Schweinefreunde e.V.
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Das Schweine-Foto der Woche

Einmal pro Woche finden Sie hier das von uns gekürte "Schweine-Foto der Woche".

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Heute gibt es ein ganz außergewöhnliches Foto der Woche mit einer ausführlichen Hintergrundgeschichte. Die beiden Fotos wurden uns von unseren Stamm-Mitgliedern Christina und Andreas zugesandt und zeigen ihr Patentier Filou.

Schwein

Schwein

Filou's Geschichte

Herzlich grüße ich Sie aus meinem Zuhause in Wagenfeld und bin sehr glücklich darüber, dass Sie mich als Ihr Patentier ausgewählt haben. Vielen lieben Dank !!!

Bestimmt möchten Sie mehr über mich und mein Leben erfahren:
Mein Name ist „Filou“ und ich stamme aus dem kleinen Ort Allendorf in der Nähe von Gießen in Hessen. Dort lebte ich auf einem sehr heruntergekommenen Bauernhof. Der Bauer war mit der Arbeit und Instandhaltung seiner Stallungen überfordert.

Die Folge war, dass wir Schweine und die Kühe oft auf der Dorfstraße herumliefen, weil die Zäune und die Stalltüren marode waren. Für mich war dieses freie Leben eigentlich sehr schön, aber natürlich auch nicht gerade ungefährlich.

Den anderen Dorfbewohnern war der Bauer mit den frei herumlaufenden Tieren nämlich bald ein Dorn im Auge und es kam zu Beschwerden beim Veterinäramt. Der Bauer erhielt die behördliche Anordnung, uns ausbruchssicher unterzubringen.
Natürlich hatten die Leute einerseits recht denn wir stellten wirklich eine Gefahr dar – aber dann gingen sie zu weit. Als ich eines Abends zum Hof zurückkehrte, fehlte mir ein Ohr, alles war voller Blut und ich total verstört.

Der Bauer wusste sich keinen anderen Rat, als mich und einige von den anderen Schweinen in seinen dunklen, feuchten Keller einzusperren, weil er nicht in der Lage war, die Stallungen ausbruchssicher zu machen. Das war ganz entsetzlich für mich, weil ich es nie zuvor kannte, eingesperrt zu sein.

Mehrere Monate saß ich in diesem dunklen, feuchten Gefängnis, bis eine Tierfreundin, die aus Mitleid immer mit Futter auf den Hof kam, wiederum das Veterinäramt einschaltete. Die Behörde machte diesmal die Auflage, die Schweine nicht weiter im Keller unterzubringen. Daraufhin durfte ich wieder frei herumlaufen. Schließlich entschied das Veterinäramt, dem Bauern die Tierhaltung zu verbieten, weil dieser nicht in der Lage war, den Betrieb ordnungsgemäß zu führen.

Der Bauer war eigentlich kein schlechter Mensch – denn es tat ihm immer sehr leid, wenn er ein Tier an den Metzger verkaufen musste, aber er war eben arm und leider geistig ein bisschen minderbemittelt. Und deshalb war ihm auch nicht bewusst, was er mir mit dem dunklen Keller angetan hatte. Dann kam der Metzger auf den Hof, sah mich und teilte dem Bauern mit, er brauche ein großes Spanferkel für eine Gesellschaft mit 80 Personen – am nächsten Tag wollte er mich holen und DM 180,-- für mich bezahlen.

Mein Schicksal wäre besiegelt gewesen, wenn nicht diese nette junge Frau am selben Tag noch gekommen wäre. Sie hatte mich liebgewonnen – eben weil ich so lange in diesem Keller sein musste und weil ich so arm aussehe mit meinem einen Ohr. Obwohl sie selbst wenig Geld hatte, gab sie dem Bauern spontan den Betrag, den der Metzger geboten hatte.

Dann wandte sie sich an Animals’ Angels und hatte Glück. Einige Tage später wurde ich zu der nahegelegenen Pflegestelle nach Friedberg gebracht, wo ich vorübergehend bleiben durfte. Denn zu diesem Zeitpunkt drohte die Maul- und Klauenseuche und Transporte in andere Bundesländer waren nicht möglich.

Seit Juli 2001 lebe ich jetzt in der großen Schweine-Pflegestelle Wagenfeld in Niedersachsen zusammen mit 16 anderen Schweinen auf einem Hektar Weide mit zwei großen Hütten. Meinen Namen verdanke ich der Tatsache, dass ich unheimlich gut (und vor allem elegant) über alle möglichen Zäune springen kann.

 

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