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26.11.2007 12.36 | stephanie | kleiner borg in erster flegelphase - was tun???
hallo,

ich hoffe, die rubrik ist ok, ich suche nach hilfe und unterstützung mit einem etwa halbjährigen schweineflegel...

ich habe vor knapp drei wochen zwei hängebauchkinder aus einer notlage heraus spontan bei uns aufgenommen und -oh freude, wie ideal- keinerlei praktische erfahrung in sachen schweinehaltung...

die beiden heissen rudi und paula, es hiess sie sind 5 monate alt und sie kämen mit stall und gehege. der stall war eine kleine hundehütte, das gehege 4 aneinandergesetzte estrichmatten, also etwa 2m² auslauf... keine angst, sie haben jetzt geschätzte 400m² und arbeiten auch eifrig an der gestaltung...
inzwischen haben sie sich halbwegs an artgerechte nahrung umgewöhnt und lassen sich auch beide gut anfassen. auf zuruf kommen funktioniert leckerli sei dank auch schon sehr gut, wenn sie mich in den pferdestall begleiten zum ausmisten, also wir ungestört sind, darf ich auch ausgiebig den bauch kraulen.

so, und nun das problem: rudi (bereits borg, aber ich weiss nicht, wann er kastriert wurde) flegelt meiner meinung nach ganz schön und auch wenn ich noch nicht viel von schweinesozialverhalten verstehe: wäre er ein hund oder eines meiner pferde, dann würde ich ihm sanft aber unmissverständlich DRINGENDST die rangfolge in unserer rotte klarmachen. und da liegt das problem: bei den meisten anderen tierarten weiss ich wie und da kläre ich solch jugendlichen übermut lange bevor es ernsthaft zum thema wird. aber bei schweinen? wie zeige ich ihm das auf schweineart unmissverständlich und deutlich?

vielleicht hab ich ja den entsprechenden tip hier irgendwo überlesen?

ich hab hier zwei kleine kinder und wenn rudi etwas nicht möchte kann er ganz schön heftig werden. ich möchte nicht warten bis er vielleicht auch noch auf die idee kommt seine zähne zu benutzen oder bis er doppelt so viel wiegt um das zu klären, also bitte helft uns...

danke schonmal für alle tollen ratschläge! ;)

lg, stephanie

ach so, zwei dinge noch: ich hab mal nen für mich logischen ersten gedanken zum thema umgesetzt und bestehe bei rudi darauf, dass er erst fressen darf, wenn ich das erlaube, sprich ich schicke ihn immer wieder mal von der schüssel und lasse ihn erst auf meine erlaubnis wieder ran.
und dann hab ich ihm jetzt schon ein paarmal ein geschirr (mit vieeeelen lekkerlis) hingebastelt und ihm sanft aber deutlich gezeigt, dass ich die richtung angebe, nicht bei fuss, ist klar, sondern lange leine und wenn ich gerufen hab und nur paula dreht sofort um ein kleines zupfen an der leine, erstaunter, unwilliger rudi schwenkt zu mir und wird zu seinem erstaunen mit lob und leckerli schachmattgesetzt... er regt sich trotzdem unheimlich auf, wenn was nicht nach seinem rüssel geht...

26.11.2007 16.28 | funnykisses | RE: kleiner borg in erster flegelphase - was tun???
Hallo und willkommen auf unseren Schweinefreunde Seiten.
Das mit dem Erziehen ist so eine Sache. Da muss man ganz konsequent sein, genauso wie bei Kindern. Wenn der Borg zu anfängt aufdringlich zu werden, weil er nicht schnell genug das bekommt was er möchte, dann darfst Du ihn mit Deinem Bein ruhig mal wegschieben, oder wenn er heftiger wird dann auch mal mit einem ( nicht zu heftigen Tritt ) Falls er auf Dich zukommt um anzugreifen, dann stampfe mit dem Fuß auf. Oft hilft auch das schon.
Wenn er jetzt ein halbes Jahr alt ist, dann ist er in der ersten Pubertätsphase............ das würde schon einiges erklären.
Ansonsten wirklich konsequent zeigen, wer die Rotte anführt :clown:

