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11.03.2008 22.00 | Ramalam | Stressfrei transportieren
Hi zusammen, ich hab mal wieder ne Frage:
Am Freitag sollen Louis und Borsti nun endlich in ihr endgültiges Zuhause, ein Freigehege im Nachbardorf, umziehen.
Bis da hin müssen sie natürlich erstmal irgendwie kommen, hab da an einen Pferdehänger gedacht (ins Auto passen sie nicht mehr und bei den beiden letzten Transporten waren sie recht gestresst und haben gekotzt und sich überhaupt auf jede erdenkliche Weise entleert :kaffee: )
Da Schweine ja nun sehr stressanfällig sind möchte ich den Transport so stressfrei wie möglich abwickeln, habt ihr da Tipps für mich?
Der grobe Plan sieht bis jetzt folgendermaßen aus: Die beiden müssen vom Gewächshaus (in dem sie überwintert haben) ca. 20 Meter bis zum Transporter laufen. Dafür hab ich die letzten Wochen mit den beiden geübt, dass sie sich ein Geschirr anlegen lassen. Nur an der Leine gehen können wir nicht gut üben, da ich sie ohne weiteres nicht aus dem Gewächshaus rausbekomme. (hab ein paar dünne Bretter quer in die Türöffnung geschraubt, als Absperrung und die kann man schlecht immer mal wieder abmachen und wieder dranschrauben.) Der Weg zum Transporter wäre also das erste mal Leinengang für beide. Meint ihr das geht gut? Hab geplant eine Futterspur (Apfelstückchen oder so) vom Gewächshaus bis in den Anhänger rein zu legen, ich hoffe mal die folgen dem Futter und kriegen es gar nich mit, dass sie an der Leine sind. (kann mir schon vorstellen, dass die sich dann eingeengt fühlen und versuchen sich zu befreien 8o )
Die Fahrt wird dann ca. 15 Minuten dauern. Am Zielort müssten sie dann auch wieder vom Transporter bis zum Gehege laufen (ca. 20-30 Meter), wobei sie da wahrscheinlich schon aufgeregt sein werden (Transport im dunklen Hänger, fremde neue Umgebung).

Wie transportiert ihr Schweine und haltet ihr obigen Plan für durchführbar oder habt ihr eine bessere Idee? Irgendwelche Tipps? :sz:

Danke schonmal im Vorraus!
Rami

Das hier sind die beiden:

11.03.2008 23.07 | Sabine |
Moin

Laufen sie dir so nicht hinterher? Wenn du mit nem Futtereimer vorne wegläufst?
Wäre besser. Gib ihnen nicht so viel zu fressen, ich würde sie sogar nüchtern lassen...wo nichts ist kann man nichts kotzen ;)
Fressen könne sie dann wenn sie angekommen sind. Oder eben als Lockmittel.

Bei Schweinen die mir nicht hinterlaufen, mache ich Treibgänge. Schmaler Gang der im Pferdeanhänger (oder wo auch immer) endet..und einer geht mit nem Treibbrett hinterher und gibt Tempo und Richtung an. Nämlich nur nach vorne. :D
Zur Sicherheit rechts und links die Bretter durch Personen sichern lassen, damit sie nicht in die Richtung abhauen.

Das wird schon. :troest:

11.03.2008 23.50 | windfried |
Hallo! Wenn es technisch und raümlich machbar ist würde ich 2 Möglichkeiten in Betracht ziehen. 1. die natürliche Neugier der Schweine nutzen und den Hänger 1-2 Tage vorher in Position bringen und von den Schweinis selbsständig und ohne Zwang erkunden lassen.( Tip:ein paar leckerlis deponieren) Die 2.Möglichkeit wäre im Dunkeln zu verladen und auf dem Anhänger vorne oben eine nicht NICHTblendende Leuchte anzubringen. Fast alle Tiere laufen ins Licht. Wenn der Weg mehrere Meter ist den Stall relativ Dunkel halten und den Tieren von hinten den Weg zeigen dabei nicht blenden und den Lichtkegel immer einen Meter vor den Schweinen halten. der Anhänger sollte mit dem selben Material wie der Stall dick eingestreut sein. Immer Ruhe bewahren auch wenns länger dauert. Schweine lieben zwar Platz aber bei grösseren Anhängern bitte immer Querabsperrungen vorsehen damit damit die Tiere bei der Fahrt und Bremsmanövern Halt haben und nicht geschleudert werden. 6-8 Std. vor dem Transport nicht mehr Füttern ist weniger belastend.(Tränke nicht abschalten) Persönliche Anmerkung: Schweine an der Leine halte ich für nicht so gut, nicht nötig und auch nicht artgerecht Gruss Windfried

