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10.12.2013 07.53 | Muffel | Darum Schweine
Immer wieder wird hier im Forum geraten, sich SEHR SEHR gut zu überlegen, warum es denn ausgerechnet Schweine sein sollen, da es zweifellos andere Tiere gibt, die einfacher und mit weniger Aufwand zu halten sind. Das Schweine niedlich sind, reicht beim besten willen nicht aus. Ich danke euch dafür, dass ihr immer wieder darauf hinweist, denn als Tierfreund kommt die Kotze aus den Ohren, wenn ich sehe wie Tiere nicht Artgerecht gehalten werden.

Ich bin so frei und schreibe euch hier meine Gedanken dazu nieder.

Warum ausgerechnet Schweine?

Ich liebe alle Tiere. Aber manche passen einfach nicht zu mir.
Zum Beispiel Hunde. Ein Hund ist auf die ständige Begleitung, Bestätigung, Erziehung des Menschen angewiesen. Er dankt es einem mit unerschütterlicher Treue. Die Beziehung zwischen Hund und Mensch kann eine Tiefe erreichen, die für nicht-Hundehalter schwer nachzuvollziehen ist. Ein Hund fühlt mit dir. Immer.
Schön, aber das passt nicht zu mir.

Da lob ich mir meine Katzen.
Selbstverständlich sind auch sie angewiesen auf Futter, Pflege, einen guten Platz.
Aber wenn ich nachhause komme, schlechte Laune habe oder traurig bin, ist ihnen das so lang wie breit, sie wollen gefüttert und je nach ihrer Laune gestreichelt werden. Ansonsten machen sie Terror.
DAS liebe ich. Ein Tier mit SEHR eigenem Willen und der Fähigkeit, diesen durchzusetzen.
Mit allem was dazu gehört. Ich bin die Sorte Mensch, die darüber lachen kann, wenn ein Tier aus Trotz oder zum Spiel etwas kaputt macht. Ich stelle mir gerne vor, dass ein Tier seinen Menschen als Haustier sieht. Und wann immer ein Tier eine Trotz-aktion startet, dann um seinen Menschen zu erziehen. Ein Tier, das klar und deutlich zeigt was es will.

Und das Schwein ist so ein Tier. Korrigiert mich wenn ich falsch liege.
Wie bei ausnahmslos jedem anderen Lebewesen gibt es auch hier extrem unterschiedliche Charaktere. Verschmuste, verspielte, agressive, was weiss ich. Und sie fordern den Menschen. Jeden Tag. Ob der Mensch grad Bock hat oder nicht.
Und bei mir ist es so: Je weniger Bock ich hab, desto mehr brauche ich Menschen und Tiere um mich herum, die mich ablenken. Mich herausreissen aus der schlechten Stimmung. Arbeit und Turbulenzen verursachen. Jede Menge. Ein Tier, dass mich jeden Tag fordert, herausfordert, überrascht.

Schweine sind intelligent, eigensinnig, eigenwillig.
Kein Kadavergehorsam dem Menschen gegenüber, lieber ein liebevolles Ringen um die (gegenseitige) Erziehung. Das gefällt mir. Darum Schweine.
Und natürlich sind sie niedlich.

10.12.2013 08.30 | Silke (wutzwutz) |
Da kann ich Dir nur Zustimmen!
Ich habe Hunde, Katzen und Schweine. Ich kenne also alle Abstufungen der sozialen Interaktion.

Was Du jedoch bei den Schweinen noch nicht weisst (kommt erst wenn man welche hat) Sie haben auch eine fürsorgliche Seite. Meine wärmen mich wenn ich auf dem Boden liege, tragen den schweren Korg oder stellen sich als Stütze zur Verfügung wenn ich aufstehen will. Da ist einfach von allem etwas.

Natürlich haben sie auch hohe Erwartungen. Sie erwarten daß Du sie verstehst und wenn nicht wird Dir das sehr klar gemacht :grin:

Gruß
Silke

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