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04.12.2013 21.09 | Monstermini | Klauen und Bauchschürze
Hallo Ihr !

Wir haben bereits drei Tierärzte verschlissen und sind mit unseren Nerven am Ende.
Eigentlich die alte Geschichte: Wir haben aus relativ unsachgemäßer Zucht ein Minihängebauchschwein erworben. Es wuchs und wuchs, ist jetzt 7 Jahre alt und 150 Kg schwer.

Soweit alles kein Problem, wir habe einen sehr großen Hof. Weil die Kleine so schrecklich süß war (sie ist von Früh bis Abend mit uns auf dem Hof unterwegs) wurde sie nach Strich und Faden verzogen (unser Fehler).

Ergebnis : Die Pummelprinzessin hat keinerlei Respekt vor uns. Soweit auch kein Problem, wenn alles nach ihrem Kopf geht.
Inzwischen müssten allerdings ihre Klauen dringend geschnitten werden. Wir dürfen alles mit ihr machen, nur nicht an die Füße fassen.
Alle Versuche unsererseits sind bisher fehlgeschlagen, drei Tierärzte haben erfolglos versucht sie zu narkotisieren. (Der letzte saß 30 Minuten auf der Leiter zum Heuboden und wir mussten ihn befreien.) Wir haben es mit Alkohol versucht, nach 7 Doppelbock waren wir fertig und die Sau erst richtig gut drauf. Mittlerweile wissen wir uns keinen Rat mehr, da sie durch ihr Alter eine hängende Bauchschürze hat und mit ihren zu langen Klauen ständig darauf tritt.

Wir würden ihr so gerne helfen, aber unsere ortsansässigen Tierärzte unterstützen uns nicht mehr, da sie das Tier für gefährlich halten. Dabei stimmt das so nicht, sie ist nur bei Fremden sehr argwöhnisch.
Weiss irgendjemand noch einen Rat ?
Alkohol scheint bei ihr nicht zu wirken und als sie den letzten Tierarzt auf den Heuboden gejagt hat, hatte sie die 4-fache zulässige Dosis des Narkosemittels intus.

Letzter Rat des Tierarztes : wir sollen sie erschiessen lassen. Wir können doch kein völlig gesundes Tier nur wegen zu langer Klauen erschiessen !

Lieben Dank im Vorraus.

04.12.2013 23.28 | snoopy61 |
Echt falsche Tierärzte,
warum nicht selber versuchen? Runterkraulen und dann mit einer Baumschere schnell schnell schnippel schippel- Ihr kennt Euer Schwein besser als ein Tierarzr. Unsere kennen diese schon am Geruch. Da geht gar nix mehr. Aber zu Euch hat Sie bestimmt vertrauen,-

Viel Glück bei versuchen,

Liebe Grüässli aus der Schweiz
Claudia mit Brutus und Charlotte

04.12.2013 23.58 | uschi |
Hallo Monstermini !
Du bist nicht alleine mit diesem Problem ,deswegen braucht man kein Schwein erschießen .
Mit Nakosemittel kenne ich mich auch nicht aus ,da wird sich bestimmt noch jemand melden .