12.03.2008 14.17 | Ramalam |
Ich hab ja auch nicht vor mit meinen Schweinen spazieren zu gehen. Ich will sie nur in den Transporter kriegen und ich bezweifle, dass ich sie aus ihrem Gehege rauslassen und sagen kann:"Ab in den Transporter" und sie spazieren da rein ;-)
@Sabine: So im Gehege laufen sie mir hinterher, aber außerhalb von der sicheren Umzäunung will ich's darauf nicht ankommen lassen. Denn sobald sie aus dem Gewächshaus raus sind haben sie alle Möglichkeiten offen um abzuhauen, weshalb ich sie ja an die Leine nehmen will.
Das mit dem vorher nüchtern lassen ist ne gute Idee, um so wilder werden sie hoffentlich auf meine Obstpur zum Wagen sein. :up:
An einen Treibgang hab ich auch schon gedacht, aber ich hab kein geeignetes Material dafür hier und der Weg geht um mehrere Kurven. Und nur für dieses eine mal durchlaufen würde ich nicht unbedingt Gitter oder Spanplatten kaufen wollen.
Den Hänger schon 2 Tage vorher abstellen und von den Schweinen erkunden lassen geht nicht, da sie wie gesagt im Gewächshaus wohnen und ich da schlecht nen Pferdeanhänger reinstellen kann ;-) Ich kann den Hänger noch nichtmal annähernd ans Gewächshaus ranfahren, dadurch ergibt sich ja das Problemchen mit dem Weg, den sie bis zum Hänger zurücklegen müssen.
Na ich hoffe mal das geht alles gut :| Wenn die im Hänger :kotz: ist das ja nicht so schlimm. ;)

Danke schonmal für eure Ratschläge!

15.03.2008 18.14 | Ramalam |
So, der Transport ist nun vonstatten gegangen, natürlich nicht ohne Probleme ;) Hier der Bericht:

Hatte ja mit denen immer fleißig Geschirr anlegen geübt, nur an der Leine laufen konnte ich nich üben, weil die Tür am Gewächshaus festgeschraubt war. Nu sollten sie also gestern, mit Futter gelockt, vom Gewächshaus bis in den Pferdehänger laufen. Borsti hat das auch 1a gemacht, nur Louis hat sich nich aus dem Gewächshaus rausgetraut. Also hab ich dem Typen der die fahren sollte die Leine in die Hand gegeben und ihn gebeten, wenn Louis zieht, sofort locker zu lassen und nicht gegen zu ziehen, weil er gegen das Schwein keine Chance hat und es sich sonst erst richtig aufregt. Kaum hat er die Leine erschreckt sich Louis und rennt in seine Hütte. Was macht der Typ? Versucht ihn an der Leine wieder rauszuziehn! Louis war dann schon dabei die Hütte in ihre Einzelteile zu zerlegen, da konnte ich dem Kerl grad noch so die Leine abnehmen. Also hab ich's ihm nochmal erklärt: Wenn das Schwein zieht: Locker lassen und dem Schwein folgen, NICHT ziehen, zur Not die Leine los lassen!
Ich bin dann in den Schuppen gegangen um Futter anzumischen, um Louis zu locken. In der Zeit hat er sich dann doch aus dem Gewächshaus rausgetraut, geriet aus irgend einem Grund aber schon wieder in Panik und fing an an der Leine zu ziehen (wollte weglaufen). Ick seh grad noch so wie der Typ schon wieder gegenhält, ruf noch "Nein!!" und schon war das Geschirr ab vom Schwein und das Schwein frei. Super.

