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06.03.2016 16.08 | Niralja | Das 5erPack
Huhu!

Nun hatte ich einige Monate Ruhe im ehemaligen Schweingehege des Tierheims.
Aber seit gestern haben wir 5 neue Minischweine aus einem Wurf von ursprünglich 13.
Da ich letztes Jahr unsere Seniorenschweine (R.I.P. 5.11.) schon betreut habe, obliegt natürlich mir die glanzvolle, ehrenamtliche Aufgabe, die Süßen zu betreuen und darauf freue ich mich schon sehr!

Sie sind 9 Monate alt. 3 Sauen und zwei Eber (beide schon kastriert).
Namen müssen auch noch gefunden werden und ich bin nicht gut in der Namensgebung.
Mal gucken, ob der Dateiupload mit Bild funktioniert, ich weiß nicht, wie man die Bilder direkt einfügt.

Momentan müssen die 5 sich noch eingewöhnen und ich werde nächste Woche die Gelegenheit nutzen, mich auch mit ihnen bekannt zu machen und schauen, in welchem (körperlichen) Zustand sie so sind.
Die Gewöhnung an den Clicker habe ich erst später vor.


Aber eine Frage stellt sich mir noch, als eher geringfügig Erfahrene:
Gibt es bei solch jungen Tieren noch irgendwas besonderes zu beachten?
Und Namensvorschläge werden auch gern angenommen =)

06.03.2016 19.44 | Silke (wutzwutz) |
Hallo,

Schön daß Du die Aufgabe übernimmst! Die Damen und Herren sind jung und werden wenn die Angst sich gelegt hat schnell allen möglichen Unfug anstellen. Das este was Du machen kannst ist viel Beschäftigen, dann steht dem zufriedenen Leben nichts im Weg.

Gruß Silke

07.03.2016 08.38 | Sabine |
Moin

Sag mal, die fünf sind ja noch jung. Sollen die bei euch bleiben, oder vermittelt werden?

08.03.2016 21.08 | Niralja |
Wenn sie sich an Menschen gewöhnt haben, sollen sie vermittelt werden, ja. Wenns soweit ist, würde ich im entsprechenden Forenbereich hier einen Aufruf starten, dass sie zu haben sind :)
Wir suchen derzeit auch noch Paten für die Kleinen.

08.03.2016 21.36 | Niralja |
Sorry für den Doppelpost.

Ich schaue gerade alle Adressen zu euren Futterquellen durch und stelle mir die Frage:

Wieviel und vor allem wie oft sollen/dürfen die Kleinen gefüttert werden? Gewogen wurden sie noch nicht, aber die haben bestimmt schon ihre 30kg Lebendgewicht, denke ich.

Ich wollte fragen, ob es eine Faustformel zur Berechnung gibt, wobei ich gerade gefunden habe, dass man sich wohl an 1-2% des Körpergewichts zu halten scheint. Stimmt das so?

Was ich noch erwähnen will: Nebenher werden sie in Zukunft wohl auch wieder von Futterspenden in Form von Gemüse und Obst nebenher versorgt und wenn da mal eine Ladung rein kommt, gibts echt ordentliche Portionen.

24.08.2016 14.06 | Niralja |
SOOOOOO...ich dachte mal, ich gebe ein paar neue Impressionen über das Leben der fünf kleinen Rabauken!
Fotos hab ich jetzt extern hochgeladen weil das gerade einfacher war und keine Qualitätseinbuße gibt.

Mittlerweile haben sie sich nach einem halben Jahr gut eingelebt.
Das Clickertraining ist ausgesprochen erfolgreich und ich habe jede Woche immer wieder köstlichen Spaß mit den Fettis. Ich bin derzeit 2x die Woche im Tierheim und trainiere und kraule und quatsch mit den Süßen.
Selbst die eingefleischten Bürohengste des Tierheims, die nie ihren Platz verlassen, sehe ich auf einmal öfter zum füttern und ich bin schon zwei Jahre da.

Es gibt Paten, die je ein Schwein finanziell unterstützen und sie waren auch Namensgeber.

