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19.02.2008 17.46 | Sabine | Toxoplasmose-Erregern bei Hühnern und Schweinen im Visier
AHO Redaktion Grosstiere
19. Februar 2008
TOXONET01: Toxoplasmose-Erregern bei Hühnern und Schweinen im Visier

Oldenburg (aho/lme) - Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts „TOXONET01“ soll die Verbreitung von Toxoplasma-gondiii-Infektionen bei Schweinen und Geflügel in Niedersachsen erfasst werden. Wie das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) jetzt mitteilt, sollen hierfür die Geflügel- und Schweineblutproben der Monitoringprogramme AIV (Aviäre Influenzavirus), AK (Aujeszky´sche Krankheit) und KSP (Klassische Schweinepest) genutzt werden. Die praktizierenden Tierärzte und kommunalen Veterinärbehörden werden vom LAVES um Unterstützung gebeten. Die Probeneinsendungen an die Veterinärinstitute Hannover und Oldenburg sollten möglichst eine vom Besitzer ausgefüllte Einverständniserklärung enthalten.

Hintergrund

Der Einzeller Toxoplasma gondii kann bei Mensch und Tier zur Toxoplasmose führen. Infektionen des Menschen erfolgen oft durch das Verarbeiten oder den Verzehr von rohem oder ungegenügend gegartem Fleisch. Katzen können umweltresistente Dauerstadien (Toxoplasma-Oozysten) ausscheiden, die Infektionen bei landwirtschaftlichen Nutztieren und auch Infektionen beim Menschen verursachen können.

Ziele von TOXONET01 sind:
# Korrekte Informationen für Verbraucher und gefährdete Personen: Toxoplasma-Infektionen können zum Beispiel bei Schwangeren ernsthaft Folgen haben. Das Projekt soll gefährdeten Personen korrekte Informationen über mögliche Infektionsquellen liefern, damit sich diese durch eigenverantwortliches Verhalten (z.B. kein Verzehr nicht ausreichend erhitzter Fleischprodukte) vor Infektionen schützen können.
# Hinweise für Tierhalter: Das Projekt soll Tierhaltern Informationen bereitstellen, bei welchen Tierarten und Haltungsformen Toxoplasma-Infektionen zu erwarten sind. Dass Projekt soll Handlungsgrundlagen liefern, wie Infektionen bei Tieren, die der Gewinnung von Fleisch dienen, vermieden werden können.
# Hinweise für die Hersteller von Fleischerzeugnissen: Bei manchen Tierhaltungsformen lassen sich Toxoplasma-Infektionen vermutlich niemals völlig ausschließen. In einem Teilprojekt des TOXONET01 geht es um die Frage, wie Fleischprodukte behandelt werden können, damit sie nicht mehr für den Verbraucher infektiös sind.

19.02.2008 20.25 | cyrell | RE: Toxoplasmose-Erregern bei Hühnern und Schweinen im Visier
Hm, hier Frage ich mich warum denn nicht gleich die Bevölkerung generell infiziert werden soll....schliesslich ist die Erkrankung nur für Schwangere und Immunschwache gefährlich.

Infiziert man also die Leute(wie bei Windpocken) vor der Geschlechtsreife mit Toxoplasmose verläuft die Infektion meist symptomlos, selten mit leichten Erkältungsbeschwerden und es besteht hiermit normalerweise ein lebenslanger Schutz...weitaus sicherer und billiger als eine Impfung die oft nicht anschlägt bzw nie sicher ist wie lange der Schutz dauert.

Bei Immunschwachen hingegen würde ja auch eine Impfung nichts helfen da der Körper nicht mehr in der Lage ist genug Immunzellen zu bilden....

Denn ich bezweifle das man einen allgegenwärtigen Erreger wie den der Toxoplasmose irgendwie einzudämmen oder gar auszurotten, vor allem mit der Massentierhaltung ist das ein unmögliches Unterfangen.

Sieht man ja auch sehr gut bei der Grippe....

Aber das mit der Toxoplasmose ist mal wieder eine hausgemachte Schose...

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