[BotIndex] [««] Vorstellung und Futterfrage  

08.10.2012 08.09 | Nordlicht |
Also, ich muss sagen (schrieb ich ja schon oben), dass ich auch lieber selber mische.

Für die Pferde Hafer, Sonnenblumenkerne, Karottenchips, Luzernepellets und ein Mineralfutter dazu. So kann ich selber bestimmen, wer wieviel Energie bekommt und trotzdem dafür sorgen, dass jeder sein Mineralfutter bekommt.
Meine Hunde kriegen rohes Fleisch, weil ich da der Fertignahrung auch nicht so ganz traue. Die Katze fängt ihr Futter selbst, Katzenfutter gibt es als Ergänzung. Aber auch sie klaut lieber meinem Mann ein Eintagsküken, bevor sie Katzenfutter frisst.
Alle sind gesund und munter.
Mein alter Hund hat noch die Umstellung von Fertigfutter auf BARF mitgemacht und ich finde, er sieht viel besser aus. Er ist jetzt 13 und top fit. Er neigte mal zum dick werden, aber das ist seit es rohes Fleisch gibt auch nicht mehr so.

Da wäre es ja nun konsequent, es mit den Schweinen ähnlich zu halten. Ich fand es super, dass wir von der Züchterin das gewohnte Futter mitbekommen haben. Und fürs erste gibt es NT Futter und dann habe ich 2 Sack Petpig bestellt. Ich muss also nichts überstürzen, sondern kann mir in Ruhe Gedanken machen.
In den Wald treiben kann ich sie leider nicht und so eine große Wiese wie Ibi habe ich auch nicht.

Der Tagesablauf der beiden wird so aussehen, dass sie morgens zusammen mit den Pferden im Stall frühstücken, das heißt, sie sammeln ihr Futter auf der Stallgasse ein. Ich denke, da könnte man auch Rübenschnitzel verteilen, oder? Ist ja alles gefegt und nicht matschig.
Dann laufen sie 2-4 Stunden auf dem Hof herum, wo es auch viel Gras und alle Kräuter gibt, die sich von selbst hier angesäht haben. Und leider auch das Erdbeerbeet meiner Kollegin, da muss ich mir noch was einfallen lassen :P
Dann muss ich sie in ihr Gehege verfrachten, weil nachmittags auf dem Hof einfach zu viel los ist (Autos, Pferde, Trecker, etc.) und ich nicht ständig aufpassen kann. Für den Anfang gibt es im Gehege auch noch viel Grünzeug zu knabbern, aber das wird sicherlich nicht so bleiben. Deshalb würde ich da gerne was zur Beschäftigung ausstreuen, ich denke Maiskörner sind da nicht verkehrt.
Abends können sie dann noch mal ein Stündchen auf dem Hof herum spazieren und dann geht es zusammen mit der Abendmahlzeit ab ins Bett (also in die Box).
Ich denke, Abwechslung und Bewegung haben sie so genug. Bleibt nur noch die Futterfrage ;)

Ibi, wieviel Rübenschnitzel fütterst du in etwa pro Schwein? Achtest du auf den Zuckergehalt? Und das Getreide, immer geschrotet oder auch gequetscht? Was ist mit Sojaschrot, auch gut oder nicht?
Fragen, Fragen, Fragen...

08.10.2012 11.59 | sparky |
Hallo,

Ich stimme Sabine voll zu. Mußte auch vor einem Jahr die schmerzliche Erfahrung machen. daß Normalschweinfütterung Welten zu Minischweinfütterung ist!
Ich würde NIE Futter selber mischen weder für klein noch für groß, denn dazu braucht man sehr fundiertes Fachwissen, das meistens nur Agrarleute haben. Bei selbst gemischtem Futter fehlt bei uns Laien immer etwas, denn es gibt Bestandteile wie Methionin usw. die man als "Nichtbauer" garnicht ins Futter bekommt.

Minischweine bekommen Minischweinalleinfutter wie Sniff oder Pet pig müsli, das man gut verstreuen kann. Dazu Obst Gemüse und Eiweiß. Das ist ja ganz einfach und optimal.

