[BotIndex] [««] Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration  

06.05.2008 19.21 | Sabine | Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration
Vom deutschen Tierschutzbund

Jetzt protestieren!
Helfen Sie mit, das Tierschutzgesetz so zu verändern, dass es diesen Namen auch wirklich verdient. Protestieren Sie gegen die qualvolle Praxis der betäubungslosen Kastration von Ferkeln:

Geben Sie jetzt Ihre Stimme ab!

Ihre Stimme wird für eine Petition zur Änderung des Tierschutzgesetzes gesammelt, die am Ende der Protestaktion vom Deutschen Tierschutzbund eingereicht wird. Wir fordern die Bundesregierung und den für Tierschutz zuständigen Minister damit auf: Ändern Sie das Tierschutzgesetz und verbieten Sie die betäubungslose Ferkelkastration!

http://www.ferkelprotest.de/index.php?id=3026

06.05.2008 20.21 | Karlchen |
Den Film tu ich mir aber nicht an :|

06.05.2008 23.29 | Doris |
Hallo :winke:,

also ich hab´ das natürlich mit meiner Stimme unterstützt!!! Wollen wir mal hoffen das das was bringt, es wird ja wirklich mal Zeit das sich da ´was ändert!!!

Liebe Grüße,

Doris

08.05.2008 14.40 | cyrell | RE: Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration
Hm...dachte diese betäubungslose Kastration sollte dieses Jahr abgeschafft werden?

08.05.2008 15.09 | Andy_ |
naja ...in der Schweiz und den Niederlanden wird die Ferkelkastration (ohne Betäubung) 2009 abgeschafft.

Das Problem ist bloß das es keine anwendbaren Alternativen gibt um das Schweinefleisch geruchsfrei zu machen.

...deshalb wirds in Deutschland wohl noch einige Zeit dauern bis die Ferkelkastration (ohne Betäubung) verboten wird.

25.05.2008 14.30 | cyrell |
Die Schweine werden noch als Kinder geschlachtet....mit 6 Monaten findet man bei 10 Proben vielleicht eine die einen leicht veränderten Geruch aufweist was in den Ländern festgestellt wurde die das kastrieren verboten haben. Und in Salami schmeckt man das nicht mehr raus. Mit genug Gewürzen kann man ja nicht mal Mensch und Schwein auseinander halten

Und von den deutschen Testessern wurden keine Unterschiede geschmeckt denen solches *unbeschnittenes* Fleisch vorgesetzt wurde.

Das war vielleicht mal vor 20-30 Jahren ein Problem wo die Schweine noch älter werden durften..heutzutage ist das bloss eine mittelalterliche Praxis an der weiter festgehalten wird *weil es halt schon immer so war*

25.05.2008 18.18 | Andy_ |
Die Schweine werden noch als Kinder geschlachtet....
Das kann man so allgemein nicht sagen. Wie beim Menschen setzt die Pubertät auch beim Schwein unterschiedlich ein.


mit 6 Monaten findet man bei 10 Proben vielleicht eine die einen leicht veränderten Geruch aufweist was in den Ländern festgestellt wurde die das kastrieren verboten haben.

Das war vielleicht mal vor 20-30 Jahren ein Problem wo die Schweine noch älter werden durften..heutzutage ist das bloss eine mittelalterliche Praxis an der weiter festgehalten wird *weil es halt schon immer so war*

Um wirklich sicher zu gehen, dass das Fleisch von nicht kastrierten Schweinen keinen untypischen Geruch aufweist müsste man die Tiere schon mit ungefähr 80 kg Lebendgewicht schlachten.
...heute werden Mastschweine mit über 100 kg Lebendgewicht geschlachtet!



mit 6 Monaten findet man bei 10 Proben vielleicht eine die einen leicht veränderten Geruch aufweist was in den Ländern festgestellt wurde die das kastrieren verboten haben.

Und von den deutschen Testessern wurden keine Unterschiede geschmeckt denen solches *unbeschnittenes* Fleisch vorgesetzt wurde.