Ich hatte auch mal so ein dickes Schwein mit langen Klauen ,daß sich auf den Hängebauch trat .
Ich hab es auch mit Bier versucht, aber er mochte es nicht gerne und so reichte die Menge nicht aus .
Ich konnte unseren aber kraulen und er legte sich hin .
Immer wenn ich dachte ,so , jetzt hole ich meine Rosenschere aus der Tasche, sprang er auf und weg war er .Ich hab die Welt nicht verstanden ,kann der hellsehen ,dachte ich .Ich hatte doch nur den Gedanken gefasst ,ihm mit der Rosenschere eine Klaue zu schneiden und schwupp ,sprang er auf .
Es war meine Angst ,mein Adrenalin ,das er roch .
So versuchte ich ganz ruhig zu bleiben ,mit dem Gedanken ,dann schneide ich ihm heute nur 1 Klaue und die nächste halt ein paar Tage später .
Wenn er merkte ,daß ich was von ihm wollte ,ging es garnicht .
Einmal hab ich ihm einen großen Topf , mit warmen Futter auf matschigem Boden gestellt, und als er vor lauter Fressgier mit seinem Futter beschäftigt war hab ich mit einer Astschere (ganz vorsichtig ,untergeschoben) die letzte Klaue schneiden können .
Heute brauche ich keinem unserer 3 Schweine die Klauen schneiden ,weil sie sich die selber ablaufen .Ich streue immer wieder kleine Obststückchen oder Dinkelkörner auf einen Betonboden und so laufen sie sich sie ab .
Dieses dicke Schweinchen hatte ich vom Tierschutz bekommen und er ist jetzt viel schlanker und hat auch keinen Hängebauch mehr .
Dein Schweinchen ist mit Sicherheit auch viel zu dick ,hast du mal über eine Diät nach gedacht ?
Schweine haben eine Rangordnung und die mußt du dir "erkämpfen ",ihr die Grenzen zeigen .Du bist der Chef und wenn sie im Weg steht, mußt du sie zur Seite drängen ,sie muß dir Platz machen .Ich hab auch mit unserem Neuzugang ,mit dem Besen gekämpft und ich hab ganz schön geschwitzt aber ich hab gewonnen ,ich lass mich doch nicht von meinem eigenem Schwein beißen .
Heute sind wir die dicksten Freunde und er ist ganz lieb .
Liebe Grüße ,Brigitte

05.12.2013 10.13 | Doris | RE: Klauen und Bauchschürze
Wichtig wegen der Narkose ist ein TA der sich auskennt! Erst mal muss es das richtige Medikament sein, dann muss die Spritze gesetzt werden und dann muss man das Schwein einige Minuten ganz alleine lassen damit es sich nicht aufregt (sonst wirkt die beste Narkose nicht)! Das Narkosemittel einfach mal so stark überdosieren bringt überhaupt nichts! Im schlimmsten Fall nur den Tod des armen Schweines!!!

05.12.2013 10.25 | Monstermini |
Hallo Uschi

Ja das genau ist unser Problem. Sie hat eine recht strenge Diät hinter sich. Und ja wie das im Alter nunmal so ist mit dem Abnehmen, die Haut mag nicht so recht mit. Solange sie noch dick war hatte sie kein Problem mit der Bauchschürze.

05.12.2013 15.21 | Barbara |
Hi Monstermini

Genau das, was Uschi (Brigitte) beschreibt, würde ich an Deine Stelle auch versuchen. Was total Leckeres zum Fressen hinstellen und das auf weichem Boden (Schnipsel, Matsch etc.). Dann mit der Baum/Astschere (hat ja langen Stiel) kommen und von unten die Klauen schneiden.
Bei mir ging das auch. Mit der kurzen Schere hauen sie viel eher ab, man muss ja dann auch näher ran.

Oder vielleicht mal mit stärkerem Alkohol versuchen, da brauchst du dann auch nicht literweise.
Vielleicht süsser Likör oder so? Aber es gibt Schweine, die werden dadurch erst recht wach habe ich gehört. Aber versuchen könntest du es ja.

lg Barbara

14.12.2013 16.00 | Monstermini |
Lieben Dank für eure Tipps!

Das mit den Bauchlappen war offenbar 'ne Nebenwirkung der Diät.
Als unsere Madam noch etliche Kilos schwerer war, ist sie nämlich nirgends draufgetreten.
Da wir sie aber nicht wieder rund füttern wollten, haben wir nochmal 2 Wochen Radikaldiät draufgesetzt. (Ich möchte das nie wieder mit einem Schwein durchdiskutieren !)

Jetzt hat sie sich an die Futtermenge gewöhnt, und siehe da- die Bauchlappen sind aus dem Weg. Sie stapft wieder ganz munter durch die Gegend.
Die Klauen müssen zwar immer noch geschnitten werden, aber ich glaube im Ganzen sind wir auf einem guten Weg.

Tierarzt werden wir dazu keinen mehr holen, da habt ihr sicher recht, weil sie sich jedes Mal derart reinsteigert und dann wirklich aggresiv wird. Die versuchen es immer mit Gewalt. Ich habe manchmal den Eindruck, die wissen nicht, wie so ein Schwein eigentlich tickt.