Bei Normalschweinen, die lange leben sollen, weder zur Zucht noch zur Mast verwendet werden, ist das ein ganz anderer Fall. Denn man bekommt für diesen Zweck von der Industrie kein 100 % optimales Futter. Zum einen ist es meistens granuliert oder Mehl, das man dann zu einem Brei matschen muß und die Schweine es in 5 Minuten gefressen haben. Zum anderen meistens nicht in Sackware erhältlich sondern nur lose ab 3 t.

Annähernd den Bedürfnissen den Normalschweinen angepaßt ist das NT Futter, also Futter für niedertragende Sauen, die in diesem Stadium am wenigstens Energie brauchen.
Alles andere geht nicht. Da muß man aber auch sehr viel füttern damit sie satt werden und nicht schreien. Man kann Weizenkleie dazufüttern um den Magen zu füllen und wenig Kalorien zuzuführen. Aber dann muß für jeden Anteil Kleie Schweinemineral dazu. Eiweiß ist genauso wichtig. Obst Gemüse und als Leckerli auch mal eine scheibe Vollkornbrot.
Wenn die Schweine nicht viel Gras zur Verfügung haben muß der Rohfaseranteil in Form von Heu ( meine fressen keins) oder Arbocel RC fine zugeführt werden.

Das einzigste Futter, das ich in pelletierter Form gefunden habe, ist Trede und von Pein. Einfach mal googeln. Solange der Boden trocken ist wird es auf der Wiese verteilt im Winter kann man es auch quellen.
Bei meinen "Recherchen" bin ich auch noch auf Porcigold NT oder Porcigold satt gestoßen, wobei satt 5 % mehr Rohfasergehalt hat und deshalb auch satt macht und die Verdaueuung besser fördert. Nur bekomme ich es bei uns in der Region nicht. :heul: Im Norden stehen die Chancen da wohl besser . :]

Rübenschnitzelpellets gehen GARNICHT!!!! schon garnicht trocken. Füttert man auch keinem Pferd trocken. Oder??? Mal abgesehen vom Zuckergehalt.

Wenn ich mit irgendetwas falsch liege :bonk:bitte ich um Berichtigung! gell Sabine ;)

08.10.2012 12.24 | Peter | Rübenschnitzel / Trockenschnitzel
Hallo zusammen,

oftmals lese ich davon, daß auch Rübenschnitzel (Trockenschnitzel) ein geeignetes (Zusatz-)Futter sein könnten. Dazu mag man stehen, wie man möchte, jedoch sollten sie dann auch wirklich gründlich und lange genug eingeweicht werden, BEVOR sie verfüttert werden. Macht man das nicht und das Tier bekommt eine "passende" Menge davon in getrockentem Zustand, kann es zur Magenruptur (auch beim Schwein) kommen, die unweigerlich zum Tod führen könnte, und dies auch noch ausgesprochen qualvoll.

Hier mag gelten, was für alle Futtermittel gilt, die man nicht wirklich kennt: Entweder vorher richtig informieren oder Finger weg.

Anbei ein Auszug aus einer Informationsschrift der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (zwar zum Thema Pferdeernährung, aber mit leicht verständlichen Infos zu den Trockenschnitzeln):

http://i780.photobucket.com/albums/yy88/oink-oink2/SF/121008Ruebenschn
itzel.jpg

Die ganze Publikation findet Ihr hier:
http://www.lfl.bayern.de/publikationen/daten/informationen/p_26700.pdf

08.10.2012 12.38 | Nordlicht |
Klar, Rübenschnitzel müssen eingeweicht werden!
Für die Pferde hab ich auch immer über Nacht eingeweicht.
Es sei denn, man nimmt Kwick Beets, die sind komplett ohne Melasse und brauchen nur 10 Minuten Quellzeit. Die sollten eigentlich auch nicht dick machen, da sie extrem Kohlehydrat reduziert sind (für Rehe-Pferde). Ich hab aber noch nicht ausprobiert, ob die Schweine sie auch mögen. Aber das wäre vielleicht was zum satt machen.

08.10.2012 12.40 | Nordlicht |
Hier wird immer unterschieden zwischen Mini- und Normalschwein. Was sind meine Kune Kune denn nun??? Irgendwo dazischen... Und welches Futter also?

