Der erste Advent – Ein Licht für die Wildschweine

1. Advent

Heute zünden die Menschen die erste Kerze des Adventkranzes an und bereiten sich auf das Weihnachtsfest vor – das Fest der Liebe und des Friedens.

Ganz besonders für ein Lebewesen in diesen Tagen wird es keine Liebe und Frieden geben – für ihn ist es der Tag des Todes.

Wir Schweinefreunde möchten mit dem Anzünden der ersten Kerze ein Zeichen setzen, nur eine kleine Geste, ein Innehalten und Reflektieren, was die Menschen diesen Gärtnern des Waldes antun.

Stoppt die Ausrottung der Wildschweine!

Wildschweinkopf

Wilde Hoffnung 

Die grünen Blätter rascheln leise und ich ziehe freudig meine Kreise.

Es duftet nach Holz und wilden Schweinen, ich könnte vor Glück nur noch weinen.

Die welken Blätter fallen leise und ich ziehe langsam meine Kreise.

Der Waldboden ist unberührt, kein Grunzen meine Sinne verführt.

Das letzte Blatt fällt leise auf die Winterschneise.

Getränkt in Blut, in mir kocht unbändige Wut,

wo Menschen sinnlos vernichten,

kann ich auf Protest nicht verzichten.

Wann wird man je verstehen? Wann wird Mensch je verstehen?

Eine Knospe sich ins Leben windet, voller Hoffnung sich ans Leben bindet.

Ein Grunzen aus dem Dickicht tönt, ein Borstenkleid meine Blicke verwöhnt.

Die Schweineseele schaut mich an und hält mich tief in ihren Bann.

Und ich verstehe tief in mir, wir sind ein- und dasselbe Säugetier.

Wann wird Mensch je verstehen?

(von Sabine Kipka)

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