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14.07.2014 15.36 | mitsch666 | Pupillen zeigen stark nach innen, fast blind?!
Guten Tag!
Ich bin neu hier im Forum und würde mich über hilfreiche Ratschläge sehr freuen.
Wir haben 2 Minischweine, Gloria (11 Monate)und Franz Josef (9 Monate). Franz Josef hat schon immer ein bisschen den Eindruck gemacht, als ob er zur Nase hin schielen würde. Nur leider wurde dies beim Wachstum immer schlimmer.
Mittlerweile sieht man an der Innenseite beider Augen nur noch ein kleines Stückchen seiner Pupillen.
Unser örtlicher Tierarzt meinte, dass das Schwein fast blind sei, aber es sich ja nur um ein Schwein handle und man da nichts machen kann.
Mit dieser Aussage will ich mich eigentlich nicht zufrieden geben, zumal ja der Kleine noch nicht mal ein Jahr alt ist.

Nun meine Frage, hatte jemand schon einmal ähnliche Probleme, bzw. weiß jemand woher so etwas kommen kann oder noch besser was man dagegen unternehmen kann??

Vielen lieben Dank für eure Hilfe.

14.07.2014 19.10 | Sabine |
Moin Mitsch

Das ist eine Fehlstellung der Augen die in der Humanmedizn gut operiert werden kann.
Bitte suche dir aus unserer Tierarzt-Liste die Telefonnumer der TiHo Hannover raus und rufe da mal an. Ich vermute das die das operieren können. ;)

16.07.2014 10.57 | birko |
Hallo,

aus eigener Erfahrung kann ich leider die Tiho-Hannover uneingeschränkt empfehlen. Sie sind alle wirklich sehr nett dort und behandeln Dein Schwein sicher nicht wie ein Nutztier.

16.07.2014 11.34 | mitsch666 |
Vielen Dank schon einmal für die guten Tipps.
Leider wohne ich mitten in Bayern, daher würde für mich dann fast nur die Tieraugenheilkunde-Franken in Nürnberg in Frage kommen.

Ich habe bisher allerdings im ganzen Internet noch nichts gefunden, dass eine Fehlstellung der Augen jemals bei Tieren korrigiert wurde?!

Hat hier zufällig jemand schon einmal Erfahrungen damit gemacht?

16.07.2014 12.24 | Nicole |
Wende Dich doch mal an Herrn Dr. Rainer von der Uni Gießen. Er ist sehr kompetent und hilfsbereit. Ob er damit Erfahrung hat kann ich natürlich leider nicht beurteilen. Auch Gießen wäre sicherlich ein schönes Stück von Euch entfernt, aber ich würde Dir trotzdem empfehlen Dich für Hannover oder Gießen zu entscheiden.

Ich würde aber auch erst versuchen zu klären, ob eine OP unbedingt nötig ist. Vielleicht kann er ja auch damit leben.

16.07.2014 12.42 | birko |
Vielleicht noch etwas zu der Sache allgemein (als fast Humanmediziner kann ich vielleicht ein bisschen was dazu sagen):

Dass beide Augen nach innen schielen ist sehr ungewöhnlich. Seit wann ist das so und schielen beide Augen gleich weit nach innen?

Normales Schielen (an einem Auge), korrigiert man entweder durch Abkleben des gesunden Auges oder durch eine OP, in dem man die Muskeln kürzt und so bewirkt, dass die Augen wieder gerade stehen.

Aber, was viele nicht wissen, ist, dass diese OP rein kosmetischen Charakter (zumindest beim Menschen hat). Wenn das Gehirn nie gelernt hat mit beiden Augen räumlich zu sehen, dann wird es das auch nach der OP nicht mehr lernen.
Wie es allerdings ist, wenn beide Augen so weit nach innen zeigen, dass die Pupille schon fast nicht mehr sichtbar ist, weiß ich nicht. Dann wäre vermutlich ein Nutzen vorhanden, bzw. zumindest das Sehen mit beiden Augen wieder möglich, auf das räumliche Sehen kann das Schwein ja vermutlich verzichten. ;)

In jedem Fall wird der Muskel, der die Augen nach außen blicken lässt, von einem eigenen Nerven versorgt (N. abducens). Da beide Augen nach innen zeigen, liegt vermutlich eine Schädigung des des N. abducens vor, dem 6. Hirnnerven. Man muss also auch daran denken, dass dieser Hirnnerv irgendwo auf dem Weg zu den beiden Augen geschädigt wurde, beim Menschen kann das verschiedene Gründe haben, beispielsweise ein Hirntumor, ein Schädelbasisbruch oder eine Hirnhautentzündung.

In jedem Fall müsste man also auch gucken, ob vielleicht eine solche Ursache vorliegt und für das beidseitige Schielen sorgt.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich gerne.

Viele Grüße!

16.07.2014 13.07 | mitsch666 |
Das Schielen wurde seit er nochmal einen Wachstumsschub gemacht hat erst so schlimm.
Es ist auf beiden Augen gleich schlimm.
Anfangs sah man noch etwa die halbe Pupille auf jeder Seite, aber jetzt sieht man nur noch ein ganz kleines Stück.
Als der örtliche Tierarzt hier war, versuchte er einen Reflextest (mit der Hand eine schnelle Bewegung in Richtung der Augen), aber er reagierte nicht darauf.

Dieser Tierarzt meinte dann eben, mann kann nichts machen.

Aber wenn es sich dann doch um eine ander Ursache handelt, dann denke ich wäre evtl mal eine weitere Untersuchung hinsichtlich Schädel oder Hirnhautentzündung sehr hilfreich?!

16.07.2014 13.22 | birko |
Eine Hirnhautentzündung wird es vermutlich nicht sein, zumindest jetzt nicht mehr. Es kann sein, dass er vielleicht eine hatte.

Dass es am Wachstum liegt, ist natürlich nicht auszuschließen, aber es wäre doch ungewöhnlich, da es ja auf beiden Augen gleich schlimm ist.

Auch sonst wirst Du die Ursache nicht finden können, dafür bräuchtest Du mindestens ein CT, eher ein MRT, sodass wohl nur eine OP bleibt und hoffen, dass er davon profitiert.

Wenn er erst 1 Jahr alt ist, solltet ihr jedoch keine Zeit verlieren. Ich weiß zwar nicht, wann Schweine ihr Wachstum abgeschlossen haben, aber bei Menschen sollte man ziemlich schnell handeln, wenn das Gehirn das Wachstum noch nicht eingestellt hat, denn sonst werden bestimmte Synpasen im Gehirn nicht ausgebildet und es könnte passieren, dass zwar die Augen wieder nach der OP gerade stehen, das Gehirn aber das Sehen nie richtig gelernt hat.

EDIT:
Versuch doch mal bitte mit einer hellen Lampe in die Augen zu leuchten und gucke, ob sich an der Pupillengröße etwas ändert. Ich hoffe das geht bei Schweinen überhaupt, bin wie gesagt kein Tierarzt. ;)


Viele Grüße!

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