08.10.2012 12.49 | sparky |
ja genau darüber habe ich mir eben auch Gedanken gemacht :kratz:und nochmal die Rassebeschreibung gelesen.
Sie liegen zwischen beiden.Tendierend mehr zu Mini würde ich sagen. Aber fütterungstechnisch? :kratz: da sie aber zum fett werden neigen, würde ich es mal mit Minischweinalleinfutter probieren. Da ist besser ranzukommen und es ist streubar.

08.10.2012 19.35 | Sabine |
Moin

Ich habe schon mehrfach ausgewachsene Kunes gesehen..ich würde sie eher den Normalschweinen zu ordnen, auch wenn sie lange nicht Johannes Maße bekommen ;) ..aber grösser als die Minis werden sie allemal..auch grösser als die grossen Minis. ;)

Die melassefreien Rübenschnitzel gehen als Sattmacher, aber welcher Anfänger weiss das schon?
Und meine Minis mögen das Zeug überhaupt nicht. :sz:

08.10.2012 20.28 | ibi |
vor einiger Zeit von mir hier schon, in einem anderem Thread eingestellt:


Nein "Zuckerrübenschnitzel" machen NICHT dick ! In Mengen wirken sie sogar abführend. Den Melasseanteil der zugefügt wird, den kann man sich aussuchen. Es gibt Rübenschnitzel mit Melassezusatz von ab ca. 12 % bis über 20 %.
Ich z.B. habe welche mit 16 %
Die Schnitzekl haben kleinen höheren Futter/Energiewert als Weizenkleie !
Und die ist ein diätisches Futtermittel und wie wohl Niemand bezweifeln wird quasi das "Styropor" unter den Futtermitteln. Allerdings verändert die Fütterung von größeren Mengen Schnitzeln, nicht wie die Weizenkleie den Calcium-Phosphor-Haushalt wie die Weizenkleie und kann von daher unbednklicher in größeren Mengen gefüttert werden.
Da Schweine ein völlig anderes Verdauungssystem haben als Pferde udn auch noch "kotzen" können, kann man ihnen die Schnitzel auch trocken geben.
Auf dem Gut Ruthe von der Tierärztlichen Hochschule Hannover,bekommen die Sauen und die Minischweine die Schnitzel NUR unaufgqoullen, also trocken. Allerdings haben die da auch Selbsttränken. So das den Schweinen jederzeit Wasser zur Verfügung steht.
Und da man mit offenbar mein Fachwissen nicht glaubt , hier noch mal etwas aus einem anerkannten Fachbuch:

also:
aus der Tierzuchtbücherei vom Verlag Eugen Ulmer
von Gustav Comberg
"Schweinezucht"
- Allgemeine Grundlagen
-Grundlagen der Fütterung
-Fütterung
-spezielle Futtermittelkunde
-2.5.6.2. Knollen und Wurzeln
-2. Rüben und Rübennachprodukte
Seite 201 und 202 :