14.12.2013 17.19 | uschi |
Hallo Monstermini !
Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Diät ,toll :yesss:.
Unser TA mußte unsere Schweinen gegen Milben spritzen und nahm dafür so eine Arm lange "Spritze "(Spritze mit Verlängerung ) damit er nicht so nah an das Schwein mußte .Wir stellten den Schweinen eine große Schüssel mit warmen Futter hin und in der Fressgier ,setzte er schnell die Spritze .
Der TA meinte nach seiner gelungenen Arbeit :"Das nächste mal klappt das nicht mehr ,die sind so schlau ,das merken sie sich ".
Nach 14 Tagen mußten wir alles wiederholen und auch da ,vielen sie wieder auf den Trick rein ,zum Glück .
Ich wollte damit nur sagen ,es liegt nicht am TA ,Schweine sind schlau.
Dann wünsche ich dir jetzt noch viel Glück beim Klauenschneiden und denk drann ,auch wenn du in einer Woche nur eine Klaue schaffst ,ist besser als nix .
Liebe Grüße ,Brigitte

08.04.2014 11.25 | Meerlimama |
Hallo,

wir (mein Schweinchen - 110 kg, und ich) haben auch das Klauenproblem. Er zwickt sich damit in den Bauch wenn er sich hinlegt. Zudem beginnen die Klauen krumm zu wachsen, also höchste Eisenbahn!

Ich habs schon mit Bier, weichem Boden und Futter, Kraulen bis fast zur Besinnungslosigkeit, gut Zureden, Überraschungsmoment und so weiter versucht. Ergebnis - Schweinchen denkt sich DU kriegst mich nicht dran! Ich kann sonst fas alles mit ihm machen. Angefangen von Zahnhygiene bis zu Ohren ausputzen.

Morgen soll nun der TA ran, der mir aber gesagt hat, dass mein Kleiner zu schwer für eine Narkose ist :O ??? WARUM :o ???

Ich konnte ihn am Telefon gar nicht danach fragen weil ich so überrascht und geschockt war! Das kann ja morgen heiter werden - mein Kleiner mag keinen Besuch von Erwachsenen, Kinder sind für ihn ok.

Ich habe vor morgen mehr Angst als mein Schweinchen wenn er wüsste was auf ihn zukommt - versuche es mir aber ihm gegenüber nicht anmerken zu lassen.

Ich hoffe so, dass das klappt sonst weiß ich nicht weiter - die Dinger müssen ab!!!

08.04.2014 12.07 | Daniela D. |
Bitte berichte, wie es gelaufen ist.
LG

08.04.2014 17.56 | Ralf2 |
Hallihallo!
entschuldigt, wenn ich etwas provokativ frage: Muss man Schweine eigentlich so fett füttern? Kann man da nicht rechtzeitig ein bisschen aufpassen? Was hier unter Tierschützern teils an Fotos der eigenen Schweine herumgereicht wird, grenzt meiner Meinung nach häufig selbst schon an Tierquälerei. Nur so ein Gedanke und dann bin ich auch schon wieder weggeduckt ;)

08.04.2014 21.59 | Meerlimama |
Also, so wirklich übermäßig fett ist mein Kleiner eigentlich nicht! ?( Er hat noch sehr viel Bodenfreiheit (und er hat auch von oben gesehen eine Taille) wenn er steht oder geht. Das Problem tritt aber beim Hinlegen oder Aufstehen auf, da die Klauen einfach zu lang sind!!!

09.04.2014 07.42 | Sabine |
Moin

Ich denke, Ralf hat das geschrieben weil es zum Thema passte.

@Ralf
Mache damit doch mal einen neuen Thread auf..das Thema betrifft viele.

10.04.2014 10.48 | Meerlimama |
Also, ...
Der TA war gestern da. Um ca. 10 Uhr bekam Piggeldy die erste Spritze mit Beruhigungsmittel verabreicht. Dann wurde er erstmal für ca. 10 Minuten :kaffee: in der Küche alleine gelassen, bis er sich etwas gefangen hatte - im Anschluss folgte die zweite Injektion mit Betäubungsmittel. Das fand er überhaupt nicht mehr komisch, doch nach ca. einer viertel Stunde :kaffee: ließen seine Kräfte etwas nach und er protestierte nicht mehr so lautstark. Trotzdem musste nochmal nachgespritzt werden mit dem Erfolg, dass ihn jetzt auch seine Beine nicht mehr tragen wollten und er sich dann doch hinlegte. :tatuetataa:

Es dauerte noch einige Minuten bis der TA dann mit zuerst Pediküre und anschließend Maniküre beginnen konnte. An die vorderen Klauen wollte Piggeldy den TA einfach nicht ranlassen aber die Spritzen entfalteten ihre Wirkung und er hatte dem TA nicht mehr viel entgegenzusetzen.