26.11.2007 17.13 | stephanie |
hallo und danke für´s willkommen! :)

also über aufstampfen grinst sich der junge herr eins, freches grunzen und rüsselhochwerfen seinerseits. wie zeigen sich schweine denn nun gegenseitig denn ihre höhere rangstellung? ich meine noch ehe sie sich wüst anrempeln und schnappen? das macht er nämlich mit paula und wenn´s futter gibt probiert er´s auch bei mir...
den ersten dezenten tritt musste ich ihm vorhin beim futter zum trog tragen geben, anders hätte mich das kleine persönchen noch in den schlamm befördert... danke...

und alles gute zum geburtstag, wenn ich das eben richtig gelesen hab? :)

26.11.2007 17.30 | Silke (wutzwutz) |
Hallo Stephanie,

was ich auch erst lernen musste: Bei Schweinen läuft nix sanft und zart in Punkto Erziehung. Da mußt Du richtig deutlich werden. Das bedeutet jetzt nicht schlagen oder so.
Also ein kräftiger Schubs an der Vorderschulter sagt : Ich Chef Du nix!!! Sollte der Bursche dann nicht weichen sondern wiederkommen (das wird er) auf den Boden stampfen und laut werden (so richtig laut) Gegebenenfalls muß der Schubs den Burschen schon richtig nen Meter zurück befördern.

Wichtig: Niemals auch nur nen Zentimeter weichen. Das wird er sofort als Schwäche ansehen und nachsetzen. Hast Du ihn dazu gebracht zurückzugehen dann bist Du dran setz nach er darf ruhig jammern und nörgeln aber er muß vor Dir "wegrennen"!

Dieses Spiel immer wieder und nicht nur wenn er auf Angriff ist sondern als Dominanzübung damit er nicht vergisst wer der Chef ist. Bei meinen drei muß ich das bei einer obwohl die schon 2 ist auch immer mal wieder machen, denn sie will einfach nicht begreifen, daß sie das Futter ihrer Mitschweine nicht haben darf. Dabei musste ich aber nie wirklich grob werden nur halt kräftig.

Ganz zur Not wenn sie meint ihren Dickschädel durchsetzen zu müssen (Rausche) hilft ein paar spritzer Wasser auf den Rüssel. Schon seltsam sie suhlt und badet aber einen Schuß aus der Wasserpistole und sie tut als ob sie sterben müsste.

Wäre übrigens möglich, daß wenn dein Mädchen etwas größer ist sie dem Kleinen zeigt wo der Hammer hängt.

Gruß
Silke

26.11.2007 19.37 | Tallinas |
Hallo,

auch von mir ein herzliches Willkommen. Schön, dass du hergefunden hast.

Meine Hängis habe ich auch nocht nicht so lange, seit September, aber D. Sattelschweine schon seit Jahren. Meiner Luise (D. Sattelschwein) macht eine laute Stimme nix aus, aber den Hängis !

Am Sonntag meinte Henriette ohne Grund nach mir schnappen zu müssen 8o. Da meine Stimme von Hause aus recht kräftig ist, habe ich sie laut, sehr laut zurechtgewiesen. Alle, von Henriette bis zum kleinsten Ferkel sind erst einmal drei Schritte zurückgegangen :D. Ich einen Schritt auf sie zu, sie zwei zurück :)

LG
Conny

28.11.2007 03.09 | stephanie |
danke!!! das musste ich echt so deutlich hören, ich hatte wohl doch gehofft, dass man auch bei den kleinen grunzern beizeiten und dafür umso leiser anmerken kann, wer sagt wo´s lang geht... :floet:

aaaber: siehe da, es funktioniert!!! :] stimme beeindruckt ihn zwar kein bisschen, aber wenn ich nicht grad die tolle futterschüssel trage, klappt das (aus)weichen schon ganz gut. er beschwert sich zwar lauthals (ne, jammern hör ich da nicht, das ist vehementer protest... ;) )
nur wenn die olle schüssel im gepäck ist, dann rennt er mir auf den fersen hinterher und übt sich in tätlichen angriffen auf meine stiefel und beine... aber das kriegen wir auch noch hin - hoffe ich...

lg stephanie

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