Nun war nur noch Borsti an der Leine. Die ging auch brav mit in den Hänger, Louis konnte ich mit dem Futternapf auch locken, aber dann hatte Borsti schon wieder ein Problem und wollte unbedingt aus dem Hänger raus (der Typ hatte es noch nich geschafft die Klappe zu zu machen). Borsti (immer noch an der Leine) rennt also kreischend an mir vorbei, zieht meine Freundin mit, die reißt mir die Beine weg, ich knall mitm Kopf gegen den Hänger, Borsti springt von der Rampe, fällt in Ohnmacht, wacht wieder auf, strampelt sich aus dem Geschirr (und das saß eigentlich recht fest und war aus stabilem Leder...) und ist nun ebenfalls frei! 2 Schweine frei am Rumrennen und drumrum nur ein läppischer Gartenzaun! Junge...Mir ging die Muffe.
Und dann muss man ja noch ruhig bleiben, damit die Tiere sich nich noch mehr aufregen. Gott sei dank war die Fressgier dann doch stärker als alle Panikattacken und die sind mitgekommen in den Hänger.
Da wo sie jetzt sind haben sie auch n echt schönes Gehege, Ziegen, Hühner und Pferde als Nachbarn, da wird ihnen bestimmt nich so schnell langweilig. Nur: Die Leute, bei denen sie jetzt sind hören mir offensichtlich nich zu bzw. kann ich mich nich drauf verlassen, dass die die Schweine so behandeln wie ich das gern hätte. Das ging jetzt schon los mit dem Stall. Die haben mir am Dienstag schon gesagt, dass sie die Schweine nachts im Stall einsperren wollen. Da hab ich gesagt, dass ich das nich will, weil die sonst gezwungen sind in den Stall zu kacken und wenn sie das ein mal gemacht haben machen se's 1. immer wieder und 2. sind Schweine sehr reinlich und wollen nich in ihrer eigenen Kacke schlafen. Das hab ich allen beiden so erklärt. Gestern kam der Mann aber schon wieder damit an, dass er die nachts einsperren will. Ich zweifel grad echt, ob die mir überhaupt zuhören.
Weiter gings dann mitm Futter. Ich hab ihm erklärt, dat jedes Schwein 2 Mahlzeiten am Tag bekommt und zu jeder Mahlzeit je 1 Zahnputzbecher voll Schweinefutter und einen Becher voll Schrot. Dat dann in Wasser quellen lassen und füttern. Das klingt jetzt erstma wenig, aber die sind beide gut genährt und sollten auf keinen Fall dicker werden. Gings gleich wieder los:"Waaaas, dat is doch viel zu wenig! Die brauchen mehr!" Ey hallo Leute, guckt euch die Tiere doch einfach an und seht selbst, dass das offensichtlich ausreicht. Ich hab dann kaum dass ich zu Hause war seine Frau angerufen und sie auch nochmal drum gebeten die Tür vom Stall offen zu lassen und ihr auch nochmal erklärt was und wie viel die Schweine bekommen. Ich bete dass die sich dran halten, denn bei sonem Schwein schleift der Bauch ja mal ganz schnell auf der Erde...
Dann hab ich denen ja von Anfang an gesagt, dass meine Freundin und ich weiterhin das Futter kaufen werden, weil das immer noch unsere Schweine sind und wir nicht alle Rechte an denen verlieren wollen. Das sollte quasi so wie der "Fuß in der Tür" sein. Das war bis gestern auch klar so, bis ich mit der Frau telefoniert und ihr gesagt hab, dass ich dann nächste Woche 2 Säcke Futter vorbeibring. "Nein, also nee, wirklich nich, die stehen bei uns, wir kaufen auch das Futter." Mir kommt das jetzt so vor als würden die mich da rausdrängen wollen. Ich mach mir wirklich Sorgen, dass die die Schweine jetzt als geschenkt ansehen, mir jegliche Rechte an denen absprechen und ich die dann bald völlig verfettet in ihrer eigenen Kacke schlafen seh. :-(
Mit den Leuten zu reden hat ja bis jetzt offensichtlich nix gebracht, sieht man ja daran, dass die scheinbar immer noch nicht begriffen haben, dass und warum die Stalltür nachts offen bleiben soll.
Na ich ruf da einfach morgen nochmal an bzw. fahr direkt hin und versuch das ganz klar mit denen zu besprechen. Drückt mir die Daumen :(

16.03.2008 08.14 | sparky |
Hallo Ramalan,

da kann ich nur zu sagen: Wenn es meine Schweine wären und ich sie auch behalten wollte und Sorge hätte,daß sie nicht richtig gehalten werden, würde ich mir schnellstmöglich einen neuen Platz suchen und sie wegholen.
Mit dem Einsperren nachts kommt es bestimmt soweit,daß sie dann auch tagsüber eingesperrt werden, denn das hat man früher mit Schweinen auch so gemacht.

Würde auch ein Schriftstück aufsetzen in dem hervorgeht, daß Du die Besitzerin bist und alle Rechte an den Tieren hast., sonst sind sie Dir irgendwann enteignet.

Ja, ja mit dem Transport ist so ne´Sache, lange geplant und Gedanken gemacht und dann machen Schweinis doch was sie wollen. :D

Habe das heute auch vor mir. Holen heute auch ein Schwein ab, das noch nicht mal unseres ist und nicht an uns gewöhnt. Wir sind da flexibel und lassen uns überraschen und gehen auf das Schwein ein.