Da sind:
Trüffel
http://img4web.com/view/JV254

Fredderick
http://img4web.com/view/SQHB3

Urmel
http://img4web.com/view/XGPGKU

Muffin
http://img4web.com/view/31U5EV

Wutzigunde, Freifrau von Lübbe (ohne Witz!)
http://img4web.com/view/M9373X


Ich habe schnell festgestellt, dass sie offenbar nie wirklich Kontakt mit Menschen gehabt haben müssen..und wenn doch, dann sehr negativen.
Anfassen und näher kommen ging anfangs überhaupt nicht, also habe ich sie erst einmal an meine Gegenwart gewöhnt..nach 3-4 Wochen war das schon weniger ein Problem und irgendwann liefen sie nicht mehr fort, so dass ich ein paar erste Übungen anfangen konnte mit dem Clicker.
Das Wichtigste war vor allem: Näherkommen und berühren dürfen. Das hat wiiiiiirklich gedauert. Außerdem gab es ein einziges Chaos und Gebrülle beim Fressen.

Urmel ist meine Musterschülerin. Sie hat am schnellsten Vertrauen gefasst und weicht mir fast gar nicht mehr von der Seite, wenn ich da bin.
Schuhe wechseln? Da muss man gucken! Ganz dicht! Direkt an die Füße! Und Grunzen! Wasser frisch machen? Auch gucken! Suhle und Strandmuschel auffrischen? Unbedingt hin und mit der Nase direkt an meinen Beinen hängen! Vorbereiten fürs Spielen? Direkt mal hinter Frau stellen und Nase wieder ans Bein halten, so dass ich jedes Mal beinahe über das arme Schwein falle :D
Urmel ist diejenige, bei der ich nach 3 Monaten schon den Bauch kraulen durfte. Einen Monat später war das aber toootal out und ich musste mich hinter sie stellen und ihr den Hintern kraulen. Und dabei am besten auch den Bauch, bis ich mit dem Gesicht schon den Schweinearsch geknutscht habe dabei. Sie will permanent Aufmerksamkeit. Am besten in Zusammenhang mit Rosinen.

Fredderick hat sehr schnell seine Stimme entdeckt und als er anfing, ein helles, jämmerlich-weinendes Quietschen von sich zu geben, wurde die ganze Gruppe viel kommunikativer und lauter. Heutzutage bekomme ich immer ein gemütliches Gruppengrunzen zu hören wenn ich komme.
Aber er..er "jammert" immer. Wenns Futter gibt, wenn er Rosinen nascht, wenn er keine nascht...immer!
Er ist echt ein kleiner Schisser und meinem Empfinden nach noch der Unreifste. Er braucht am längsten um die Übungen zu verstehen.

Muffin. Der beste Rosinentaucher ever. Die meisten Clickerübungen entstehen aus einer spontanen Idee und Intuition. Genau wie diese hier. Und Muffin war der neugierigste, als es diese interessante neue Strandmuschel gab. Er steckte die Schnauze ins Wasser und ich dachte mir: heey, sehr gut..so kriege ich ihn sicher zum Baden bei 35° Hitze! Hielt die Hand mit Rosinen ins Wasser..das Schwein langte rein. Und irgendwann warf ich sie hinein und er musste sie vom Grund sammeln.
Ich wusste nicht, dass ein Schwein so wahnsinnig energisch und motiviert Dinge im Wasser suchen kann. Er wollte einfach nicht mehr aufhören. Das Schwein blubberte und taucht fast mit dem ganzen Gesicht unter. Und wenn er lang gesucht und nichts mehr gefunden hat, kommt er zu mir und sieht mich triefnass an, damit ich wieder was hinein werfe.
Ich habe das den anderen Schweinen ebenfalls schnell beibringen können und seitdem sind alle sofort happy und zur Stelle, wenn es mal wieder leise *plitsch* macht. Mittlerweile steckt Muffin die Nase auch schon vorher hinein, um zu sagen: los..ich will suchen!
http://img4web.com/view/VWRTSC

Wutzi. Am Anfang irgendwie zickig und schwierig..und biss mir kräftig in den Daumen. Halleluja tat das weh. Also hab ich stramm mit ihr weiter geübt. Seitdem schlabbert sie mir seeeeehr vorsichtig die Rosinen aus der Hand.
Leider scheint sie zurzeit eher mehr ängstlich zu sein. Lässt sich auch gar nicht so gern anfassen von mir, außer es sieht keiner zu oder wir spielen. Aber meistens hat sie doch schiss vor mir und ich weiß nicht so recht wieso. Leider ist es so, dass Clickertraining mit allen fünf gleichzeitig super anstrengend ist und ich schneller Pausen brauche als die Fettis selbst. Mit den zwei alten Rentnerschweinen vorher war das stressfrei, aber jetzt..puh. Da muss ich ständig aufpassen, dass keines zu kurz kommt. Aber da wir davon sprechen..es fehlt ein letztes Charakterschwein..