Der Nährstoffgehalt der Rüben (Beta-, Brassica- und Daucarüben) wird im wesentlichen durch den Trockensubstanzgehalt bestimmt. Während die Massen-, Kohl- und Stoppelrüben nur 10-12% erreichen, enthalten die Zurckerrüben bis 25%.
Der Hauptinhaltsstoff der Rüben ist der Rohrzucker (35-40% der Trockensubstanz). Rund 15-20% der TS entfallen auf Pektine und Pentosane-Stoffe, die allenfalls mikrobiell im Dickdarm des Schweines aufgeschlossen werden können. Stärke kommt in nennswerten Mengen (10-15%) nur in Steckrüben und Möhren vor. Der Gehalt an verd. Protein liegt bei allen Rüben um 1% oder tiefer. Auch die Mineralstoff- oder Vitamingehalte sind gering. An besonderen Inhaltsstoffen kommen in Steck- und Stoppelrüben schilddrüsenhemmende Verbindungen vor, die bei überhöhten und langdauernden Gaben, insbesondere bei Zuchttieren, Störungen (s. Jodversorgung) verursachen können.
Rüben werden in der Regel eingemietet. Je höher der Zuckergehalt, desto größer sind die Nährstoffverluste während der Lagerung. Die Einmietung von Zuckerrüben ist nicht rentabel, so dass sie besser getrocknet werden (Zuckerschnitzel). Rüben werden vom Schwein nicht so gut wie Kartoffeln verwertet und vertragen, vor allem wegen des hohen Gehaltes an Pektinen, die im Dickdarm von organischen Säuren vergoren werden. Aus diesem Grunde ist die energetische Nutzung der Rüben, auch der Rübennachprodukte, geringer, als aufgrund der Gesamtnährstoffberechnung zu erwarten ist.
Von den Neben- und Nachprodukten der Rübenverarbeitung werden Trockenschnitzel, Melasse und Futterzucker in der Schweinefütterung eingesetzt (Tab. 64). Die Trockenschnitzel enthalten im wesentlichen das pektinreiche Rübenmark und nur noch 5-7% Zucker. Durch Melassieren entstehen Melassetrockenschnitzel, deren Zuckeranteil auf 20% und mehr ansteigen kann. Durch zunehmenden Melasseanteil nimmt zwar der Futterwert zu, doch auch bei diesem Produkt bleibt der hohe Pektin- und Rohfaseranteil und die damit verbundene geeringe energetische Ausnutzung ein begrenzender Faktor beim Einsatz in der Schweinefütterung. Der Futterwert der Schnitzel liegt im allgemeinen nicht höher als der von Weizenkleie. Bei Zuchtsauen können melassierte Trockenschnitzel als Grundfutter in Mengen von 1-2kg verwendet werden. Bei älteren Mastschweinen sind bis zu 20% (fein vermahlen) in Alleinfuttern unterzubringen, allerdings ist dann bereits mit einer geringeren Futteraufnahme zu rechnen.

einige Zeit davor, wieder in einem anderem Thread eingestellt:

hu,hu :-)
es gibt hier schon einen Thread "Rübenschnitzel" habe ich mal schnell kopiert was ich damals dazu schrieb :


Hallo, Ihr Lieben,
also: Zuckerrübenschnitzel enthalten eben nicht mehr wirklich viel Zucker. Sie sind nämlich die Abfälle aus der Zuckerfabrik und in dieser Fabrik werden den Rüben der Zucker entzogen."Zucker"-Rübenschnitzel haben einen mehr oder weniger hohen Anteil an zugefügter Melasse. Das steht dann auf dem Sack. "Zucker"-Rübenschnitzel machen eben NICHT dick. Sie werden grade bei Schweinehaltern die ihre Tiere möglichst artgerecht halten wollen und nicht dick füttern wollen eingesetzt, weil die Schnitzel viele Rohfasern enthalten und Ballaststoffe, die satt machen.
Man muß aufpassen, dass man nicht zuviel/ ausschließlich davon füttert, weil sie abführend wirken. Alle Arten der Rüben werden vom Schweine-Organismus nicht so gut verwertet wie z.B. Kartoffeln...daher machen sie NICHT dick.
In der Schweinefütterung muß man sie auch nicht zwingend aufquellen lassen. Da Schweine im Gegensatz zu Pferden ein anderes Verdauungssystem haben und eben ( im Notfall) "kotzen" können Prima! zum Kotzen! Bääääh!
Auf dem Gut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover, auf dem die Studenten Landwirtschaftspraktikum machen müssen, werden die Schweine mit trockenen Rübenschnitzelpellets ( jeden Tag) gefüttert.
Trotzdem sollte man für die Schweine, wenn man keine automatischen Tränken hat, die Schnitzel vorher aufquellen lassen, weil man sonst Unmengen an Wasser bereitstellen muß.
Das kann man auch in einschlägiger Schweine-Fachliteratur nachlesen.
Das die meisten Hobby-Schweine sie nicht mögen, liegt daran, dass sie die Schnitzel nicht kennen. Schweine sind die absoluten "Gewohnheits-Tiere" und hier gilt: "was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht" Lecker!
Man kann die Schnitzel den Schweinen aber schmackhaft machen in dem man sie am Anfang mit wenigen Mengen unter das gewohnte Futter mischt und den Anteil nach-und nach erhöht und/ oder die Schnitzel mit Buttermilch, Joghurt oder Apfelsaft mischt. Was man tun sollte, weil die Schnitzel ein gutes und günstiges Futter sind. Vor allem auch für Schweine die abnehmen sollen oder "Futter-Beschäftigung" auf Grund von zu hoher Pelletfütterung brauchen, wie die meisten ( geliebten sooo hungrigen ) Schweine hier wohl... großes Grinsen
Eine gute regelmäßige Mahlzeit für die Schweinis ist z.B. 1-2X am Tag eine Rübenschnitzelmahlzeit und als Topping/Garnierung drauf: Gerstenschrot oder Haferflocken oder Quetschgerste.
Liebe Grüße
ibi
P.S: eine "Rübenschnitzelmahlzeit" für ein ausgewachsenes Minischwein ( 50cm bis 60cm hoch und ca 50kg bis 70kg schwer) sind ca. 1,5 Kg aufgequollene Rübenschitzel mit einer Handvoll Gedreideflöcken/Schrot drauf
P.S.S. wenn man dann noch einen Mineralsalzleckstein für Schweine zur Verfügung stellt oder eine Prise Schweinemineral oder Futterkalk und abwechselnd dazu frisches Obst, Gemüse und ab-und an ein, zwei Eier oder Quark oder Joghurt hat man seine Schweine perfekt und gut ernährt und muß allerhöchstens ein viertel von dem ausgeben was man für die viel zu teuren Schweinepelletfutter ausgibt. Und Pelletfutter ( Fertigfutter ! =...egal von wem Erschreckend
Lest mal das Schwarzbbuch "Katzen würden Mäuse kaufen" ....