Mal sehen was wir heute erleben. ;)

16.03.2008 16.03 | Ramalam |
Das mit dem Wegholen ist nicht so einfach. Ich kenn die Leute schon ewig und wir waren eigentlich immer befreundet, die haben extra n super Gehege für die Schweinchen gebaut. Und ich wüsste auch nicht wo ich sie sonst hinbringen könnte. Hier in der Gegend gibts sonst nur wenige alte Bauern, die hobbymäßig Hängebauchschweine haben und eventuell auch meine aufnehmen würden. Aber ihr könnt euch ja denken wie das so ist bei alten Bauern. Da stehen die Tiere generell im eigenen Dreck und haben kaum Auslauf.
Dass sie sie tagsüber einsperren ist zum Glück unwahrscheinlich, da die Schweine (ebenso wie die Ziegen, Kaninchen, Hühner und Pferde) Teil eines "Streichelzoos" (in Anführungszeichen, da die Gäste sie zwar angucken, aber nicht ins Gehege gehen und die Tiere belästigen dürfen) sind. Wären sie immer im Stall könnten die Gäste sie ja nicht sehen.
Ich fahr da so schnell wie möglich wieder hin und prüfe nach, ob die sich an meine Bitte, den Stall immer offen zu lassen, halten. Wird ja leicht nachprüfbar sein, denn so wie ich die Verdauung von meinen beiden kenne hinterlassen die auf jeden Fall Beweise, wenn sie stundenlang irgendwo eingesperrt sind.
Sie hatten mir auch versprochen eine Rotlichtlampe über dem Schlaflager anzubringen, da der Stall zu groß ist, als dass die Schweine ihn selbst beheizen könnten. Haben sie auch nicht gemacht. Und meiner Meinung nach ist es nachts immer noch zu kalt dafür, dass sie auf eine zusätzliche Wärmequelle verzichten könnten. (Oder was meint ihr?)
Das muss ich auf jeden Fall so schnell wie möglich klären. Durch die verdammten Prüfungen hab ich nur jetzt gerade kaum Zeit da persönlich hinzufahren. :-(

17.03.2008 21.46 | Ramalam |
So, Ende gut, alles gut: Hab heute eine Rotlichtlampe angebracht, welche von den Schweinen direkt sehr gut angenommen wurde. Standen beide wohlig schmatzend in ihrem Privat"solarium" und haben's sich gut gehen lassen. :-)
Auch über die bisherige Pflege kann ich nicht mehr meckern, der Stall ist penibel sauber (also ist die Klappe wohl nachts auf), die Futternäpfe waren sauber, alles bestens. :-)
Gott sei dank, hab letzte Nacht vor Sorge nur 2 Stunden geschlafen und musste heute morgen zur Prüfung antreten...Mann Mann Mann.

17.03.2008 21.55 | funnykisses |
Gut gemacht. Schön das Du doch noch Zeit hattest für die Tiere. Die lassen es sich jetzt sicher gut gehen ;)

17.03.2008 23.00 | Ramalam |
Na einfach irgendwo abliefern und dann nicht sichergehen, dass es ihnen gut geht, würde ich niemals übers Herz bringen. Ich bin ziemlich sicher, dass die vorher tatsächlich gefroren haben, jedenfalls waren sie als ich kam so im Stroh eingegraben, dass nur noch die Rüssel rauslugten. Deshalb bin ick jetzt um so erleichterter, dass das mit der Rotlichtlampe geklappt hat.
Eben meinte meiner Mutter, dass die Rotlichtlampen nicht ununterbrochen brennen dürfen. :sabber: Das heißt dann wohl, dass ich schnellstens ne richtige Ferkellampe bestellen muss, ich hoffe mal, dass die jetzige Lampe noch so lange durchhält. Wie warm haben/brauchen es eigentlich eure Schweine im Winter und wie gewährleistet ihr, dass sie nicht frieren? Ist ja nicht ganz einfach...

18.03.2008 16.16 | Sabine |
Moin Ramalam
Wie heist du eigentlich richtig?

Ich hab solche Rotlichtlampen aus dem Landhandel, das sind Ferkellampen, und die kann man schon dauernd brennen lassen.
Schön das doch alles ok ist mit deinen beiden. ;)

19.03.2008 21.09 | Ramalam |
Eigentlich heiß ich Henriette, kannst mich gerne Jette nennen :)
Ich war eben nochmal da und hab Stroh nachgefüllt, da brannte die Lampe noch. Gute alte, DDR Ware... ;-)

20.03.2008 11.04 | Sabine |
Moin Jette, freut mich :D :lach:

Etwas ot
Henriette, guter alter deutscher Name, gefällt mir. Wird hier aber mit Henri abgekürzt. So wie Johanna auch Jo ist. :D
ot Ende

20.03.2008 17.30 | Ramalam |
OT zurück: In der Schule wurde ich von einigen auch so genannt, aber es ist mir dann doch zu männlich. ;)

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