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08.04.2019 21.58 | Dennis | Vergesellschaftung
Guten Abend, wir haben einen 4 Jahre alten kastrierten Eber und möchten Ihn nun mit einer auch ca. 4 Jahre alten Schweine Dame vergesellschaften. Wir haben vor ca. 2 Wochen das Gehege getrennt und die Schweinedame ist eingezogen. Beide können sich (bedingt durch den Zuschnitt des Geheges) an einem kleinen Stück, geschützt durch einen Holzzaun kennenlernen. Wir haben beide täglich an der Stelle gefüttert und es war eher nicht so großes gegenseitiges Interesse.
Gestern haben wir dann die Dame in das Gehege des Ebers gelassen und nach einiger Zeit sind sie sich dann auch begegnet. Die Schweinedame war dann diejenige die Initiative ergreifen hat und ist den Eber angegangen. Nach einigem hin und her (ca.1-2min.) bin ich zwischen die beiden und beide waren recht einfach wieder getrennt. Die beiden sind dann jeweils in Ihren Stall / Hütte gegangen und eine Runde 2 blieb aus. Ich habe dann erst einmal den Durchgang geschlossen.
Ich wollte es heute wieder versuchen (und selber auch etwas mutiger sein-> sprich nicht so schnell eingreifen), bin aber leider nicht dazu gekommen.



Habt Ihr vielleicht noch ein paar Tipps die ich mir zu Herzen nehmen kann?

09.04.2019 04.28 | Silke (wutzwutz) |
Ja da habe ich einen Tipp: Mach auf, geh weg und laß offen!
Jedesmal wenn Du sie trennst geht es wieder von Vorne los. Die müssen das auskämpfen ohne Dein Eingreifen erst dann kehrt Frieden ein.

09.04.2019 10.48 | Barbara |
Genau wie Silke schreibt.
Ihr habt die Vergesellschaftung sehr gut vorbereitet :up:. Sie müssen auch genügend Platz haben zum Ausweichen/Abhauen. Und ihr habt zwei Schlafhütten, sehr gut.

Ich nehme an, du gingst dazwischen, weil der Kampf bedrohlich aussah.
Sie schmatzen, schäumen, stellen die Borsten steil auf und reissen das Maul auf gell. Ja, sieht schlimm aus. Aber das müssen sie ausfechten. Wenn du den Mut nicht hast, wegzuschauen, dann probier ob du den Kampf mehr als 1-2 Minuten aushältst. Nach ein paar Minuten gibt meistens einer nach.

09.04.2019 13.08 | Dennis |
Vielen Dank für Eure seelische Unterstützung. Wir werden es nun angehen.
Platz haben wir glaub ich genug (sollten so ca. 250m2 sein). Zusätzlich möchten wir die beiden auch in Zukunft wie auf unseren Wiesen laufen lassen. Dies aber erst wenn sie sich aneinander gewöhnt haben.
Bei dem ersten Zusammentreffen haben beide ein paar geringe Blessuren (Blutige Lippe und ein-zwei Kratzer über den Augen) abbekommen. Sie sind halt frontal aufeinander und haben gegenseitig Ohren, Schnauzte und Hals attackiert.
Mir wurde der Ratschlag gegeben die beiden vorab ordentlich zu parfümieren um beiden den gleichen Geruch zu geben. Wie seht Ihr das?

10.04.2019 04.30 | Silke (wutzwutz) |
Schweine riechen sehr gut "durch" diese Maskerade durch. Was Du vorbereiten machen kannst ist immer ein paar Hände voll Schlafstroh vertauschen. Dadurch ist der Geruch dann etwas vertrauter. Aber um den Rangkampf kommst Du nicht rum.

10.04.2019 09.12 | Franziska |
Du musst Dich unter Umständen auf eine sehr lange Zeit vorbereiten, in der sie halt getrennt schlafen (also zweite Hütte, aber die hast Du ja, soviel ich weiss).

Bei Molly (14) und Napoleon (12) dauerte es über ein Jahr, bis sie endlich gemeinsam im gleichen Bett in der Garage schliefen.
Vorher gab es immer wieder heftige Rangkämpfe, u.a. auch, weil Napoleon beinahe blind ist und Molly beinahe taub... das waren keine guten Voraussetzungen für eine Vergesellschaftung.
Napoleon biss Molly die ganze Ohrspitze ab. Sie hat auch jetzt noch grossen Respekt vor ihm, obwohl sie sich inzwischen im "Schlafzimmer" behaupten kann.