08.10.2012 20.42 | ibi |
Original von Nordlicht
Also, ich muss sagen (schrieb ich ja schon oben), dass ich auch lieber selber mische.

ibi, wieviel Rübenschnitzel fütterst du in etwa pro Schwein? Achtest du auf den Zuckergehalt? Und das Getreide, immer geschrotet oder auch gequetscht? Was ist mit Sojaschrot, auch gut oder nicht?
Fragen, Fragen, Fragen...

Deine Rübenschnitzelfrage habe ich glaube ich mit dem posts oben beantwortet ;-)
Gedreide, wenn es verwertet werden soll, am besten geschrotet oder als Flocken.
Sojaschrot, hierzulande,in Futtermitteln, ist IMMER Genverändertes Soja. Mußt du halt mit deiner Einstellung abmachen...

Kune Kune sind Schweine ! Und zwar von der Größe her "kleine Großschweine"..oder eben große Kleinschweine" :-)

Ist völlig und absolut Humpe !!!!

Ein Schwein ist ein Schwein ! Und es gibt keinen Unterschied vom Handling und der Fütterung her zwischen Groß-Mittel-oder Klein ( Mini)-Schweinen !
Man muß es modifizifieren !

Ein Dackel ist genauso ein vollwertiger Hund wie eine Dogge. Selbstverständlich braucth ein Dackel eine andere mendge als eine Dogge, aber die Basis ist die gleiche !
LG
ibi

08.10.2012 21.04 | ibi |
Original von Sabine
Moin

..um Schweine zu ernähren braaucht man nun wirklich kein "Schweine-Ernährungsfachwissen"...

Das sehe ich ganz anders, da haben pfiffige Köpfe schon dicke Bücher drüber geschrieben, bestimmt nicht grundlos...aber die Diskussion hatten wir hier schon oft. Ich werde sie nicht wieder führen.
Jeder hat halt seine Meinung.

Ich schliesse mich Barbaras Aussage voll und ganz an.

Den allermeisten Hobbyhaltern allerdings ist das zu anspruchsvoll und zu komplex. Darum wie oben erwähnt: ich empfehle als Grundfutter Pet Pig Muesli oder ähnliches.

Sorry, Sabine, nimms mir bitte, bitte nicht krumm !
Aber "die pfiffigen köpfe" die sich über Schweineernährung "den Kopf zerbrochen" haben, hatten diese Motivation: ein Schwein von der Geburt bis zur Schlachtreife zu "Ertragsreife" wie nur möglich zu machen.
Es gibt auch nicht viele Bücher und schon gar nicht, viele dicke darüber.
Ernstzunehmende höchstens zwei !
Und die habe ich :-)
Die "Minischweinferig-Futter-Hersteller" reiten auf dem gleichen Zug, wie die "Minischweine-Micro-Schweine"-Produzenten.
Im Grunde ist es wie bei den Menschen, mit den Vitamin-und Mineralpillen-Herstellern...es wird ein "Bedarf"aufgezeigt, der eigentlich heutzutage ganz schlicht und einfach nicht notwendig ist und teilweise sogar ungesund !

