Minischwein- und Schweinehaltung:
Informationen über Giftpflanzen
Im Bestreben, die Informationen auf unserer
Website zu vervollständigen, stellen wir Euch ab sofort
unsere eigene Giftpflanzendatei vor.
Diese Datei erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit
und wurde nach bestem derzeitigen Wissen erstellt. Sie ersetzt
keinen Tierarztbesuch.
Es kann auch keinerlei
Haftung übernommen werden.
Wenn jemand eine Pflanzendarstellung vermisst,
oder sich über eine bestimmte Pflanze informieren möchte,
die hier noch nicht vorhanden ist, der schicke mir bitte eine
Mail und ich
werde mein Möglichstes tun.
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Am besten ist es, Vergiftungen
von vornherein zu vermeiden. Unfälle sind keine Zufälle.
Deshalb sollte jeder einmal sein Heim und seinen Garten auf
Giftpflanzen überprüfen. Viele Zimmer- und Gartenpflanzen,
die sehr schön aussehen, sind für unsere Schweine
hochgiftig. Immer so stellen oder pflanzen, das die Tiere
in ihrem Erkundungstrieb nicht drankommen.
Glüchlicherweise schmecken viele giftige oder reizende
Pflanzen und Früchte nicht gut. Sie werden deshalb von
den Tieren häufig sofort wieder ausgespuckt. Bis auf
sehr wenige Ausnahmen ist kein
Gegengift für unsere Schweine vorhanden und
der Tierarzt kann nur die Symptome behandeln. Deshalb auch
bitte immer die Reste der gefressenen Pflanze mitnehmen. Eine
Vergiftung ist immer eine ernste Sache. Ruft Euren Tierarzt,
er wird kommen, auch in der Nacht, dafür ist er da.
(Recherche: Sabine Duda) |
| + = schwach
giftig |
++ = giftig |
+++ = sehr giftig |
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Zwiebel ++
Beim Genuss von Zwiebeln setzt
eine Hämolyse ein. Das heisst, die roten Blutkörperchen
beginnen zu platzen. Ausgelöst wird dieser Prozess durch
Schwefelverbindungen, die verhindern, dass der Blutfarbstoff
Hämoglobin Sauerstoff transportiert. Warum Zwiebeln für
den menschlichen Organismus nicht tödlich sind, konnte
bisher noch nicht ausreichend erforscht werden. Man nimmt jedoch
an, dass schützende Moleküle dafür verantwortlich
sind. |
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Avocado +++
Während für den Menschen das Fruchtfleisch eine Delikatesse
darstellt, ist es für Tiere tödlich, ebenso der Fruchtkern. |
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Kakao +++
Das Getränk enthält Theobromin, ein Alkaloid, das
mit dem Koffein verwandt ist. Wie beim Menschen wirkt der Stoff
aufputschend. Allerdings können Schweine Theobromin weit
langsamer abbauen als Menschen. Herzversagen ist die Folge.
Eine Tafel Schokolade kann ein Schwein töten. |
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Kartoffel ++
Giftig sind nur die oberirdischen Teile und die Kartoffelkeime.
Wenn Kartoffelknollen unter Licht gelagert werden, werden sie
grün. Dann sind die Knollen auch giftig. Wie bei allen
Nachtschattengewächsen kann der Genuss der als giftig beschriebenen
Pflanzenteile zu Erbrechen und Durchfall führen. Bei schweren
Vergiftungen sind Halluzinationen und Krämpfe möglich.
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Schwarzer Holunder +
Vor allem Blätter, die frische Rinde und die unreifen Früchte
sind schwach giftig. Die Blüten und reifen Früchte
sind essbar. Nur bei Aufnahme grosser Mengen kommt es zu Übelkeit,
Erbrechen und Durchfall. |
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Dieffenbachia, Schweigohr +++
Die Pflanze ist im Ganzen sehr giftig, ebenso das Blumenwasser.
