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06.02.2017 02.17 | stas007 | Arzt im Kölner/Bonner Raum
Hallo zusammen!
Kennt jemand vielleicht einen Arzt im Kölner/Bonner Bereich der sich mit Schweinen auskennt?!
Meine 1-jährige Sau müsste geimpft werden aber ich finde keinen Arzt der sich mit Schweinen auseinandersetzt. Dort wo ich Wurmkur beziehe wurde meine Nachfrage nach Impfung verweigert da er
den Impfstoff nur für die Massenhaltung bestellen kann...also in grösseren Mengen und für meine Sau lohnt sich für ihn nicht den Impfstoff zu besorgen...
Hat mir auch gesagt dass bei Einzelhaltung es auch nicht unbedingt notwendig!??
LG Stanislav

06.02.2017 05.17 | Peter | RE: Arzt im Kölner/Bonner Raum
Hallo Stanislav,
willkommen hier bei uns im Forum.

Hier findest Du eine (nicht ganz aktuelle) Liste mit Tierärzten, die sich mit Schweinen auskennen:

Tier
ärzte in Deutschland nach PLZ geordnet

Dass dies bei Deinem Tierarzt nicht der Fall zu sein scheint, lässt sich schon daran erkennen, dass er Dich nicht darauf hingewiesen hat, dass in Deutschland die Einzelhaltung eines Schweines aus Tierschutzgründen grds.. verboten ist (es MÜSSEN immer mindestens ZWEI sein.

Vielleicht magst Du ja insgesamt etwas mehr zu den Haltungsbedingungen bei Dir erzählen.
Ferner würd' mich interessieren warum und wogegen Du in diesem Alter noch impfen willst?

06.02.2017 05.40 | stas007 |
Hallo Peter und danke für den Link! Habe dort einen Tierarzt in der Nähe gefunden.
Zurückkommend auf deine Frage warum und gegen was ich das Schwein impfen lassen möchte kann ich dir nur sagen dass ich genau aus diesem Grund einen Arzt suche um das zu erfragen. Ob und gegen was usw.

LG Stanislav

06.02.2017 08.15 | Tobias |
Wir lassen 2x im Jahr gegen Rotlauf impfen. Das hat unser TA empfohlen.

Aber Stanislav, du solltest wirklich sehen, dass deine Dame bald einen Artgenossen bekommt. Es ist wirklich nicht im Sinne des Tiers, alleine gehalten zu werden. Und naja, halt auch deswegen verboten.

06.02.2017 11.52 | Silke (wutzwutz) |
Hallo Tobias,

Rotlauf 2 mal im Jahr macht keinen Sinn. Das wird einmalig bei Ferkeln geimpft und gut. Da bezahlst Du unnötig Geld.

Gruß
Silke

06.02.2017 12.22 | Tobias |
Hallo Silke,

ich weiß, du hast viel Ahnung und Erfahrung, aber sowohl die Aussage des TA als auch die Angaben seitens des Impfstoffes legen eine mindestens jährliche Wiederholungsimpfung nahe. Sind diese Angaben falsch?

06.02.2017 13.05 | Peter |
Jede Impfung bedeutet eine Belastung des Organismusses.
Der Auslöser (ein Bakterium) findet sich weltweit auch in der normalen Flora gesunder Tiere.

Über die Impfung kann jedoch anders als bei anderen Krankeiten keine Immunisierung erreicht werden, d.h. wenn der Erkrankungsdruck in der Umgebung sich nicht verringert, kommt es zur Wiederinfektion (trotz Impfung).

"Eine kausale antibiotische Therapie – geeignet sind ²-Lactame wie Penicillin – ist meist nicht notwendig, eine symptomatische kann erfolgen (beispielsweise kühlen)."

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Erysipeloid

Ich kann also nicht so recht die Sinnhaftigkeit einer präventiven "Impfung" nachvollziehen, aber ich bin ja auch kein Tierarzt.

06.02.2017 13.27 | Tobias |
Was ist mit diesem Artikel?

http://www.schweinefreunde.de/minischweine/schweine-krankheiten-rotlau
f.htm

06.02.2017 13.44 | Peter |
"Grundvoraussetzung für alle Massnahmen sind die Beachtung der allgemeinen hygienischen Regeln, optimales Stallklima, Stressvermeidung und regelmässige Gesundheitskontrollen. In der Praxis haben sich Schutzimpfungen bewährt. Schweine können ab einem Alter von 2-3 Monaten geimpft werden. Vorher besteht noch der passive, von der Muttersau auf die Ferkel übertragene Schutz."

Ja, korrekt, im Ferkelalter bis ca. 2 Jahre Lebensalter impfen mag noch okay sein, aber danach dann auch noch lebenslang alle halbe Jahr?? :sz:

Naja, vielleicht meldet sich Sabine ja auch noch zu Wort...

06.02.2017 18.50 | Silke (wutzwutz) |
Ich werde mal versuchen Hannover anzumailen.
Ich kann mir vorstellen, daß die Haltung eine Rolle spielt. Aber ich bin gespannt was der Prof. sagt. Ich stells dann gleich ein.

06.02.2017 19.05 | Tobias |
das wäre doch mal sehr interessant, Danke!

