Erst wenn das letzte Wildschwein…

Das letzte Wildschwein in Deutschland
auch in Eurem Wald erschossen wurde, werden die Deutschen merken, wie wichtig diese Tiere für das Ökosystem des Waldes gewesen sind. Doch dann ist es zu spät.
 
Deutschland macht weiter so. Mit dem Kampf gegen die Wildschweine. Wir berichteten bereits letzte Woche darüber, dass aufgrund des Auftretens der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg, überall in Deutschland massiv Jagd auf alle Wildschweine gemacht wird.
Ob gross oder klein, sie sind alle im Fadenkreuz der deutschen Behörden und deutschen Jäger.
 
Während wir Menschen mit Covid19 beschäftigt sind, kann die Politik unter Frau Klöckner tun uns lassen was sie will. Auch Bayern spielt sich wieder einmal als Vorreiter auf. Und erhöhte die Prämie pro erlegtem Wildschwein von 20 Euro auf nunmehr 100 Euro. Du brauchst einen Nebenerwerb? Mach einen Jagdschein und töte ein Wildschwein pro Tag. Es lohnt sich.
 
Deutschland und Bayern hat für Tiermord schon immer Geld gehabt. In Zeiten der ASP bewahrheitet sich das nochmals. Und da es sich ja nur um Schweine dreht und dann auch noch Wildschweine, die ja angeblich Schadwild sind, dann lässt der „deutsche Michel“ seinen Politikern auch gerne freie Hand.
 
Gestern wurde eine Änderung in der sogenannten Schweinepestverordnung verkündet und gilt fortan. Vornehmlich regelt sie die Vorgehensweise in einer sogenannten „weißen Zone“ rund um das Ausbruchsgeschehen. Dort werden nun alle (!) Wildschweine ausgerottet. Es ist also eher eine rote Zone. Voller Blut.
 
Man mag angesichts der Tatsache, dass es keinen Impfstoff gibt behaupten: es gibt keine Alternative! Und auch wir Schweinefreunde können uns dem nicht wirklich verschließen. Trotzdem mahnen wir.
 
Denn wir wissen auch, dass dies eine Präzedenz setzt. Einmal in Recht gegossen (per Federstrich durch die Ministerin Frau Julia Klöckner), wird eine solche Regelung auch anderweitig Anwendung finden.
 
Durch Behörden die denken, dass sie nicht so lange warten wollen. Prophylaktische Massentötung von Tieren. Für die Fleischindustrie in diesem Land. Damit wieder fleißig exportiert werden kann.
 
Unsere Sorge sind unwissende, unfähige und vielleicht auch machtgeile Lokalpolitiker und -behörden, die einfach mal so von „Gefahr in Verzug“ sprechen und vollendete Tatsachen schaffen. Sie können sich ja auch sicher sein, dass kein Gericht sie aufhalten kann. Denn alle Rechtsmittel haben keine aufschiebende Wirkung. Tolles, neues Deutschland.
 
Wann wird es eine entsprechende „Federstrich“-Änderung auch für Hausschweine geben? Wann steht ein Tötungskommando auch bei Menschen mit Minischweinen vor der Tür und bei Schweinefreunden, die dann ihre Familienmitglieder wegen „Gefahr im Verzug“ verlieren? Frau Klöckner wird darüber keine schlaflosen Nächte haben.
 
Wir Schweinefreunde schon. Aber wir geben nicht auf und kämpfen. Helft uns kämpfen. Unterschreibt noch heute unsere Petition für einen Heimtierstatus. Und denkt auch an die Wildschweine. Wenn sie nicht mehr sind, wird unser Ökosystem Wald nicht mehr zu retten sein.
 
Unsere Petition zum Heimtierstatus für ehemalige „Nutztiere“:

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