...Trüffel! Gern und viel von allen anderen gemobbt. Kein Selbstvertrauen, totale Angst und meistens stand sie allein für sich oder weiter weg von den anderen. Ein sehr trauriger Anblick. Und sie ließ sich selbst von Schisser-Freddy verscheuchen. Eigentlich von allem was sich bewegt hat. Die süße ist zwar auch seeehr neugierig aber hatte mehr Angst als alles andere. Aber so einen Fall hatte ich bereits und wusste schon, was zu tun war. Noch meeeehr und viel Liebe und viel Zuneigung und Zusprache <3
Momentan bin ich auch sehr glücklich mit ihr. Anfassen war früher ein absolutes NoGo und immer wieder lief sie trotz der feinen Rosinenbestechung weg und nörgelte oder fiepte. Jetzt kommt sie immer wieder von selbst auf mich zu und schaut mich an. Ich darf ihr den Nacken für einige Zeit kraulen und sie läuft nicht mehr fort, wenn sie liegt und mich sieht. War eine sagenhaft große Überraschung, als sie letzte Woche liegen blieb und ich sie ganz sanft an der Flanke berühren durfte.
Eine Stunde später habe ich es nochmal versucht als sie bei mir stand und ihr sanft den Bauch gestreichelt. Und zack lag das Schwein um! Man war ich happy!! :yesss: Sie mag es zwar nie sonderlich lang, aber es war nach einem halben Jahr doch ein super Durchbruch! Gestern konnte ich das gleiche wieder tun, bis sie sich aufgesetzt hat und mir fast schon zu einem Knutscher die Steckdose hingereckt hat und ich das gleiche tat. In diesem Moment wurde sogar ein Foto gemacht: http://img4web.com/view/FG57R3
Ich hab mich so sehr gefreut!
Mittlerweile traut sie sich auch schon ganz schön was, verscheucht mal die anderen oder versucht meinen Rucksack zu entern, ohne sich an dem Klatscher von mir auf ihren Po abbringen zu lassen.

Langsam sind sie ganz schön frech, aber bisher hat noch keiner nach mir gezwackt oder geschnappt und wenn ich sage "Komm", kommt meistens fast der ganze Haufen hinterher und folgt mir durchs Gehege. Ball rollen und bestimmte Dinge auf Kommando berühren geht auch schon wunderbar. Und ich darf jedem Schwein sogar ins Gesicht und unter die Schnauze fassen, ohne dass mir Klagen kommen! Über die Augen streicheln und mal eines zuhalten funktioniert genauso gut und auch das Fummeln an den Ohr(mark)en.
Jedes Mal immer wieder schön, wie sie sehr gechillt im Gehege liegen und das mittlerweile sogar mehr verteilt als in der Gruppe.
http://img4web.com/view/MZ26TV
Außerdem wird jetzt beim spielen und beim Fressen wenn ich da bin in Reih und Glied gestanden und jeder wartet bis er seine Portion kriegt, anstatt sie dem anderen sofort abzunehmen,hah!
Sieht manchmal schon sehr schick aus, die Schweineformation.

Damit ende ich auch erst mal mit meinem Roman--äh Zwischenbericht und hoffe, dass ich damit auch den Lesern eine kleine Freude machen kann.
Ich erzähls jedenfalls immer wieder gern! :hinterher:

PS: leider haben derzeit alle Schweine ihre Borsten verloren. Die Pfleger sagen, das liegt an der Hitze.
Die Stoppeln wachsen zwar wieder, aber die Haut ist so furchtbar schlecht bei allen :(

edit:
hier gibts die ganze Galerie mit noch mehr Impressionen:
http://img4web.com/g/R7UKH

24.08.2016 20.18 | Tobias |
Sehr schöner Bericht! Du hast deine Rotte gut im Griff. :)

Soweit ich weiß, machen Minis regelmäßig jedes Jahr Teil- oder auch Vollkleidwechsel. Unsere zwei waren auch vor kurzem komplett nackt. Inzwischen erkennt man aber schon wieder, dass sie eigentlich beborstet sind.
Was ist denn mit der Haut von den Borstis? Schuppig?

25.08.2016 12.28 | Barbara |
Toller Bericht und schöne Bilder :up:

Was für eine coole "Schweine-Charakterbande" du da hast :D,
Nach Deinen Beschreibungen meint man, jedes schon ganz genau zu kennen.
Ein schönes Beispiel, wie unterschiedlich unserer Rüssels sein können.