Wo sind diese Informationen her? ?(

26.05.2008 03.37 | Xandaresch |
ma ganz abgesehn von den zweifeln, die andy schon angemeldet hat, was mich durchaus auch mal interessieren wuerde ;)
stellt sich zusaetzlich noch die frage:
1 von 10 schweinen weist geruch auf. mit andern worten 10%! wenn du das nicht viel nennst, dann weiss ich auch nicht...

gegen ferkelkastration ohne betaeubung: ja!
gegen solche voellig aus dem wind gegriffenen argumente: auch ja!

10.06.2008 17.37 | Karlchen |
Medienmitteilung
(10|06|08) Schluss mit unnötiger Ferkelkastration!
Schweizer Tierschutz STS, KAGfreiland, Bio Suisse und Tierärzte sind empört über den Entscheid des Bundesrates, die Übergangsfrist für das Verbot der Ferkelkastration ohne Schmerzausschaltung bis Ende 2010 zu verlängern...

http://www.tierschutz.com/media/

21.06.2008 07.18 | Sabine | Schweiz: Ferkelkastration: Coop setzt Alternativen um
AHO Redaktion Grosstiere
20. Juni 2008
Schweiz: Ferkelkastration: Coop setzt Alternativen um

(lid) – Großverteiler Coop will kurzfristig zwei verschiedene Methoden zur Verhinderung des Ebergeruchs zulassen.

Um die bisherige Praxis der Ferkelkastration ohne Betäubung möglichst rasch zu ändern, erlaubt Coop im Programm Naturaplan die Kastration unter Gasnarkose und die Impfmethode, die so genannte Immunokastration, wie es in einer Medienmitteilung heißt. In Bern trafen sich am 20. Juni alle Akteure der Schweinebranche zu einem runden Tisch zum Thema Ferkelkastration.

Sowohl die Narkose als auch die Immunkastration werden vom Schweizer Tierschutz unterstützt. Innert Jahresfrist soll bei Coop die Umsetzung abgeschlossen sein. Damit will Coop noch vor dem Termin Januar 2010, den der Bundesrat gesetzt hat, eine Lösung umgesetzt haben. Jährlich werden in der Schweiz 1,3 Millionen männliche Ferkel kastriert.

Mittelfristig setzt Coop auf die Ebermast als “natürlichste und tierfreundlichste Art”, den Ebergeruch zu verhindern. Diese ist für die Großproduktion noch nicht reif, weil es noch nicht möglich ist, auf effiziente Art geruchsbelastete Schweine auszusortieren. Künftig soll eine so genannte elektronische Nase diese Tiere erkennen.

Migros hält sich mit konkreten Taten noch zurück. In einer Medienmitteilung schreibt der Großverteiler, am schnellsten umsetzbar scheine die Kastration unter Narkose. Diese sei praxistauglich und werde von den Kunden am akzeptiert, wie eine Studie ergeben habe. Bei der Impfmethode seien die Konsumenten eher skeptisch, und von ihren Organisationen werde zum Teil die Deklaration verlangt. Weil für die Migros das Tierwohl und die Kundenbedürfnisse im Vordergrund stünden, fordere man eine möglichst rasche Einführung der schmerzfreien Kastration, schreibt Migros weiter. Der 1. Januar 2010 sei zu spät.

22.06.2008 11.10 | Andy_ |
Naja, wenn das in der Schweiz so geht ist das sicher nicht schlecht. :up:
ABER: Erst letzte Woche habe ich gelesen, dass das Verbot der betäubungslosen Kastration, in der Schweiz, von 2009 auf 2010 verschoben wird.
So denke ich, dass der Großverteiler Coop diese Ankündigung nur machte um bei den Verbrauchern zu Punkten. :]

In Deutschland ist die Immunokastration zum Beispiel noch garnicht möglich da der Impfstoff (Improvac) nicht zugelassen ist!
Und eine Kastration unter Narkose müsste vom Tierarzt durch geführt werden was einerseits sehr aufwändig wäre und anderer seits fast unbezahlbar! Und außerdem haben die Ferkel die meisten Schmerzen nicht beim Kastrieren selbst sondern danach und da hilft dann auch die Narkose nichts mehr.

