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18.12.2013 09.08 | Silke (wutzwutz) | Bindungen
Ihr habt ja alle gelesen daß die Minis aus Carolinensiel jetzt bei mir sind. Ich hatte erst alle Hellen und 14 Tage später die Schwarzen geholt. Unter Carolinensiel habe ich ja bereits beschrieben, daß sich die Rotte sofort wieder erkannt hat. Eine Sache jedoch war besonders erwähnenswert und ich muss ehrlich sagen es hat mich tief berührt.

Athene die Leitsau der "Hellen" war ja schon recht zutraulich und scheint auch eins der ältesten Schweine zu sein. Bei den "Schwarzen" war ein Borg dabei der auch schon älter wirkte und auch zutraulich war. Er schien die Chefposition bei den Schwarzen zu haben.

Als er vom Hänger kam standen er und Athene sich ein paar Sekunden lang starr gegenüber, dann haben sie sich intensiv gegenseitig mit den Rüsselscheiben abgerüsselt. Das war so mit flach aufgesetzter Scheibe tief einatmen. Seite an Seite sind sie an den Trog haben gefressen und Seite an Seite ins Stroh. Da lagen sie so eng aneinander daß kein Papier mehr dazwischen gepasst hätte. Und so ist es seit dem geblieben.

Bei der Vermittlung werde ich ab jetzt stärker darauf achten solche Bindungen nach Möglichkeit nicht zu zerreissen. Sie haben mit etwas beigebracht!

Gruß
Silke

18.12.2013 09.47 | Sabine |
Moin Silke

Ich glaube, da haben wir ein "altes Ehepaar" wieder zusammen geführt. ;) :up:
Ich freue mich wie Bolle.

18.12.2013 11.16 | Doris | RE: Bindungen
Silke, darüber hatten wir ja schon gesprochen... Ich hatte dich auf der Heimfahrt ja schon "vorgewarnt" das so etwas garantiert auf dich zukommen wird :].
Ich durfte so eine Zusammenführung ja vor etwa sieben Jahren schon einmal erleben (mit den "Dreieicher Schweinen") und auch ich war damals zutiefst berührt so etwas miterleben zu dürfen! Diese Situation wird auch bis an mein Lebensende in meinem Kopf bleiben und darüber bin ich sehr froh! Dieses Erlebnis hat mich damals garantiert noch mehr zu Schweinen hingezogen und ich werde , ebenfalls bis zu meinem Lebensende, stehts alles, mir mögliche, tun um Schweinen zu helfen!!! Schweine sind einfach so sozial das sich da so mancher Mensch ein Beispiel daran nehmen sollte!

Ich freue mich wirklich sehr für dich das du so ein Erlebnis nun auch miterleben konntest :love:. Ein Familienbund den es bei uns Menschen kaum gibt! Schweine eben...

18.12.2013 12.08 | Ralf2 |
Hallo in die Runde,
eine schöne Geschichte, die so oder so ähnlich sicher schon
viele erlebt haben, die im Tierschutz aktiv sind. Es berührt uns
auf eine besondere Weise, gerade weil es so menschlich wirkt.
Und nicht - da muss ich Doris widersprechen - weil es diese Bindungen
bei Menschen nicht gäbe.
Ich für meinen Teil pflege sehr enge Bindungen zu meiner Familie,
auch zu den tierischen Mitgliedern.

18.12.2013 14.03 | Doris |
Und nicht - da muss ich Doris widersprechen - weil es diese Bindungen bei Menschen nicht gäbe.
Habe ich auch so gar nicht geschrieben!

18.12.2013 14.46 | Ralf2 |
"Ein Familienbund, den es bei uns Menschen kaum gibt"

Das darf man aber so verstehen, Doris.

18.12.2013 22.48 | Swanni |
Wenn sich Menschen freuen ist das etwas sehr sehr schönes und einem geht das Herz auf.

Freuen sich Tiere, ist das für mich immer etwas derart WAHRHAFTIGES, dieses Gefühl ist einfach unbeschreiblich.

Vielleicht, weil Tiere einfach nur wahrhaftig sind, so ähnlich wie ganz kleine Kinder.
Je älter Menschen werden, umso mehr geht diese Wahrhaftigkeit verloren.

Den Tieren bleibt sie erhalten. Wie sie das machen ist mir immer wieder ein Rätsel bei dem, was viele von ihnen erlebt haben.

Sie sind einfach wundervoll...

