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22.09.2003 18.04 | Jule & Anton | Die "Schlamm-Acker" Zeit steht vor der Türe
Hallo nochmal alle!

Wie Ihr ja wisst, grüble ich ständig nach, wie auch heute schon zweimal wegen z. B. der Kastanien und dem Mastfutter.

Und so denke ich auch jetzt schon wieder an die "Schlamm-Acker"-Zeit, die ja nun bald bevorsteht. Die letzten sonnigen Tage sind bald rum und hier im Norden wird es sicher bald wieder viel regnen.

Ich denke, wir bekommen noch einen schönen, goldenen Oktober, doch dann ist es auch schon vorbei.

Mich würde daher mal interessieren, wie das bei Euch so ausschaut mit dem Areal, auf dem Eure Schweine leben.

Bei uns ist es so, dass auf dem Stück, auf dem Jule und Anton leben, kein Grashalm mehr wächst und alles nur aus Erde besteht. Dieser verwandelt sich bei Regen na klar zu einem richtigen Schlamm-Acker und deshalb habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen. Sie stehen natürlich nicht bis zum Bauch im Schlamm aber trotzdem ist es da immer arg matschig, an einigen Stellen mehr, an anderen weniger.

Daher meine Frage:

Haben Eure Schweine zusätzlich auch eine "befestigte" Fläche, damit meine ich, habt Ihr irgendwo auch z. B. Waschbetonplatten oder so verlegt, wo sie drauf rumlaufen können, sodaß sie nicht überall im Schlamm stehen müssen?

Sollte ich mich, bevor die Regenzeit kommt, darum kümmern, Platten zu legen, z. B. dort, wo sie Ihre Fressschalen stehen haben oder ist das nicht nötig?

Tina




22.09.2003 18.32 | Gast |
Hallo Tina,

Unsere Schweinchen haben ein grosses Gehege, welches hauptsächlich aus Wiese, Farn und Unkraut besteht. Allerdings ist der Eingangsbereich, wo sie auch Futter kriegen und ihre Häuschen stehen, betoniert.
Eine lange (ca.20m) betonierte Treppe führt zu dem Ziegenstall. Die Schweinchen benutzen lieber die Stufen, als links oder rechts auf der Wiese zu gehen, wenn sie zu den Ziegen wollen.
Meiner Meinung nach ist ein bischen Betonboden gut.

Der Rest der Wiese wird aber auch hier bald sehr matschig sein. Ich überlege mir schon ein Stück davon abzutrennen, so das nicht alles "kaputt" geht.
Ihre "Winterwiese" wäre dann immernoch gross genug.

Kennt sich hier jemand aus mit Wiesen"reparatur".
Ich weiss nicht, ob sich die entstandene Grasnarbe, auch Wühllöcher genannt :-), jemals alleine bis zum Frühling regenerieren. Muss ich düngen? Gras nachsäen?
lieber Gruss
Katharina

22.09.2003 19.46 | Sabine |
Hallo Tina,
es wäre nicht schlecht, wenn im Winter wirklich alles nur noch Matsch ist, einen Teil zu pflastern. Denn wenn der Matsch dann auch noch festfriert, ist für die Schweinchen schlecht laufen. Der Fütterungsbereich und/oder ein Laufgang zur Hütte würde schon genügen. Ständig feuchte Füsse ist auch nicht gesund, und wenn sie einen Bereich haben wo sie trocken stehen können, kommen sie im Winter auch häufiger raus.

Viele Grüsse,
Sabine.

22.09.2003 19.47 | Sabine |

Hallo Katharina,
wenn du einen Teil abtrennen kannst wäre das nicht schlecht. Ist auf dem verbliebenen Areal noch eine Grasnarbe vorhanden, reicht es, wenn du im März/April, je nach Wetter düngst. Knapp 3 Wochen Wartezeit bis du die Schweine dann wieder drauflassen kannst. Ist das Gras dort allerdings völlig weg, kannst du jetzt noch nachsäen (aber dann abgetrennt lassen), oder im zeitigen Frühjahr. Es sollten dann aber keine Frostnächte mehr kommen. Im Frühjahr solltest du den Boden dann aber anwalzen, weil die Schweine sonst das frische Gras mit Wurzel wieder ausreissen. Also besser jetzt nachsäen, dann kann sich der Boden im Winter schon mal setzten.

Viele Grüsse,
Sabine.