22.06.2008 18.38 | Sabine |
Moin Andy

Und außerdem haben die Ferkel die meisten Schmerzen nicht beim Kastrieren selbst sondern danach und da hilft dann auch die Narkose nichts mehr.

Das ist richt richtig.
Der größte Schmerz ist bei der Kastration, der würde durch die Narkose komplett verhindert.
Der Wundschmerz nach der Kastration (der geringer aber anhaltender ist), wird durch das drei Tage lang anhaltende Medikament Metacam verhindert, das heutzutage bei Schweinekastrationen Standard ist.

Sicherlich ist es nur eine Frage der Zeit wann Improvac in D zugelassen wird.

23.06.2008 20.32 | Andy_ |
Hallo Sabine,
natürlich hast du recht, wenn du sagst, dass der größte Schmerz während der Kastration auf die Ferkel wirkt, ich meint vielmehr die anhaltenden Schmerzen nach der Kastration (was du ja auch schon erwähnt hast).

Mich würde aber doch interessieren woher du wissen willst, dass das Verabreichen von Metacam Standard ist.

24.06.2008 07.38 | Sabine |
Moin Andy

:D Weil die Landtierärzte hier eben schon standardmässig Metacam bei Schweinekastrationen geben..und in Ostfriesland laufen die Uhren bekanntlich etwas langsamer, also wenn die es hier schon machen.... :floet:

Aber sicherlich macht da jeder TA seinen eigenen Standard, da hast du schon recht.
Aber im Sinne der Tiere, und da es Metacam ja nun mal gibt und seine Wirkung erwiesen ist...warum also nicht. ;)

27.03.2009 06.00 | Empathisantin | RE: Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration
Es ist ekelhaft-uns manchmal bin ich tatsächlich soweit einen :anti HUMAN Verein zu gründen.....denn bei uns auf dem Hof lebt ein mittlerweile 30jähriges Pferd,von dem berichtet wird (von Männern! ) wie dieser Hengst-o. Betäubung ! zum Wallach umgewandelt wurde.....vor 30 Jahren also,war dieses "Ritual"! schon grausam ,und nicht nur bei Ferkeln!Und es scheint sich trotz all der Proteste letztendlich nichts zu ändern,da viele u.a. "der alten Schule" an Gesetzten vorbei -weiterwüten-metzgern und zerquälen.HILFE!!

27.03.2009 08.59 | Silke (wutzwutz) |
Der Schutz der Natur in Flora und Fauna ist ein sehr mühsamer und mit sehr vielen Rückschlägen behafteter Kampf. Aber da wir alle mit zweitem Namen Don Quichote heißen, werden wir nicht aufgeben. Bestrebungen in Richtung Kastraktion gibt es schon und die gehen eindeutig in die richtige Richtung.
Gruß
Silke

27.03.2009 13.40 | Rega |
In den Niederlanden warben Coop und Plus als erte mit einem Bild mit Schweinekontur drauf und dem Slogan "De enigste supermarkten met ballen". Wobei "Ballen" in holländisch sowohl die Hoden sind, aber umgangsprachlich bedeutet es auch Mut haben.

Änderung:
Danach hatte ich hier vorhin ein paar andere Supermärkte aufgezählt, aber das beruhte auf veralteten Berichten, die inzwischen widerufen sind.

Auf jeden Fall sind in NL nun wohl alle auf Betäubung übergegangen und der deutsche Schlachter Tonnies, der in NL viele Supermärkte beliefert, ist konsequent seit Februar ganz gestoppt mit Kastration. D.h. von ihm kommt das letzte "kastrierte" Fleisch im August in die Regale. Andere haben zugesagt, auch darauf hinzuarbeiten.