Es kommt zu Brennen, Blasenbildung, Anschwellen der Schleimhäute
(bis zum Ersticken), vermehrten Speichelfluss, Erbrechen und
Durchfall. Dann Herzrhytmusstörungen, Krämpfe und
Atemlähmung. Gelangt der Saft ins Auge, folgt verstärkter
Tränenfluss, Lidkrämpfe und eine starke Bindehautentzündung. |
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Aloe ++
Die ganze Pflanze ist giftig. Es kann zu Darmblutungen, vermehrter
Urinausscheidung, blutigem Urin, Gebährmutterblutungen,
Magenentzündungen und Nierenreizung kommen. |
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Osterglocke, Gelbe Narzisse ++
Die ganze Pflanze, vorallem die Zwiebel ist giftig. Ebenso das
Blumenwasser. Es kann zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall
und Schock kommen. |
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Maiglöckchen +++
Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Es kann zu Erbrechen,
Durchfall, Krämpfen des Magen- Darmtraktes, Schwindel,
Benommenheit, einer erhöhten Urinausscheidung, Blutdruckabfall
und Herzrhytmusstörungen kommen. |
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Tabak +++
Die ganze Pflanze ist, mit Ausnahme der Samen, sehr stark giftig.
Nikotin wirkt in niedrigen Dosen erregend, in hohen Dosen hemmend.
Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Zittern und Zuckungen, Bewusstlosigkeit,
Atemnot und Kreislaufzusammenbruch kommen. |
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Fensterblatt, Zimmer-Philo. ++
Die ganze Pflanze, vor allem der Saft ist giftig. In den Blütenzapfen
sollen kleine, nadelförmige Kristalle voehanden sein, die
im Maul Verletzungen hervorrufen. Im Wurzelstock und in der
übrigen Pflanze ist ein hautreizender Saft enthalten. |
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Weihnachtsstern, Adventsstern ++
Die ganze Pflanze ist giftig, vor allem der Milchsaft. Es kann
zu Erbrechen, Durchfall, Schläfrigkeit, Bewusstseinsstörungen,
Delirium, Krämpfe und Schock kommen. In der Literatur finden
sich sehr viele widersprechende Angaben über die Giftigkeit
der Pflanze. Möglicherweise ist die Gefährlichkeit
durch den Standort der Pflanze bestimmt. Die Wirkungen können
auch durch die Kultivierung verringert sein. |
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Lupine +++
Die Samen sind stark giftig. Von der eingenommenen Dosis hängt
es ab, ob die Wirkstoffe eine erregende oder eine lähmende
Wirkung auf das Zentralnervensystem haben. Es kann zu Erbrechen,
vermehrten Speichelfluss, Schluchbeschwerden und Herzrhytmusstörungen
kommen. Sehr selten sind Lähmungen und Krämpfe. Der
Tod tritt bei vollem Bewusstsein durch Atemlähmung ein. |
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Buchsbaum +++
Alle Teile sind stark giftig, vor allem Rinde und Blätter.
Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Zittern, heftigen Krämpfen,
erregende und dann lähmende Wirkung kommen. |
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Oleander +++
Die ganze Pflanze ist stark giftig. Es kann zu Erbrechen, Durchfall,
Koliken (heftige Bauchschmerzen), Pupillenerweiterung, Herzrhytmusstörungen
und Atemlähmung kommen. Der Tod tritt nach 2-3 Stunden
durch Atemlähmung ein. Der Milchsaft soll sehr gefährlich
sein, wenn er durch eine Wunde direkt in den Blutkreislauf gelangt. |
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Rizinus, Wunderbaum +++
Die Samen sind sehr stark giftig. Die Wirkung hängt vom
Zerkauungszustand der wohlschmeckenden Samenkapseln ab. Vergiftungen
werden nur bei intakter Samenkapsel überlebt. Die Vergiftung
zeigt sich nach einer symptomfreien Zeit von ein paar Stunden
bis zu zwei Tagen. Es kann zu blutigem Erbrechen, blutigem Durchfall,
Koliken, Austrocknung, Krämpfen, reiswasserähnlichem
Stuhl, vermehrten Speichelfluss, schweren Krämpfen, Herzrhytmusstörungen
und Atemlähmung kommen. Der Tod tritt durch Atemlähmung
ein. |
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Gelber Hahnenfuss, Butterblume +
Die ganze Pflanze, vor allem die Wurzel ist giftig. Es kann
zu Erbrechen, Durchfällen (evtl. blutig), Erregung dann
Lähmung, Atemnot und Kollaps kommen. Maul, Speiseröhre
und Magen werden schwer gereizt. |
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Taxus, Eibe +++
Die ganze Pflanze ist, mit Ausnahme der roten, fleischigen Samenhülle,
sehr giftig. Höchster Giftgehalt: Herbst und Winter. In
der Regel kommt es 1-2 Stunden nach Einnahme zu Erbrechen Schwindel,
Koliken, Krämpfen, erweiterten Pupillen und die Körpertemperatur
sinkt ab. Der Tod tritt nach 1,5-24 Stunden durch Atemlähmung
ein. |
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Fingerhut, Digitalis +++
Die ganze Pflanze ist sehr stark giftig. Es kommt schon nach
1-2 Stunden zu unstillbarem Erbrechen, Taumeln, Herzrhytmusstörungen.