Viele Grüsse und weiterhin alle Gute für die Bande
Barbara

26.08.2016 18.38 | Niralja |
Danke, danke :) Macht auch echt sooo viel Spaß mit den Süßen. Fast jede Woche gibts "Fortschritte" und ich werde mit mehr Vertrauen belohnt.

Das mit dem Vollkleidwechsel wusste ich noch nicht. Ich kannte nur die zwei Seniorenschweine die vorher im Tierheim waren, die hatten nur noch partiell Borsten und die hatten sie eigentlich das ganze Jahr über.

Als Stoppeln wachsen die Borsten schon wieder nach, aber durch die Hitze und den Borstenkahlschlag haben jetzt alle eine richtig trockene, schuppige und unschöne Haut.
Ich verpasse ihnen immer Schlammpackungen auf dem Rücken wenn es zu warm ist und sie es zumindest ein bisschen zulassen - so ganz cool finden die das gar nicht.
Aber gestern hat sich wenigstens Urmel endlich mal im Schlamm gewälzt.

Ich sehe nämlich nie, dass sie sich mal wälzen und Hautpflege betreiben. Sie trampeln nur gerne im Matsch herum. Aber die Pfleger meinen, dass sie auch ab und zu ohne mich Schlamm an der Schwarte haben 8o :D

Sonst hätte ich euch irgendwann fragen müssen, wie ich ein Schwein, dass sich noch nicht vor mir hinlegt, dazu kriege, sich zu suhlen.

26.08.2016 19.39 | Sabine |
Moin

:D Gar nicht.
Wenn die das Bedürfnis haben, machen die das schon.
Denk dran, die sind noch jung. Wenn wir schon schwitzend überm Zaun hängen, finden die das noch ok.
Stichwort höherer Temperaturbedarf. ;)

28.08.2016 19.26 | Niralja |
Original von Sabine
Wenn wir schon schwitzend überm Zaun hängen, finden die das noch ok.
Stichwort höherer Temperaturbedarf. ;)

Achsooo? :o wieder was gelernt! Dachte, die überhitzen vielleicht schneller, weil es zweien nämlich vor ein paar Wochen gar nicht so gut ging bei der Hitze.
Und ich Esel fahr noch außerplanmäßig bei 40° im Schatten mit dem Rad schnell ins Tierheim um besorgt nach den Fettis zu sehen und wunder mich, wieso es denen viel besser als mir geht!
Wobei den Rentnerschweinen damals auch gern bei 35° eingefallen ist, uuunbedingt mit mir spielen zu wollen.. Genau dann, wenn ich mir gewünscht habe, dass sie doch lieber gemütlich faul herumliegen können, haha.

29.08.2016 08.09 | Tobias |
Bekommen die fünf regelmäßig eine Wurm-/Räudemilbenkur? Ansonsten gebe ich unsern beiden immer einen Löffel Olivenöl ins Futter. Hab mal gelesen, das soll gut für die Haut sein. Jedenfalls sind unsere seither schuppenfrei.

30.08.2016 21.57 | Niralja |
Das ist eine gute Frage, da muss ich nachforschen. Ich weiß zumindest, dass die vorherigen Schweine immer eine regelmäßige Behandlung bekommen haben.
Das mit dem Olivenöl muss ich auch mal probieren 8o

Mit dem Tierarzt dort hab ich bisher immer guten Kontakt gehabt. Ich werde mit ihm auch bald das Klauenschneiden angehen und die "Biermethode" anwenden, von der ich hier im Forum schon so viel gelesen habe und die scheinbar immer gut funktioniert hat, wenn das Schwein einen noch nicht von sich aus an die Klauen lässt.
Vielleicht macht der Tierarzt dann diese Ungezieferkur gleich mit, wenn sie dann hoffentlich besoffen vor sich hin schlummern.
Hat noch jemand ein paar Biersortentipps? Ich bin kein wirklicher Biertrinker und hab da echt null Schimmer. Und ich weiß eh nicht was, außer pappsüß, das gängige Minischwein so ansprechen könnte.
Ich hatte da so an Schwarzbier gedacht. Das ist jedenfalls nicht so schrecklich bitter (und Bier ist die bessere Alternative zu dem üblichen Verfahren dass sonst früher angewendet wurde, dass ich zum Glück selbst nur aus Erzählungen kenne. Da schauderts mich echt).

Und dann hoffe ich, dass dann bald die betonierten Futterplätze eingerichtet werden, damit das Klauenschneiden vielleicht nächstes Jahr nicht mehr Vonnöten sein muss :]

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