06.02.2017 20.01 | stas007 |
Danke für die zahlreiche Tipps👍
Was die Einzelhaltung unserer Dame angeht sind wir uns bewusst dass es nicht Tierartgerecht ist. Deswegen bekommt Bella demnächst einen Artgenossen. Nur sind wir uns nicht so richtig einig ob es noch eine Sau oder Eber(kastriert) sein soll. Züchten wollen wir nicht. Was ist eher empfehlenswert um Auseinandersetzungen am Anfang zwischen den beiden zu minimieren? Unsere Dame ist schon temperamentvoll.
Auch mit der Frage ob es ein Baby Schweinchen oder schon 5-6 monate oder älteres Schwein sein soll beschäftigen wir uns.
Was würdet ihr uns empfehlen?

LG Stanislav

07.02.2017 02.16 | stas007 |
Hallo Silke!
Ist die zu vermittelne Luna aus Witzenhausen noch zu haben?
LG Stanislav

07.02.2017 06.06 | Silke (wutzwutz) |
Hallo Stanislav,

ich ruf da heute an und frag nach.

Ob ihr einen Borg (kastrierter Eber) oder eine Sau dazu nehmt ist eigentlich egal. Am besten jedoch ein Schwein in ca dem gleichen Alter. Schick mir doch mal Deine Telefonnummer oder Mail Adresse, dann kann ich Dir die Antwort direkt schicken bzw Bilder von anderen Schweinen in dem Alter.
Meine Mail Adresse wutzilla@gmail.com oder Du rufst mich an 06355 965761

Gruß
Silke

07.02.2017 12.42 | Sabine |
Moin

Ich musste meine "Festplatte" erst mal entstauben und versuchen auf den neuesten Stand zu bringen. In Sachen Rotlauf, versteht sich. ;)
Dabei habe ich festgestellt, das es eine ständige Impfkommision jetzt sogar für die Tiermedizin gibt, analog zur Humanmedizin. :up: ( https://www.tieraerzteverband.de/bpt/berufspolitik/Impfkommission/03-i
ndex.php )
Ich habe keine Empfehlungen gefunden, wann und wie lange geimpft werden sollte. Vielleicht habe ich aber nur die falschen Suchworte verwendet. :sz:
Und ich möchte in Erinnerung rufen, das Rotlauf nicht nur beim Schwein vorkommt, sondern auch bei einigen anderen Tieren...und, ganz wichtig, es ist eine Zoonose. Das heisst, auch der Mensch kann daran erkranken.
Hier nochmal ein Link: https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierseuchen/uebersicht-seuc
hen/alle-tierseuchen/Rotlauf.html

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten das zwei meiner Schweine mal Rotlauf hatten. Johannes mit zwei Jahren und Blue mit fünf Jahren. (Also nicht nur Kinderkrankheit). ;)
Beide hatten die akute Form, waren schnell sehr krank, konnten durch Antibiotikagabe geheilt werden.
Beides waren Normalschweine, bei den Minis hatte ich es nie. Mir sind aber Fälle bei Minis bekannt, viele davon gingen nicht gut aus.
Wenn impfen, dann jedes halbe Jahr, denn länger wirkt der Impfstoff nicht.
Es gibt zwei Formen von Rotlauf, die akute und die chronische. Gegen den chronischen Verlauf hilft der Impfstoff nicht.

07.02.2017 14.29 | Peter |
Aus Deiner zweiten Quelle hier einmal ein Zitat:

Impfstoffe gegen die Krankheit existieren. Sie bieten jedoch keinen Schutz gegen den chronischen Verlauf der Krankheit und können Gelenkentzündungen sogar begünstigen.

Öööhm, womit hat die Mehrzahl der (Hobby-)Schweinehalter bei den Rüsseln eher zu kämpfen? Richtig, mit schmerzhaften Arthrosen, die dann wiederum mit entsprechenden Präparaten behandelt werden.

Wenn ich diese Infos jetzt einmal für mich zusammenfasse, heißt das:
- Ja, impfen ist möglich, aber eine tatsächliche Immunisierung findet nicht statt.
- Der Erreger ist sehr zäh und überlebt auch in gesalzenen, gepökelten oder geräucherten Lebensmitteln tierischer Herkunft sowie inTiermehlen, im Boden bei Kälte und hoher Feuchtigkeit für mehrere Monate, die Wiederinfektionsgefahr ist also erheblich.
- Der Erreger ist weltweit verbreitet.
- 20-50 % (also die Hälfte) aller Schweine und zahlreiche andere Tierarten scheiden den Erreger über Kot, Urin und weitere Ausscheidungen aus.
- Ich gebe dann also halbjährlich Geld aus, setze meine Nasen dem Stress der Impfung (mit Fixierung, Rüsselschlinge usw.) aus, ohne einen dauerhaften Nutzen davon zu haben??

Sorry, ich schrieb es oben schon, ich bin kein Tierarzt, aber bislang habe ich das "Aha, darum"-Erlebnis noch nicht wahrgenommen.

Wir achten auf entsprechende präventive Hygienemaßnahmen und sehr genau auf das, was wir verfüttern. Ferner ist unser Bestand ein geschlossener ohne fortwährende Zu- und Abgänge - was natürlich kein absolutes Allheilmittel gegen einen zufälligen Fremdeintrag darstellt. Aber ich lerne gern dazu...

17.02.2017 08.35 | Tobias |
Moin zusammen!

Gibt es zu dem Thema schon eine tierärztliche Stellungnahme inzwischen?

17.02.2017 08.38 | Silke (wutzwutz) |
Aus Hannover nur bitte etwas Geduld, grad viele Notfälle aber kommt noch

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