black Canarian (Canarische Inseln/Spanien)

siehe Iberisches Schwein

Black Slavonian (Kroatien)

Diese Schweinerasse entstand während des 19. Jahrhunderts aus dem Lasasta Magnoica, Cornwall Black und Poland China auf dem Landgut von Graf Karl Pfeiffer.
Weniger geeignet für die industrielle Mast, sanken die Zahlen wieder bis 1996. Das Black Slavonian ist herrvorragend geeignet für die Freilandhaltung, aufgrund seiner robusten Natur. Im Alter von 20 Monaten wiegen sie um die 130 bis 150 kg.
Um die Art zu erhalten und die Fleischqualität zu verbessern, werden Great White und Schwedische Landrassen eingekreuzt sowie Large Black aus England.

Breitovo (Russland)

Sau

Gewicht: 220 – 240 kg

Eber

Gewicht: 310 – 330 kg

Beschreibung:
Es ist einer der größten Schweinerassen auf der Welt. Die Farbe ist hauptsächlich weiß, wobei einige wenige dunkle Exemplare vorkommen sollen. Der Kopf ist mittelgroß mit einer ausprägten Kurve. Grundsätzlich erscheint der Körper sehr breit und muskulär bis hin zu den starken, kräftigen Beinen. Hängeohren.
Aufgrund ihres Heimatlandes sind sie an kühle Temperaturen gewöhnt.

 

British Lop (Großbritannien)

British Lop
British Lop

Sau
Gewicht: 300 kg

Eber
Gewicht: 350 kg

Diese seltene, alte und robuste Schweineart wurde ursprünglich als Abfallverwerter gehalten. Es bestand eine begrenzte Verbreitung in Südwestengland von Devon bis Cromwell in der Tavistock Region. Verwandt ist das British Lop mit Rassen in Nordwesteuropa, wie z.B. dem Welsh Pig, skandinavischen Landrassen und möglicherweise Landschweinen aus der Normandie.
Der Name British Lop wurde erst 1960 eingeführt, vorher wurde es als Long White Lop- Eared Pig bezeichnet, was dem auffälligstem Merkmal, den extrem großen Hängeohren entsprach.
Aufgrund der Klimaverhältnisse wurden im weniger sonnigem Norden England die weißen und in Südengland die pigmentierten (schwarzen) British Lop gehalten. 1953 kreuzte man dänische Landrassen zur Leistungssteigerung ein. Die Lops sind eher schlanker und neigen nicht zum starken Fettansatz.

Britisches Sattelschwein (Großbritannien)

British Saddleback

Sau

Gewicht: 250 – 280 kg

Eber

Gewicht: 300 – 350 kg

Beschreibung:
großrahmig, weißes Band über den Schulterblättern bis zu den Vordergliedmaßen ansonsten schwarz mit grauschwarzer Haut, Schlappohren, gute Muttereigenschaften mit bis zu 12 Ferkeln pro Wurf, verträgt Hitze, gutes Weideschwein/Robusthaltung, ruhiges Temperament

Geschichte:
ursprünglich aus dem Wessex Saddleback und dem Essex Saddleback entstanden

1967 kreuzte man schwarze Hamphire und Berkshire Schweine mit Sussex-Schweinen.
Durch Export in die USA und Verpaarung mit den dortigen einheimischen Schweinen entstand das amerikanische Sattelschwein

 

Buschschweine - Potamochoerus larvatus (Afrika)

Buschschwein
Buschschwein (Quelle: Wikipedia, Foto: Cburnett)

Weitere Arten:

⦁ Madagaskar-Buschschwein
⦁ Somali-Buschwein
⦁ Östliches Buschschwein/Weißgesichtiges Buschschwein
⦁ Edwards-Buschschwein
⦁ Tiefland-Buschwein
⦁ Südliches Buschwein

Systematik

Überordnung:         Laurasiatheria

Ordnung:                 Paarhufer (Artiodactyla)

Unterordnung:        Schweineartige (Suina)

Familie:                    Echte Schweine (Suidae)

Gattung:                   Buschschweine (Potamochoerus)

Art:                            Buschschwein

Sie sind in Afrika die am weitesten verbreitete Schweineart, vor allem in Äthiopien und Südafrika. Sie kommen mit Regen- und Trockenwäldern sowie mit Sumpfregionen und Dornbuschsavannen klar.

Beschreibung:

Zottiges Fell, rötlich-braun bis grau, fast schwarz. Die Rückenmähne ist meistens hell gefärbt. Die männlichen Tiere besitzen warzenartige Auswüchse unterhalb der Augen auf dem Nasenrücken. Sie erreichen eine Widerristhöhe von 55 – 80 cm, sind 100 bis 150 cm lang und bringen ein Gewicht von 55 bis 120 kg auf die Waage.

Sie sind überwiegend nachts aktiv, in vereinzelten Gebieten auch während kühlen Tagesstunden und halten sich im hohen Gras oder dichtem Gebüsch auf. Sie leben in Familiengruppen von 4 – 10 Tieren in einem Revier von vier bis zehn Quadratkilometer. Buschschweine sind territorial, durch Drüsensekrete und durch Kratzen mit den Hauern an Baumstämmen, markieren sie ihren Lebensraum. Die Nahrung besteht aus Wurzeln, Knollen, Früchte und Beeren aber auch Eidechsen, Insekten, Vogeleier und kleinere Wirbeltiere werden nicht verschmäht. 

Ihr natürlicher Feind ist der Leopard, dessen Population stark zurückgegangen ist. Somit konnten sich die Buschschweine stark vermehren und gelten heute als Plage, das sie ganze Plantagen vernichten.