Ich hoffe, daß dies baldmöglichst auch auf die deutschen Filiallen und Konkurenten ausgeweitet wird.

Ich hab übrigends glaub ich noch nie so viele Petitionen unterzeichnet wie seit ich die Schweinefreunde kenn ;)

29.03.2009 15.47 | Empathisantin | schnell weiter zur "Geweiernte in Russland"
Es ist ein Fass ohne Boden,was im Namen des Kommez mit Tieren geschieht.Am Altai Gebirge werden jährlich mehrmals die Maral-Hirsche zusammengetrieben-der Kopf wird fixiert im Schraubstock-und dann werden die frischen weichen mit vielen Blutgefäßen durchsetzten Geweihe per Hand und natürlich! ohne Betäubung abgesägt.......das mehrmals in einem Jahr,da diese Geweihe in Korea als "Heilmittel" gegen Potenzprobleme gelten........
Viel Leid wird durch asiatische Länder verursacht!Wer nun noch "Mut" hat kann unter Mondbären/Kragenbären nachsehen ,wie deren Galleflüssigkeit gewonnen wird...natürlich zum Wohle der Menschen!...obschon es wie bei TV herorragenden medizinischen Ersatz gibt.

31.03.2009 15.11 | Empathisantin | RE: Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration
so schauts aus,in einem landwirtschaftlichen "Ökobetrieb "in der Schweiz.Da die Menschen keinen "Ebergeruch leiden ! wollen.........

11.07.2009 13.10 | castle | RE: Protest gegen betäubungslose Ferkelkastration
Zum 1. Improvac ist zugelassen in D. Seit April wird vom Q/S System (Qualitätssicherung) verlangt, das ein Schmerzstillendes Mittel gegeben wird. Tönnies hatte angekündigt keine Börge, sondern nur noch Sauen zu schlachten. Was bleiben würde, wäre entweder der Tod der Eberferkel und eine Erhöhung der Schweineproduktion. Es gibt nun mal mindestens 50 % Eber in jedem Wurf (beim Menschen sind es etwa 106 männliche : 100 weibliche). Oder Schlachtung mit 80 kg KM, was den Preis nachhaltig erhöhen würde und das ist politisch nicht gewollt. Das Lebensmittelpreisniveau ist in D das niedrigste in Europa.
Folgende Möglichkeiten werden immer noch getestet oder werden angewendet:
1.) Schmerzausschaltung (Meloxicam, Meglumin, Metamizol)
2.) Ebermast und Schlachtung mit ca. 80 kg KM
3.) Impfung gegen Ebergeruch
4.) Spermasexing
5.) Zucht von Linien die nicht stinken.

zu 1+2) siehe oben; Ebermast wird in anderen Ländern (u.a. Griechenland) durchgeführt, hier wird es vom Verbraucher nicht akzeptiert.
zu 3) siehe oben, jetzt werden noch Feldversuche in D durchgeführt. Es müssen der Handel und die Schlachthöfe überzeugt werden. Die mauern bis jetzt noch.
zu 4) ist noch in den Kinderschuhen und es wird noch Jahre brauchen bis das Verfahren praxisreif ist
zu 5) Das Problem ist hier, neben der fehlenden Stimulation der Sau (das bekommt man über Pheromonsprays hin) die Libido und die Spermaqualität. Das dauert auch noch Jahre, wenn man es denn überhaupt hinbekommt.

P.S. Den Eber schmecke ich nicht raus. In in der Wurst schmeckt ihn keiner (im Gegenteil hier will man ganz bewußt Eber haben, um einen besseren Geschmack und eine bessere Qualität zu erreichen). Aber der stinkt aus der Pfanne oder dem Topf das einem übel werden kann. Das ist dann nicht nur Eber, das ist Pisse pur. Ich möchte die deutsche Hausfrau sehen die solch ein Schnitzel brät. Abgesehen von der 100 %-igen Scheidungsrate :D.

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