Das Schwein im Grünen – Teil 3

Grüne Schweinefigur

Da alle guten Dinge drei sind, folgt heute der letzte Teil der Serie: Das Schwein im Grünen.

Wieviele Pflanzen habt Ihr bereits entdeckt? Findet Ihr noch mehr Pflanzen die einen Bezug zu Schweinen haben und in diesem Beitrag nicht aufgeführt sind?

Schneerose
Schweinswurz - Schneerose

Schweinswurz – Nieswurz (Helleborus niger)

Besser bekannt unter dem Namen Christrose oder Schneerose,findet man viele Unterarten dieses Hahnenfußgewächses.

Der Wurzelstock galt früher als Heilmittel bei Schweinekrankheiten. 

Beim Menschen wurde die Schneerose in der Antike bei der Behandlung von Wahnsinnigen benutzt.

Saukraut
Saukraut - Knotige Braunwurz
Schwarzes Bilsenkraut
Schwarzes Bilsenkraut

Von H. Zell – <span class=“int-own-work“ lang=“de“>Eigenes Werk</span>, CC BY-SA 3.0, Link

Saukraut – Knotige Braunwurz (Scrophularia nodosa)

Dieses Braunwurzgewächs wurde für die Wundheilung sowie als Mittel gegen Rotlauf verwendet.

Beim Menschen galt es als Heilmittel bei  Lymphdrüsenschwellungen, Hautleiden und zur Wundheilung, bei Halskrankheiten oder als harntreibendes Mittel.

Das giftige schwarze Bilsenkraut (Hyoscyamus niger)  trug orts- und zeitweise den gleichen Namen.

Sautod
Sautod - Schwarzer Nachtschatten

Sautod oder Schwarzer Nachtschatten (Solanum nigrum)

Der Name verrät nichts Gutes. Schweine, die davon gefressen haben, sollen sich „wie von tollen Hunden gebissen“ benommen haben.

In der Heilkunde wird es bei Magen- und Blasenkrämpfe und Keuchhusten eingesetzt, eine äußerliche Anwendung wird bei Ekzemen, nässenden Flechten, Juckreiz, Hämorrhoiden, Schrunden, Prellungen und Abszessen empfohlen.

Trotz des Giftgehaltes werden Teile der Pflanze als Nahrung verwendet. Meist sind es die Blätter oder die reifen Beeren, die man zur Konfitüre macht.

In Dänemark nennt man die Pflanze „Svineurt“ (Schweinekraut) und die schwarzen Früchte „Sobaer“ (Saubeeren).

Saukirsche

Saukirsche oder Tollkirsche (Atropa Belladonna)

Das Nachtschattengewächs bevorzugt lichte Laub- und Laubmischwälder, Gebüsche oder warme Waldränder. Genau dort, wo die Schweinehirten im Mittelalter zur Waldmast trieben.

Kein Wunder, dass die Häufigkeit der Vergiftungen vor allem in der Schweineherde auftauchten. 

Beim Verzehr der Saukirsche, manchmal auch Sautod genannt, entsteht quälender Durst, Heiserkeit, Schluckbeschwerden, erst Pulsverlangsamung, dann Beschleunigung des Pulses, Herzklopfen, Kopfweh, Schwindel, Zittern, Schwanken, Delirien, Sinnestäuschungen, Krämpfe, der plötzliche Ausbruch von Wahnsinn, Lähmung, Aufhören der Atmung, Blaufärbung des Gesichtes, Herzversagen und schließlich das Eintreten des Todes.

Das Schwein im Grünen Teil 1

Das Schwein im Grünen Teil 2

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