Ich bin heil froh, dass die Klauen nun gekürzt sind. Aber auch der TA musste ganz schön wuchten bis der die Dinger ab hatte - und der war sicher kräftiger als ich! Ich hätte die zum Teil echt nicht abbekommen selbst wenn mein Schweinchen still gehalten hätte.

Der TA meinte dann noch, dass Piggeldy jetzt bestimmt noch zwei Stunden schläft und in vier Stunden wieder auf dem Damm ist.

Na ja, erst hat er dann auch geschlafen - auf dem kalten Küchenboden - ich hab versucht wenigstens ein paar Decken drunter zu schieben, damit er nicht direkt auf den Fliesen liegt, doch das wollte er nicht.

Nach ca. einer halben Stunde schleppte er sich dann unter größter Anstrengung und noch immer ohne Kontrolle über seine Beine und mit extrem schwankendem Gang ins Wohnzimmer. Ich bin hinter ihm hergelaufen und hab versucht das Hinterteil in die gleiche Richtung zu dirigieren in die der Kopf wollte. Gemeinsam haben wir es dann bis zu seinem zweiten Schlafplatz neben dem Sofa geschafft. Dort sackte er wieder in sich zusammen und schlief über zwei Stunden. :zzz:

Als es dann bei uns daheim etwas lauter wurde weil die Kinder von der Schule kamen, ist er aufgewacht und hat so vor sich hingedämmert. Auf einmal begann er richtig zu zittern. Als ich ihn anfasste war er auch richtig kalt. Also noch ne Decke und in einiger Entfernung ein Heizlüfter aufgestellt. Ich blieb die ganze Zeit neben ihm sitzen damit es ihm nicht zu warm wird und habe ihn gestreichelt. Nach ca. 5 Minuten hörte das zittern auf und nach weiteren 10 Minuten fühlte er sich auch schon etwas wärmer an.

Piggeldy hat den ganzen Tag verpennt. Erst als es abends Zeit für sein Abendessen war und er das Futter im Napf hörte, stand er wieder auf.

Nach dem Essen ging er erstmal ausgiebig in den Garten, obwohl es schon fast dunkel war.

Heute ist soweit wieder alles in Ordnung. Nur hat der TA sehr viel gekürzt und es blieb auch nicht ohne größere Blutungen, die wir heute mit Arnica behandeln, doch ich glaube er hat zumindest keine größeren Schmerzen und in ein paar Tagen spätestens rennt er wieder bellend und bockspringend durch den Garten. :yesss:

Gott sei Dank sind die Klauen jetzt ab und es ging besser als der TA anfangs meinte. :hail:

10.04.2014 12.38 | Daniela D. |
Größere Blutungen, ist das richtig?
Wenn ich das lese,bekomme ich Angst und überlege doch, wie ich selbst zurechtkomme mit dem Kürzen.
Beim Freddy wurden damals im Tierheim auch die Klauen geschnitten, ebenfalls blutig und er hatte wirklich Probleme dann mit dem Laufen, doch ob es daher kam, weiß ich nicht. Er hatte ja mehrere Schwachstellen.
Alles Gute weiterhin für Piggeldy.

10.04.2014 12.46 | Meerlimama |
Wenn ich das richtig versehe, möchtest du die Klauen selbst schneiden. Ich hätte sie selbst nie so kurz gemacht wie der TA ich habe vor meinen Versuchen die Sache selbst in die Hand zu nehmen auch mit einer Taschenlampe durch die Klauen geleuchtet um zu sehen, wo die Blutgefäße anfangen.