22.09.2003 23.11 | Amelie | Schlammacker
Also, wir haben die Fläche, auf denen auch die Hütte von unseren zweien steht (ca. 3 mal 3 m ) mit Pflastersteinen ausgelegt, dann haben sie auch in schlechteren Jahreszeit nicht so einen Matsch unter den Hufen. (Nützt gleichzeitig etwas, um sich die Klauen abzuwetzen).
Der Rest des Auslaufes ist ehemaliges Wiesengelände, auf dem kein Grashalm mehr wächst.
Unser Garten dagegen hat jetzt erstmal durch die Hitze gelitten (viel verbrannt), aber es fängt jetzt schon an, das die zwei wühlen. Und wenn ich mir diesen vom Frühjahr her in Gedanken rufe, war dieser das reinste Mosaik (Grashalme/kahle Erde). Da kannst du nur im Frühjahr kräftig nachsäen. Man hat uns hinterher auch ordentlich gelobt, wie toll wir unseren Rasen wieder hinbekommen hätten,......
... aber der Herbst kommt erst, und ich weiß genau, unser Grundstück sieht dann genauso verkommen aus wie letztes Jahr...
Oder, du gehst dann nur noch raus mit deinem Schwein spazieren, damit es deinen Rasen so läßt wie er ist....

Viel Spaß beim Löcher zusäen...

Gruß

Kerstin

22.09.2003 23.18 | Petra_Siebeck |
Hallo ,

unseren Minis trenne ich auch ein Winterstück ab. Das hat dann auch nur noch ca. 30 qm plus der Stallgasse. Wenn das Wetter über Winter länger trocken ist, dann können sie auch zwischendurch mal in ihr großes Gehege, das hat so ca. 300 qm. Die Stallgasse ist gepflastert, hilft gegen den Matsch und die Klauen sehen - ohne Schneiden oder raspeln - sehr gut aus. Im Frühjahr säen wir etwas Wiesenmischung aus, mit Kräutern, Klee und so, sie buddeln eigentlich nicht, sie haben sich nur zwei, drei ca. 1 qm große Kuhlen ausgehoben in denen sie bei Hitze gerne unter den Bäumen liegen. Ansonsten haben sie eigentlich in der "Saison" immer was zum knabbern in der Wiese. Sogar dieses Jahr...

Bei den Großen ist einfach nur Matsch! Da läßt sich nicht viel machen. Wir streuen ihnen aber immer einen großen Haufen Stroh nach draußen ins Gehege, da liegen sie im Winter sehr gerne draußen (natürlich nur, wenn es nicht gerade regnet oder schneit), obwohl Rosie auch schon draußen gelegen hat, als es schneite...
Dieses Jahr werden wir wohl richtig großflächig Stroh verteilen und Trampelpfade damit zu ihrem "Klo" machen. Nächstes Jahr geben wir ihnen zwar nochmal so 400-500 qm Grundstück dazu, aber auch das sieht innerhalb von ein paar Wochen genauso aus. Da kann man wenig machen.

Petra

23.09.2003 00.39 | Jule & Anton |
Vielen Dank nochmals für die vielen Infos!

Das mit der Abtrennung eines Stückes zur Erholung der Fläche bzw. für Grasnachwuchs ist hatte ich mir auch schon überlegt, denn Anton hat ja bereits seit einiger Zeit ein abgetrenntes Stück und dieses werde ich dann auch abgetrennt lassen, wenn Anton Ende Oktober wieder zu Julchen darf. Dann werde ich mich mal informieren, ob ich dann noch Grassaat aufbringen kann, braucht ja auch kein englischer Garten werden, nur dass mal wieder was Grünes rauskommt.

Mit dem Stroh das habe ich im Winter auch öfter gemacht, d. h. ich habe dann mal den ein oder anderen Strohballen am Fressplatz ausgestreut, damit sie nicht so in der Matsche stehen müssen beim Fressen.

Vor dem Haus von Jule und Anton haben wir eine Granittreppe aus ganz langen Granitsteinen quer gelegt als Aufgang (genauso, wie man es oft vor Hauseingangstüren sieht, natürlich nur 2 flache Stufen). Aber das wars dann auch schon mit befestigter Fläche. Das Haus von den beiden steht auf Pflöcken, also nicht im Matsch, es ist darunter auch immer trocken.

Mal sehen, vielleicht besorge ich mir doch nochmal irgendwo ein paar Waschbetonplatten oder ähnliches und belege damit eine geeignete Stelle.

Ersteinmal danke ich Euch sehr für Eure Antworten und wünsche Euch eine gute Nacht!

Tina

23.09.2003 09.00 | Minibabe | Matsch kein Problem
Hallo zusammen
Bei mir gibt es keinen Matsch. Eine gute Lösung ist Holzhäcksel, ca. 10-20 cm hoch, im Gehege zu verteilen. Die Häcksel sollten so fein als möglich sein. So haben die Schweinchen eine weiche gesunde Unterlage, die den ganzen Winter über hält. Ich erneuere die Häcksel zweimal im Jahr. Einmal im Frühling, einmal im Herbst. Das Gras kommt trotzdem durch.

Probierts mal aus.

