[BotIndex] [««] Erfahrungen zu Minischweinbache, Rausche und Wildschweineber  

18.11.2016 17.53 | Sabrina | Erfahrungen zu Minischweinbache, Rausche und Wildschweineber
Hallo an Alle.

Ich bin neu unter den Minischweinhaltern, finde dieses Forum wirklich klasse und habe schon einige meiner Fragen durch reines Stöbern klären können. Meine beiden Mädels heißen Miss Piggy und Lady Kermit und sind ca. 4 Jahre alt. Wir haben sie von einem Privathalter mit zu wenig Zeit und Platz vor 3 Monaten übernommen. Sie leben zusammen mit unseren Hühnern in einem ca. 300 m2 großen Gehege, schlafen in ihrer Gartenhütte, fressen hauptsächlich Obst und Gemüse und üben mit mir schon fleißig einige Tricks wie Sitz, Slalom Laufen usw.


Miss Piggy, die Rang höhere der beiden, zeigt in ihrer Rausche die "üblichen" Verhaltensauffälligkeiten ( leicht aggressiv und aufdringlich, läuft am Zaun auf und ab, möchte ausbrechen), die bisher sehr regelmäßig alle 3 Wochen kommt. Bei Lady Kermit merke ich nichts von der Rausche. Den Tipp mit dem Mönchspfeffer habe ich bereits gefunden und werde ihn auch ausprobieren.
Da wir relativ nah an einem Wald wohnen macht mir aber noch etwas anderes Sorgen:

Könnte es passieren, dass die Rausche meiner Mädels einen Wildschweineber aus dem Wald anlockt? Ich habe kleine Kinder und fände das wirklich gefährlich, selbst wenn er es nicht schaffen sollte in das Gehege einzudringen.

Hat jemand bereits Erfahrung mit Besuch aus dem Wald?

Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe!

18.11.2016 20.51 | Silke (wutzwutz) |
Möglich ist das, aber nur zu Uhrzeiten wo Deine Kinder eher nicht mehr draußen sind. Die Anwesenheit, auch wenn Du ihn nicht siehst würdest Du riechen. Riecht kräftig nach Liebstöckel. Wichtig ist ein stabiler Zaun sonst hast Du Mehrschweine :D

19.11.2016 09.46 | Sabrina |
Hallo Silke,
heißt das, dass du schon einmal Wildschweine bei dir gesehen oder gerochen hast? Mein Tierarzt mit 20 Jahren Schweineerfahrung hält mich für total paranoid und ist der Meinung, dass Wildschweine viel zu scheu sind, um sich Wohnhäusern zu nähern.

19.11.2016 10.10 | Sabine |
Moin Sabrina

Oho, hat dein TA mal sein Auge Richtung Berlin geworfen? Dort stehen die Wildschweine in Gärten und an Hauptverkehrsstrassen. ;)
Damit liegst du gar nicht verkehrt. Und bei ner rauschigen Sau ist es dem Wildschweineber völlig wumpe das das nicht zur Familie gehört...da zählt nur Fortpflanzung. Triebgesteuert, so ist Natur. :D

Gut, die Berliner Wildschweine haben einen anderen Grund dafür, aber wie gesagt, Arterhaltung ist genauso wichtig.
Ein guter stabiler Zaun ist wichtig, wenn man Sauen hat und Wildschweine in der Umgebung hat. ;)

22.11.2016 15.33 | sternschnuppe |
ich kann auch bestätigen,dass wildschweine sich dem gehege nähern können, wenn man in einer dementsprechenden umgebung wohnt. (und zwar nicht nur während der rausche.auch aus reinem interesse an den artgenossen,wenn die wildschweine bei ihrer nächtlichen nahrungssuche zufällig an eurem gehege vorbei kommen.)
ein wirklich stabiler zaun hilft.dann kann nichts passieren.wichtig ist aber,dass dieser auf jeden fall hoch genug ist,denn wildschweine können sehr hoch springen,wenn sie wollen.und natürlich auch so weit in den erdboden eingegraben,dass ein durchgraben unmöglich ist. (mindestrns 30 bis 40 cm tief.)
du erkennst aber, an nächtlichen, deutlichen wühlspuren,ob sich überhaupt wildschweine bei dir in der nähe des grundstücks herumtreiben.außerdem schmieren die "interessierten" eber speichelschaum an baumstämme.
wir wohnen auch direkt am wald und halten zwei zahme wildschweinbachen und einen sehr betagten hängenauch borg.
hier sind oft fremde wildschweine.mit dem richtigen zaun gibt es aber keine probleme.

22.11.2016 16.37 | Sabrina |
Vielen Dank für die Infos. Dann ist mein Gehege vor hoch motivierten Wildschweine schon mal nicht ausreichend geschützt. Ich werde mit einigen zusätzlichen Stromlitzen nachbessern. Gestern habe ich auf einer Wiese ca. 1 km von uns entfernt Wühlspuren gesehen...

22.11.2016 20.52 | sternschnuppe |
klar,strom kannst du probieren.
bei uns hat das nichts gebracht,obwohl wir einen speziellen stromzaun zur abwehr von wildschweinen gekauft haben.stella ist in höchster erregung einfach durchgebrochen. (wir haben immer wieder probleme mit ihr bzgl weglaufen wollen,wenn sie im winter rauscht.bei der anderen lady zum glück nicht.bürste wird in der rausche nur sehr liebesbedürftig und schmusig.)
wir haben jetzt einen doppelzaun aus eingegrabenen baustahlmatten, die mit dicken krampen an balken in einschlaghülsen befestigt sind.zusätzlich gesichert der länge nach mit einschlagnägeln.)
wichtig ist,dass der zaun wirklich hoch genug ist!
auch einen doppelzaun würde ich dir dringend empfehlen, fals du ihn nicht ohnehin schon als auflage vom vet.amt hast.
aus meiner erfahrung heraus finde ich spuren in 1km entfernung noch nicht ganz so bedenklich.das ist schon noch ein ganzes stück weg.
aber du hast recht,wenn du auf nummer sicher gehen willst,ist es besser deinen zaun zu stabilisieren.
bei uns ist die heftigste zeit dez,jan und febr.
aber die erste leichte rausche hatten wir schon vor ein paar tagen. (wildschweine rauschen nicht so regelmäßig wie die anderen rüsselnasen.wenn die leitbache der rotte am leben ist,hauptsächlich im winter.) ich nehme mal an,dass in dieser zeit auch die keiler hormonell ganz besonders aktiv sind.
mich erstaunt immer wieder,wie unglaublich stark und wendig wildschweine sein können,wenn sie - aus welchem grund auch immer - aufgeregt oder verschreckt sind.und eben, wie hoch sie springen können!
das musst du beim zaunbau bedenken.er MUSS wirklich stabil sein!
wir haben am anfang so einiges an lehrgeld in sachen zaunbau gezahlt.😉

[BotIndex] [««] [Original-Thread]  

BotFood V1.3 by Utopia

Views heute: 12.256 | Views gestern: 127.498 | Views gesamt: 372.642.328