Du machst mir ja Spaß von wegen Problem mit dem Laufen - ich hoffe nicht, dass das noch auf uns zukommt :o

Aber ich glaube er läuft ganz gut bis jetzt, soweit ich das beurteilen kann - es ist noch nicht so ganz seine Zeit. Morgens geht er nur einmal für ca. eine Viertelstunde raus um sich dann wieder in sein Nest zurückzuziehen bis dann die Meute aus der Schule kommt und es vorbei ist mit der angenehmen Ruhe.

10.04.2014 15.05 | Daniela D. |
Ich glaube, das Sabine mir damals den Tipp gegeben hat, Kernseife auf die Klauen zu reiben, soll wohl desinfizierend wirken, falls doch noch etwas ist.

10.04.2014 20.22 | Franziska |
Ach Du Schreck, da sind aber gleich mehrere Punkte schief gelaufen.

Für den Fall, dass Du nochmals gezwungen bist, Deinem Schwein(chen?) die Klauen schneiden lassen zu müssen, gebe ich Dir ein paar Hinweise:

Original von Meerlimama
Na ja, erst hat er dann auch geschlafen - auf dem kalten Küchenboden - ich hab versucht wenigstens ein paar Decken drunter zu schieben, damit er nicht direkt auf den Fliesen liegt, doch das wollte er nicht.

Sehr gefährlich, weil Unterkühlung droht!
Jede Narkose setzt die Körpertemperatur herunter, deshalb muss man bei allen Säugetieren ganz enorm auf genügend Wärme während und vor allem nach der Narkose sorgen!

Bitte mach das kein zweites Mal, sondern bereite das nächste Klauenschneiden so vor, dass er auf einem weichen, warmen Untergrund liegen kann, zusätzlich solltest Du ihn zudecken während und nach der Narkose, evtl. sogar noch von aussen wärmen (wie Du nachträglich ja gemacht hast mit dem Heizlüfter, besser wären eher Wärme-Flaschen oder eine Wärmedecke).
Eigentlich hätte der TA Dir das zum vorneherein schon sagen müssen, denn das hat nichts mit dem Tier "Schwein" zu tun, sondern gilt generell in der tierärztlichen Praxis, müsste jeder Veterinär wissen!

Original von Meerlimama
Nur hat der TA sehr viel gekürzt und es blieb auch nicht ohne größere Blutungen, die wir heute mit Arnica behandeln, doch ich glaube er hat zumindest keine größeren Schmerzen

Auch das lief falsch, denn Blutungen beim Klauenkürzen dürfen nicht sein. Wenn es blutet, dann hat der TA zuviel weggeschnitten! Er hätte lieber vorsichtigerweise zu wenig geschnitten als wie jetzt zuviel...

Wenn er es gestattet, kannst Du ihm die Klauen in Betaisadona-Lösung (verdünnt) baden. Das wirkt desinfizierend und leicht austrocknend/gerbend, damit das Horn möglichst rasch wieder hart und widerstandsfähig wird.
Ich hoffe, dass es ohne Entzündungen heilt.

Zusätzlich würde ich Dir "Klauen-Training" anraten, indem Du ihn desensibilisierst... niederkraulen, damit er sich hinlegt (das kennt er ja bestimmt) und dann ohne jedes Werkzeug, nur den Händen seine Klauen bearbeiten, vorsichtig daran herumdrücken (warte noch ein paar Tage, bis es ihm nicht mehr weh tut), hin- und herbewegen, usw.

Dann kannst Du das steigern, leicht klopfen und drücken. Dann weitere Steigerung, z.B. mit einem Schraubenzieher ein bisschen daran herumklopfen, damit er sich daran gewöhnt, dass Du ein Werkzeug in der Hand hast.
Und so weiter und so fort... immer vorsichtig steigern, wenn er sich diese Fummelei gefallen lässt.

Im optimalen Fall kannst Du mit der Zeit dann irgendwann doch die Klauen selber behandeln und mit einer starken Schere (Astschere mit Übersetzung) das vorderste Stück wegknipsen.

Ich habe meine beiden Ferkel (Peppino wurde vor 2 Woche 11 Jahre alt) schon von ganz klein auf daran gewöhnt, dass ich ihnen schon an den Baby-Kläuelchen herumrüttelte und drückte, auch an den Zähnchen habe ich immer wieder gerüttelt und geschüttelt... deshalb konnte ich beide (der eine lebt nicht mehr) ihr ganzes Leben lang problemlos behandeln, sowohl Klauen wie auch Zähne.

