Schweinerassen – Sattelschweine Teil 7: Husumer (Protest-)Schwein (Deutschland)

Schweinerassen

Das Husumer trägt auch den Beinamen Husumer Protestschwein. 

Der Grund war, dass den in Nordfriesland lebenden Dänen verboten wurde, ihre Flagge in Vorgärten zu hissen. Das Flagge zeigen übernahmen dann die im Garten freilaufenden rot-weißen Schweine, da ihre Fellzeichnung, die der dänischen Flagge (Dannebrog) ähnelte.

Sie entstanden aus den holsteinischen und jütländischen Marschweinen, dem Tamworth und rotbunte Aufspaltungen des Angler Sattelschweines Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts. Anerkannt wurde die Rasse 1954 als Deutsches Sattelschwein – Abteilung Rotbuntes Husumer Schwein.
Es galt bereits 1968 schon als ausgestorben. Der Fettanteil und das langsame Wachstum war es gegenüber den modernen Rassen nicht konkurrenzfähig.
Im Jahre 1984 tauchten plötzlich ähnlich aussehende Schweine auf der Grünen Woche auf, die dann durch strenge Zuchtauswahl dem ursprünglichen Husumer-Rassebild, sehr nahe kamen. Vor allem der Zoo Berlin spielte dabei eine große Rolle.

Kopf und Hinterteil einschließlich Beine, ist satt hellrot, die Schulterpartie mit Vorderbeinen weiß. Im Alter dunkelt die rote Farbe nach und sieht eher bräunlich aus. Es besitzt Schlappohren und Ringelschwanz.

Erwähnenswert ist, dass sich bei Ebern im Alter eine starke Borstenbehaarung ausbildet. Die Schulterhöhe bei Ebern liegt bei 90 –  95 cm, bei Sauen 80 – 85 cm.

Charakter: vital, robust, genügsam und umkompliziert, winterhart, stressresistent, sehr gute Muttereigenschaften.

Sau

Gewicht: 250 – 300 kg

Eber

Gewicht: 300 – 350o

Husumer
Husumer
Husumer
Husumer

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