Liebe Grüße
Kerstin

23.09.2003 09.10 | Gast |
Hallo Sabine,

womit soll ich düngen? Wo bekomme ich Grassamen her? Ich hatte welchen bei Raiffeisen gekauft, ich glaub eine kleine Kiste kostete 14€. Gibts das irgendwo billiger? Ich brauch nämlich eine ganze Menge.
Die Winterwiese stecke ich jetzt demnächst schon ab. Es wird jetzt schon sehr matschig hier. Dann werde ich wohl auch säen, wenn ich herausfinde wo ich günstig Wiesensamen (mit Kräutern und so) bekomme.
Und dann im nächsten Jahr düngen? Muss ich da erst eine Bodenprobe machen?
Danke für Hilfe
Katharina

23.09.2003 09.59 | Sabine |
Hallo Katharina,

die Bodenprobe kannst du machen lassen. Raiffeisen bietet das, glaube ich, auch an. Ich habe allerdings mal mehrere identische Bodenproben an verschiedene Institute geschickt und bei jedem kam eine andere Empfehlung heraus. Musst du selbst wissen, ist ja auch eine Kostenfrage. Ich mache es nicht mehr. Ich habe mich allerdings in den letzten Jahren so mit der Materie auseinandergesetzt, das ich nach Bewuchs entscheiden kann was der Boden braucht.
In manchen Orten gibt es einen "No Name"-Landhandel, die sind dann etwas günstiger als Raiffeisen. Aber Saatgut ist einfach teuer. Ich würde dir Dauerweide mit Klee empfehlen. Das gibt eine recht feste Grasnarbe. Dann brauchst du im Frühjahr nur noch nachdüngen. Nimm am besten Volldünger, dann gibt dir dein Landhandel schon das richtige. Wenn du es etwas mehr Bio haben willst, kannst du auch ausgereiften Kompost nehmen. Das ist aber aufwendiger. Je nachdem welchen Mist du zur Verfügung hast, die Reifezeiten sind unterschiedlich. Das ist ein recht komplexes Thema wie du siehst. Aber vielleicht hilft dir das erst mal weiter.

Viele Grüsse,
Sabine.

23.09.2003 20.54 | Gast |
Hallo Sabine,

Vielen Dank....bin eben ein totaler Anfänger.
Nochmal zur Sicherheit:
1. jetzt Samen säen
2. im Frühjahr düngen
3. Gras wächst ?
:-))
Ist Volldünger nicht schädlich für die Tiere, wenn sie im Frühjahr das Gras fressen? Oder ist die Chemie bis dahin "verschwunden"?
liebe Grüsse
Katharina

23.09.2003 20.57 | Gast |
Ach ja, weisst du zufällig was man gegen Farnkrautbefall machen kann? Ausser jeden Tag abschneiden/ausschneiden? Das war echt frustrierend dieses Jahr, wie dieses Zeug ständig nachwächst..:-(
Katharina

23.09.2003 20.58 | Gast |
ausreißen

23.09.2003 22.43 | Sabine |
Hallo Katharina,

nach dem Düngen im Frühjahr darfst du die Schweine ca.2-3 Wochen noch nicht aufs Land lassen. Kommt darauf an wieviel es regnet. Wenn die Düngerkügelchen ganz aufgelöst sind dürfen sie wieder drauf. Am besten an einer "nackten" Stelle streuen und immer kontrollieren.
Farnkraut am besten mit Wurzel ausreissen oder ausstechen. Wenn man es nur abschneidet werden die Wurzeln nur kräftiger.

Viele Grüsse,
Sabine.

23.10.2011 20.54 | Andrea N. | RE: Die "Schlamm-Acker" Zeit steht vor der Türe
Unsere 2 Großen sind jetzt auf einem größeren Grundstück. Das war mal wunderschöne Wiese.
Einen großen Teil haben sie schon umgegraben. Aber das übelste ist, dass sie den Weg zum Futtertrog so umgegraben haben, dass dort jetzt eine tiefe lange Matschstaße ist. Sie stehen fast bis zum Bauch dort drinnen. Vor den Futterstellen haben wir Gehwegplatten gelegt, die Babette aber auch fein aufgeräumt hat und zum Teil auch gestapelt hat. Könnte ja sein, dass da was leckeres drunter lebt.
Nun hat ein Freund geraten einen Hänger Sand dort hinzukippen!?
Häcksel würde nur wieder Humus geben und dann wäre das eine endlose Geschichte.
Nächstes Jahr werde ich es so machen, wie Sabine geraten hat. Dann bekommen sie im Frühjahr und Sommer nur ihr Gras. Aber bis dahin werde ich sie erstmal so füttern wie sie es gewohnt sind.

Wer hat Erfahrungen mit Sand?

Liebe Grüße
Andrea

23.10.2011 22.45 | snoopy61 |
Wir haben Plastikplatten (die mit den Löchern wo man auch in der Garage für Autos benützen kann) auf die kahlen Stellen gelegt und darunter angesäht. Wächst prima nach und der Regen kann trotzdem durchsickern.

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