Der Tod tritt durch Herzstillstand ein. |
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Tollkirsche, Bella-Donna, Waldnachtschatten
+++
Alle Pflanzenteile sind sehr stark giftig. Vergiftungen entstehen
meisst durch den Genuss der wohlschmeckenden Beeren. Es kann
zu erweiterten Pupillen, Erregung, Pulsbeschleunigung, unstillbarem
Durst, Schluckbeschwerden, Bewegungsdrang, Schreien, Zittern,
Schwanken, Fieber und Atemlähmung kommen. |
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Datura, Engelstrompete +++
Die ganze Pflanze, vor allem Wurzeln und Samen, sind sehr stark
giftig. Es kann zu roter, heisser und trockener Haut kommen,
Erbrechen, Unruhe, verstärkter Tränenfluss, Fieber,
Krämpfe, Durst, Vermehrter Speichelfluss, lichtstarren
Pupillen und Tobsuchtsanfällen kommen. Durch die heute
eingeführten Zuchtformen kann die Giftigkeit vermindert
oder ganz aufgehoben sein. Darüber gibt es noch keine Untersuchungen. |
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Bittersüsser Nachtschatten +++
Die ganze Pflanze ist stark giftig. Symptome wie bei Tollkirsche. |
[ noch kein Foto vorhanden
] |
Goldgelbe Alpenrose, Sibirische Alpenrose
++
Die ganze Pflanze ist giftig. Es kann zu Krämpfen, vermehrtem
Speichelfluss, Erbrechen, Durchfall und Lähmung der Atmung
kommen. |
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Feld-Rittersporn ++
Alle Pflanzenteile, vor allem die Samen sind giftig. Es kann
zu Erbrechen, Erregung, Krämpfen, Herzrhytmusstörungen
und Atemlähmung kommen. |
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Schwarzer Nachtschatten, Schweinstod
+++
Alle Teile der Pflanze sind stark giftig. Es kann zu Erbrechen,
Durchfall, Benommenheit, Krämpfen, Herzrhytmusstörungen,
Bewusstlosigkeit und Atemlähmung kommen. |
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Azalee +
Die ganze Pflanze ist giftig. In der Pflanze
ist Acetylandromedol und Urolsäure, ein Triterpen, enthalten.
Durch die verschiedenen Zuchtformen können die Inhaltsstoffe
stark variieren. Es kann zu Erbrechen, Durchfall, Bewusstseinsstörungen
und Krämpfen kommen. Auch der Genuss von Honig, der aus
dem Nektar von Rhododendren gewonnen wird, kann Vergiftungen
auslösen. |
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Adlerfarn (Pteridium aquilinum) +
Die ganze Pflanze ist giftig, besonders wenn sie
noch jung ist.
Vergiftungssymptome sind blutiger Durchfall und blutiger Urin,
Muskelzuckungen, Krämpfe, Gangunsicherheiten, Überreaktionen
des Immunsystems, Auftreten von allergischen Reaktionen wie
Asthmaanfällen u.ä. |
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Wurmfarn (Dryopteris filix-mas)
Der Gemeine Wurmfarn ist eine Arzneipflanze. Extrakte der Pflanze
finden Verwendung als Bandwurmmittel in der Tiermedizin. Vergiftungserscheinungen
vor allem durch Überdosierung der gepulverten Droge (z.B.
bei einer Wurmkur):
- Übelkeit, Erbrechen, Leibschmerzen, Durchfälle
- Ohnmachtsanfälle, Sehstörungen, Steigerung der
Reflexe
- Herzschwäche, Schädigung der Atmung
- bei schweren Vergiftungen: Tod durch Krämpfe oder durch
Atemlähmung |
Quellen: u.a.
Ralf Rebmann
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