Begleitschreiben zur Schweinehaltungsmeldung von Heimtieren

Minischweine sind Heimtiere

Als Schweinefreund hat man es rechtlich nicht „leicht“. Schweine gelten hierzulande rechtlich immer als „Nutztiere“, selbst wenn wir sie als Familientiere halten. Das bedeutet zum Beispiel, dass wir unsere Tiere bei der Tierseuchenkasse und der zuständigen Veterinärbehörde melden müssen.

Es ist jedoch an der Zeit, sich gegen diesen „Status Quo“ zur Wehr zu setzen. Wir haben dies bereits durch das Veröffentlichen unserer Petition in Angriff genommen. 6000+ Unterschriften sind bisher geleistet worden. Und wir hoffen sehr, dass wir noch weitaus mehr Menschen von unserer Sache begeistern können. Falls Ihr noch nicht zu den Unterzeichnern gehört, bitten wir Euch, dies nachzuholen. Unsere Petition findet Ihr unter www.change.org/heimtierstatus .

Als Tierschutzverein können wir Euch natürlich keine echte Rechtsberatung zu all den Fragen rund um Eure Heimschweine bieten. Was wir jedoch können ist, Euch die Rahmenbedingungen zu erklären und Euch Argumente und Dokumente an die Hand geben. Ein solches Dokument möchten wir Euch heute vorstellen. Es soll Euch helfen, die Meldung Eurer Tiere beim Veterinäramt und der Tierseuchenkasse näher zu erläutern. In dem Schreiben wird vom Unterzeichner erklärt, dass die eigenen Tiere keineswegs Nutztiere sind sondern als Heimtiere besonderen Schutz genießen.

Ob und wie ein solches Schreiben bei der derzeitigen Gesetzes- und Verordnungslage tatsächlich Wirkung entfaltet, können wir nicht garantieren. Tatsächlich würdet Ihr das Schreiben auch auf „eigene Gefahr“ benutzen. Denn Ihr als Unterzeichner seid letztlich dafür verantwortlich.

Wichtig bei der Meldung Eurer Heimschweine ist, dass Ihr auch nicht den Fehler macht, Eure Tiere als „Hobbyhaltung“ zu melden. Dies kann nämlich auch beinhalten, dass Ihr Schweine als Hobby habt…sie am Ende aber doch schlachten wollt. Mit dem Begriff „Heimtiere“ würdet Ihr eher auf Nummer sicher gehen.

Wie im Einzelnen die Behörden auf dieses Schreiben reagieren und ob sie das überhaupt tun, können wir nicht vorhersagen. Unser Ziel ist es aber, Euch im Zuge der weiteren Ausbreitung der ASP in Deutschland auch Argumente an die Hand zu geben, die Ihr bei den zuständigen Behörden vorbringen könnt. Im Zweifelsfall und bei einer direkten Auseinandersetzung mit den Behörden ist ein anwaltlicher Beistand sicher nicht zu vermeiden. Dies kann unser Vordruck auch nicht verhindern. Wir hoffen aber für uns alle, dass es zu solch einem Szenario nicht kommt.

Unseren Vordruck könnt Ihr hier downloaden:

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