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09.08.2014 09.27 | Peter | Russisches Importverbot als Chance
Moin zusammen.

Ich lade Euch zu einem Gedankenaustausch zu folgender These ein:

Das als Reaktion auf die EU-Sanktionen verhängte russische Importverbot für u.a. deutsches Fleisch stellt eine Chance für ein intensiveres Nachdenken über die Massen"produktion" von billigem Fleisch im Übermaß dar.

Ein bedeutender Absatzmarkt für das industriell "produzierte" Fleisch fällt für eine gewisse Zeit weg und bringt damit die am Herstellungsprozess beteiligten Menschen in Bedrängnis.

Es werden also wahrscheinlich noch mehr Tiere als sonst einen sinnlosen Tod sterben, um dann entsorgt zu werden.

Ein Rückbau der vorhandenen Überkapazitäten wäre schon lange eher angebracht gewesen, als das konzentrierende Wachstum einzelner Grossbetriebe zu Lasten der eigentlichen Landwirtschaft.

Nun wird nach alternativen Absatzmärkten gesucht, um den Überhang an Fleisch auch künftig verramschen zu können.

Unter welchen Bedingungen diese "Produktion" teilweise stattfindet, zeigt der aktuell in den Medien präsente "EDEKA-Gutfleisch"-Skandal.

Weniger ist mehr, das mag sowohl für den Konsum wie auch für die "hergestellte " Menge gelten - auch wenn es einigen Produzenten Umsatzeinbussen beschert.

Ich bin gespannt auf Eure Sicht der Dinge.

09.08.2014 12.09 | Loni |
Ein wehmütiges Lob für den Metzger an der Ecke, der von der Industrie an die Wand gedrängt wurde.
Das Fleisch war frisch und es gabs nur ein oder zweimal die Woche. Trotzdem sind wir satt geworden und die Fleischproduktion hat nicht so viel Tierleid gebracht.

09.08.2014 16.38 | sternschnuppe |
natürlich kann man hoffen..............
aber ich befürchte, dass der fleischüberhang entweder entsorgt, also weggeschmissen wird oder halbvergammelt nach afrika verkauft wird und dort die kleinen heimischen betriebe kaputt macht. siehe: hähnchen.

auch berichte, wie der von gut fleisch, sind ja leider nichts neues.
ich denke, alles ist nach kurzer empörung schnell wieder vergessen und endet spätestens bei der nächsten einladung zum grillen.

es ist tröstlich, dass immer mehr menschen immer häufiger vegetarisch oder vegan essen. nach dem motto: steter tropfen höhlt den stein.
obwohl ich persönlich befürchte, dass der momentane veganhype so eine attila abnehm modeerscheinung ist.

ein wirkliches problem sehe ich in den preisen der fleischersatznahrung.
wie sollen sich normalverdiener oder gar geringverdiener oder harz 4 empfänger so etwas leisten können. da wird vielleicht schwere körperliche arbeit geleistet und proteine benötigt.
solange die wirtschaft billigfleisch auf den markt wirft, dass weniger kostet, als ein beutel tomaten......wie soll sich da was ändern??

vielleicht ist es annähernd realistisch, zu hoffen, dass die menschen durch häufige fleischskandale beginnen, ihren fleischkonsum zu reduzier und dafür auf fleisch von "glücklichen" Tieren zurückgreifen.

ich bin mir da aber wirklich nicht sicher..............

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