Manifest der Schweine-Barone und Schweine-Ausnutzer

Tönnies hat alles vorbereitet...
Die Afrikanische Schweinepest hat Deutschland vor wenigen Monaten erreicht. Für die Tiere eine nicht zu unterschätzende Katastrophe, die die Deutschen aber bislang wenig interessiert.
 
Doch mit der noch unheilbaren Krankheit kam noch etwas anderes: ein Importstopp für deutsche Schweinefleischprodukte in vielen Staaten, darunter China.
 
In den letzten 20 Jahren hat sich die deutsche Schweinefleischbranche, also die Ausnutzer von Tierleid und Tierelend zu einem der weltgrößten Exporteure heraufgewirtschaftet.
Während in Deutschland immer weniger Schweinefleisch gegessen wird, produzieren diese Damen und Herren nun 40% mehr Schweine und sind stolz darauf.
 
Menschen wie Herr Clemens Tönnies, die ihr Vermögen auf dem Leid der Tiere aufbauen und denen Moral und Ethik nichts bedeutet. Im Dunstkreis dieser mächtigen Menschen, die sich auch gerne mit den Entscheidungsträgern aus der Politik umgeben, gibt es auch die Interessenvertreter der Bauernschaft.
 
Wir Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler hören immer wieder das Wehklagen um die armen Bauern, deren Job nicht wirklich geschätzt wird. Die Politik und die Industrie und die Bauern zeigen in trauter Einigkeit immer wieder auf „den Verbraucher“ als verantwortliche Person für das Tierleid in der Massentierhaltung.
 
Doch die Realität ist: der Verbraucher besitzt nicht die Macht, diese Strukturen aufzubrechen. Sie werden durch die mächtigen Interessenverbände, Milliardäre wie Tönnies und „ewig Gestrige“ Landwirtschaftsvertreter und Politiker gestützt.
 
Die „Initiative-Schweinehaltung-Deutschland“ hat jetzt einen Plan veröffentlicht, wie man die bestehenden Zustände in der deutschen Schweinefleischindustrie nachhaltig stützen könnte.
 
Dieses Manifest könnt Ihr hier bewundern und selbst erkennen, wie auch hier eigentlich ein „Weiter-so“ durch einen Interessenverband propagiert wird.
 
 
Zwar wird in diesem Plan auch im Nebensatz angegeben, dass Schweine mit mehr „Platz“ gehalten werden könnten, aber wie das konkret umgesetzt werden würde….Fehlanzeige. Mehr Platz wird wahrscheinlich bedeuten: 0,9m² statt 0,75²m…
 
Der Export nach China von Teilen von toten Tieren, die hier nicht nachgefragt werden, ist schon seit Jahren ein großes Problem. Wir alle wissen, dass Deutschland ein massives Gülleproblem hat, welches wir schlechterdings nicht exportieren können. Auch die Auswirkungen von Tierzucht und Fleischkonsum auf das Klima werden unter den Teppich gekehrt und nicht diskutiert.
 
Tierschutz ist ein Wort, welches den Interessenverbänden und ihren Handlangern letztlich nicht wichtig ist. Man fragt sich auch nicht, ob man vielleicht ein Umdenken benötigt, wenn von einem „hergestellten Produkt“ so viele Dinge nicht nachgefragt werden. Zumal, wenn dieses „Produkt“ ein hochintelligentes, empfindsames und soziales Tier ist. Diese Tiere millionenfach umzubringen und leiden zu lassen…natürlich ist das okay.
 
Also muss es weiter so gehen wie bisher. Die Afrikanische Schweinepest und das Elend, welches sie für Tiere mit sich bringt, wird in eine „Sonderzone“ abgegrenzt und der Rest von Deutschland macht weiter so wie bisher. Und exportiert wieder nach China? Weil unsere Produkte unter den weltbesten Tierschutzbedingungen produziert werden? Was für ein kollosales Lügenkonstrukt.
 
Und der schaurigste Satz in diesem Pamphlet ist:
„Tönnies hat alles vorbereitet, um sofort nach China liefern zu können.“
 
Ja, da ist er wieder unser werter Schweinevernichter, Herr Clemens Tönnies. Wer sich mit diesem Herrn ins Bett legt, muss sich nicht wundern, wenn er von Artikeln bombadiert wird, die das unmoralische, nicht ethische Verhalten des „weiter so, Deutschland“ harsch kritisiert.
 
Wir Schweinefreunde leiden mit den Schweinen und rund um das Thema Afrikanische Schweinepest. Mit den Wildschweinen, die als angeblich einzige Überträger stigmatisiert werden und überall abgeschossen werden. Mit den armen Schweinen in den viel zu engen deutschen Mastboxen, die dicht an dicht auf Beton stehen müssen. Und mit all den Schweinen, die bei lieben Menschen leben und trotzdem durch Amtsveterinäre und die ASP in ihrem Leben bedroht werden.
 
Der Initiative-Schweinehaltung-Deutschland sagen wir eines: Chance verpasst. Nichts gelernt. Note Ungenügend…setzen und nochmal nachdenken. Und Eurem guten Freund Tönnies lebewohl sagen. Vielleicht auch mal mit Tierfreunden/Tierschützern/Tierrechtlern reden und Perspektiven erörtern? Ein Ding der Unmöglichkeit.
 
Foto: Stefan Bröckling

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.