19.12.2013 01.41 | Silke (wutzwutz) |
Stimmt es ist sehr beeindruckend, daß Tiere bereit und in der Lage sind sich immer wieder auf Gefühlsmässige Bindungen einzulassen auch und vor allem mit Menschen. Oft liegen viele böse Erfahrungen in der Vergangenheit und die Tiere vergessen die auch nicht (kenne ich aus der Arbeit mit verhaltens auffälligen Hunden) sind aber dennoch bereit "von vorne anzufangen".

Aber ich denke damit hat die beschriebene Situation nicht wirklich was zu tun. Die Beiden waren wohl seit Jahren ein Paar und haben die 14 Tage Trennung nicht gut gefunden. Jetzt sind sie wieder zusammen.

Ich hoffe es bleibt noch eine ganze Zeit so denn seit heute Mittag macht der Borg mir ein wenig Sorgen. Ich werde aufmerksam sein und berichten.

Gruß
Silke

19.12.2013 09.46 | Doris | RE: Bindungen
Moin Silke,

:O ich hoffe sehr das es nur eine kurzzeitige "Unpässlichkeit" ist bei dem Borg! Nicht das er jetzt, wo er endlich artgerecht leben kann, aufgibt... Nein, nein, nein!!! Ich werde ganz fest meine Daumen drücken das es dem "netten Herrn" bald wieder sehr gut geht!!!

19.12.2013 20.47 | Daniela D. | RE: Bindungen
Silke,
bitte schreibe doch, wie geht es dem Borg?

20.12.2013 00.56 | Silke (wutzwutz) |
Ich weiß nicht so recht wie ich das einschätzen soll. Am Mittwoch Abend hat er nicht richtig gefressen aber am Donnerstag wieder mit Begeisterung.
Allerdings immer wenn er gefressen hat streckt er die Vorderbeine weit vor und macht Kaubewegungen. Immer so für 30-40 Sekunden dann ne Weile nichts dann wieder. Das geht 3-5 Mal dann ist es weg bis nach dem nächsten Essen.
Ob Ihm der Bauch weh tut? Wenn das Heute wieder ist muß meine TA her ich hoffe sie kann das deuten.

Gruß
Silke

20.12.2013 07.10 | Daniela D. |
Hört sich wirklich eigenartig an, ich drücke Euch die Daumen, das es nichts Schlimmes ist, endlich haben sie einen schönen Platz, hoffentlich auch die Zeit, diesen zu geniessen.

21.12.2013 00.42 | Kunibert |
Hallo Silke,

hört sich echt komisch an. Kann es sein das er Luft beim Essen mit rein zieht oder ihm steckt was im Hals? Bin gespannt ob es so vorbei geht und wenn nicht was deine Tierärztin diagnostiziert.
Drücke mal die Daumen das nichts ist.
LG
Ellen

21.12.2013 09.18 | Silke (wutzwutz) |
Gestern ist der alte Herr mir beim Misten ausgebüxt und hat mal in aller Ruhe den Hof erkundet. mDabei haben ihn weder die Hunde noch die Katzen auch nur ineressiert. Als ich dann beschloss er soll wieder rein, drehte er sich vor mir quer, stellte die Borsten, streckte sich, scharrte mit den Vorderbeinen und kaute. Ich habe den Verdacht es könnte Imponiergehabe sein. Also werd ich beobachten ob er das dann macht wenn ein anderes Schwein seinen persönlichen Kreis durchbricht, was ja nach dem Füttern eher vorkommt da sie da ja dichter beieinander sind. Wenn ja wäre das ja nicht krank. Drückt die Daumen!

Aber ist schon lustig wenn so ein kleiner Wichtel mich versucht zu beeindrucken. Musste mich schwer beherrschen um nicht zu lachen. Wollte ja seine Gefühle nicht verletzen.

21.12.2013 21.23 | Silke (wutzwutz) |
Also es ist kein Imponiergehabe. Es hängt deutlich mit dem Essen zusammen. Allerdings wird es weniger Heute Morgen einmal kurz und heut Abend gar nicht. Ich vermute er musste sich daran gewöhnen vernünftig gefüttert zu werden. Anfangs war es wohl für seinen Körper zuviel regelmäßig gefüttert zu werden aber er gewöhnt sich dran.

22.12.2013 17.57 | Doris |
Das leuchtet mir total ein! Man sagt ja auch nicht ohne Grund das man Tieren, die lange Zeit nicht genug gefüttert bekamen, keine große Portionen füttern sollte sondern öfters kleine... Sein Bäuchlein muss sich halt erst daran gewöhnen satt zu sein und kein Hungergegrummel mehr von sich zu geben :troest:...

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