Gute Besserung für Piggeldy!

11.04.2014 09.28 | Doris |
Klauen kürzen... Falls man "ins Leben" schneidet ist natürlich der beste Schutz BLAUSPRAY! Sollte man das nicht zur Hand haben Schmierseife drauf!
Gerade wenn die Klauen seit vielen Jahren nicht gekürzt wurden und schon Verwachsungen zu sehen sind geht es meist nicht unblutig ab aber man muss absolut verhindern das man zu tief ins Leben schneidet! Ist wirklich sehr schmerzhaft für das Schwein und oftmals können sie dann längere Zeit gar nicht mehr auftreten :nono:!
Das beste ist immer es beim ersten mal von einem TA machen zu lassen das man gebnau weiss wie es geht!

13.04.2014 20.30 | Franziska |
Na ja, ob Blauspray oder Betaisodona, darüber kann man geteilter Meinung sein (auch das Schwein hat dabei ein Wörtlein mitzureden... ich glaube nicht, dass ich Peppino ernsthaft mit einem Spray kommen dürfte, vielleicht einmal, aber danach nie wieder :doof: ), aber mich interessiert jetzt vor allem, wie es dem Burschen aktuell denn geht.

@Meerlimama, erzähl doch mal, wie es Deinem Patienten geht.

PS. Übrigens... hast Du Meerschweinchen? (Username!)

13.04.2014 22.29 | Doris |
@Franziska - Blauspray ist nun mal das Beste in so einer Situation! Da frage ich nicht erst lange nach ob´s dem Schwein gefällt! Betaisodona ist sehr gut bei "normalen", entzündeten Wunden aber es reibt sich viel zu schnell ab (bei Klauen). Wenn man einem nicht narkotisierten Schwein "ins Leben" schneidet tut das so erbärmlich weh das es eh nicht ruhig liegen bleibt!

14.04.2014 16.12 | Rosie |
Baluspary, ist das das richtige, das ich hier gefunden habe?

CTC-BLAUSPRAY® - WUNDBEHANDLUNG AUF DEN PUNKT GEBRACHT
CTC-Blauspray, das effektive Mittel zur lokalen Behandlung von Haut- und Klaueninfektionen (Panaritium, Moderhinke, Dermatitis digitalis).

Gruss aus Irland

Alex

15.04.2014 08.14 | Meerlimama |
Zur Frage wie es dem Patienten geht: Gott sei Dank hat sich nichts entzündet, zumindest bis jetzt. Blöderweise blutet ab und zu noch eine Klaue. Laufen tut er aber ganz normal und er rennt auch im Garten wieder bellend herum. Natürlich habe ich die Klaue weiterhin im Blick.

Ich glaube aber, dass wir die Sache soweit überstanden haben - jetzt muss nur noch die Klaue aufhören zu bluten, aber ich kann ihm das Laufen schlecht verbieten. :motz:

Zur Frage ob ich Meerschweinchen habe: Nicht mehr. Jetzt habe ich nur noch Kaninchen, Tauben und Hühner.

Hier noch ein Bild von Sonntag - ihm geht´s gut. (Ich hoffe, dass es klappt!)
htt
p://www.bilder-hochladen.net/files/jjo2-8-c9f0.jpg

Liebe Grüße

15.04.2014 08.40 | Doris |
Ja Alex, genau richtig. Sollte in keiner "Schweineapotheke" fehlen! Gerade was Klauen angeht, da haftet das viel besser als irgendwelche Cremes (egal wie gut sie sind!). Für "normale Wunden" benutze ich auch Betaisodona, das ist wirklich super!

@Anja - schön das er ohne Probleme läuft! Das ist sehr gut :].

15.04.2014 09.55 | Barbara |
Schön, dass es Piggeldy besser geht, das kommt gut.
Das ist aber ein hübscher Kerl der Piggeldy. Und er sieht gar nicht zu dick aus.

Ich glaub er möchte Deine blauen Gartenschuhe anziehen, sieht jedenfalls auf dem Bild so aus, wäre ja keine schlechte Idee ;)

Liebe Grüsse, Barbara

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