Während dieser Eingewöhnungs-Zeit habe ich regelmässig die Gehege gewechselt, so dass beide alle Schlafgelegenheiten kannten und sich ihr Geruch im Schlafstroh verteilte.

Deine beiden sind noch jünger, grad knapp erwachsen und hoffentlich gesund(?) Da sollte es schneller gehen.

Viel Glück!

10.04.2019 10.17 | Dennis |
Guten Morgen,

die beiden sind putz munter, auch wenn mein kleiner Borg etwas zu viel auf den Hüften hat. Er hat seinen erster Winter in Deutschland erlebt (sind aus Spanien zurück gekommen) und wir haben Ihm seine Schwarte gegönnt (Schnee und Regen sind nicht so richtig sein Ding)

In Zukunft wünschen wir uns dass beide in der Umgebauten Garage Ihr gemeinsames Nest haben. Bis auf weiteres bleibt natürlich die Außenhütte im bis jetzt abgetrennten Teil des Geheges stehen. So können sich die beiden, wann immer nötig, aus dem Weg gehen.

10.04.2019 15.24 | Franziska |
Süss, die beiden!

Dann hast Du ziemlich genau dieselben Bedingungen wie hier bei mir.
Ich hoffe, dass Deine beiden schneller "vernünftig" miteinander umzugehen lernen als meine. Viel Erfolg!

10.04.2019 22.08 | Barbara |
Danke für die Bilder. Zwei ganz tolle Rüssels hast du, hübsches Paar :]. Das wird schon mit der Vergesellschaftung. :up:

13.04.2019 14.52 | Dennis |
Kurzer Zwischenstand. Heute Morgen war es soweit und ich habe die Trennwand im Gehege entfernt. Leny (Dame) ist auch sofort in den größeren Teil des Geheges und beide haben sich recht schnell gegenüber gestanden. Die ersten 20 minuten ist nicht wirklich mehr passiert als dass die beiden sich seitlich voneinander aufgebaut haben und die Haare hochgestellt hatten. Immer wieder sind sie dann voneinander weggegangen. Irgendwann hatten sie sich dann doch dazwischen. Beide haben versucht jeweils den Bereich Kopf und Ohren zu attackieren. Nach wenigen Minuten hat Leny dann nachgegeben und ist kurz aus der Situation raus.
Kurz danach hat mein Borg dann vermutlich Oberwasser bekommen und ist Ihr hinterher. Er hat einige Zeit (5-10min) Leny vor sich her geschoben. Leny hat Ihm ausschließlich die Hinterseite gezeigt und versucht Ihn nicht in Richtung Kopf zu lassen. Iggy hat sie quasi von hinten angehoben und vor sich her geschoben (sah hin und wieder danach aus als wolle er aufspringen). Am Ende hat Sie Schutz in Ihrer Hütte gesucht und Iggy hat dies scheinbar auch akzeptiert und von Ihr gelassen.
Seit dem ist Iggy in seinem Stall und kommt nicht mehr raus und Leny scheint nicht richtig begeistert von der Aktion und ist etwas rastlos im (nun aber großen) Gehege unterwegs und Motzt.
Beide haben ein paar leicht blutige Stellen aber nichts besorgniserregendes.
Mahl sehen wie sich die nächsten Tage zu geben.

Ich wünsche Euch allen ein schönes und nicht so aufregendes Wochenende! :winke:

13.04.2019 18.25 | Franziska |
Das tönt sehr viel versprechend, das wird schon! :up:

14.04.2019 08.20 | Silke (wutzwutz) |
Sie werden schon noch eine Weile brauchen aber spätestens im Herbst werden sie auch zusammen schlafen. Ist ja Wärme ;)

30.04.2019 09.11 | Dennis |
Guten Morgen, ich wollte mal ein kurzes Update geben.
Den beiden Schweinen geht es gut. Leny (Dame) hat die Oberhand und jagt Iggy immer noch durch das Gehege. Beide können sich aber aus dem Weg gehen und es passiert, bis auf ein wenig gequietschte, nichts mehr. Nebeneinander geht halt noch nicht.
Wir sind nun sehr gespannt ob und wie die beiden näher zueinander finden.

Vielen lieben Dank für Eure Infos und Beistand. Eure Rückmeldungen haben uns sehr geholfen die ersten Schritte der Zusammenführung so durchzuziehen.

30.04.2019 09.28 | Franziska |
Das ist super, freut mich! :up:

Wie Sillke schon schrieb, werden sie wohl spätestens im Herbst nebeneinander schlafen gehen, weil das so schön wärmt. So war das jedenfalls bei Molly und Napoleon.

Weiterhin gutes Gelingen!

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