Klärschlamm und Hühnerkacke in Fertigfuttermittel, ist übrigens nicht von mir ersponnen, sondern Fakt. Das ist ein ZUGELASSENER Bestandteil, den die Hersteller natürlich nicth angeben müssen.
Ist so wie die Abneigung gegen Glutamat. Dan wird eben "Hefeextrakt" angegeben auf der Ztutatenliste und alle die kein Glutamat wollen bekommen es eben dann so ! ;-)
Udn aus denletzten Tierfuttermittelskandalen...die ganzen gekeulten Hühner und Schweine...die werden zu Tiermehl verarbeitet, ca. ein jahr lang in Europa hin-und her transporiert und landen dann wiedr als "tierisches Eiweiß" in den Fertigfuttermitteln.....

und @ peter: DIE hysterie mit dem Zucker... meine Güte...auf dem Versaler-pig-pet Müsli, wird Zucker sogar angeben, in der Zutatenliste...
LG
ibi

09.10.2012 07.58 | Nordlicht |
Oje, ich merke schon, zwei Lager...
Aber interessant und dafür ist ein Forum ja da!

Ibi, du sprichst die Kosten an. Das ist auch so ein Punkt, der mich nervt. Nicht, weil ich meinen Tieren nicht das geben will, was gut ist, aber beim Pferdemüsli ist es auch so, dass ein paar Getreidesorten mit Pellets gemischt werden. Die Pellets bestehen hauptsächlich aus Heu und Stroh. Und dann soll ich für einen Sack 10-15€ mehr zahlen, als für das reine Getreide??? Das leuchtet mir nicht ein, deshalb gibt es bei uns keine Fertigmüslis.
Wenn ich selber mische, weiß ich, was drin ist und komme günstiger weg.

Ich glaube, die Futtermittelindustrie hat die Tierhalter gut im Griff. Meine Tierärztin war völlig entsetzt, als ich gesagt habe, meine Hunde kriegen rohes Fleisch. Das wäre aber riskant, in einem guten Fertigfutter sei doch alles drin, was Hund brauche.
Was bitte schön soll daran riskant sein, einen Hund mit dem zu ernähren, was seinem natürlichen Speiseplan am nächsten kommt?
Natürlich erfordert so eine Art der Fütterung, dass man sich ein bisschen mehr mit dem Thema befasst und gut informiert. Dose auf oder Trockenfutter ist einfacher und für den, der sich keine Gedanken machen will, sicher eine praktikable Lösung. Aber ja nicht die einzig wahre.

Mit der Schweinefütterung sehe ich es ähnlich. Wenn man selbst mischen möchte, muss man sich mit dem Thema auseinandersetzen. Logisch. Wenn ich Rübenschnitzel füttern will, muss ich mich vorher informieren, wie sie gefüttert werden und was noch dazu gegeben werden sollte.
Für mich wäre es nicht so problematisch, ein oder zwei Säcke Getreideschrot oder -flocken hier stehen zu haben, weil ich es auch an die Pferde verfüttern kann. Wenn man nur zwei Schweine hat, wird es wahrscheinlich schwieriger, wegen der Haltbarkeit.
Ich denke, man muss es ein bisschen von den Umständen abhängig machen. Für viele Halter ist ein Fertigfutter sicher eine gute und einfache Lösung. Aber es kann ja trotzdem nicht verkehrt sein, Futter selbst zu mischen, vorrausgesetzt, man informiert sich und nimmt das bisschen Mehraufwandt in Kauf.
Ich tendiere zu letzterem ;)

Ok, ich sehe ein, meine Schweinchen sind Mittelschweine =)
Was ja eigentlich auch schnurz ist, da gebe ich Ibi recht.

09.10.2012 11.50 | Barbara |

Die "Minischweinferig-Futter-Hersteller" reiten auf dem gleichen Zug, wie die "Minischweine-Micro-Schweine"-Produzenten.
Im Grunde ist es wie bei den Menschen, mit den Vitamin-und Mineralpillen-Herstellern...es wird ein "Bedarf"aufgezeigt, der eigentlich heutzutage ganz schlicht und einfach nicht notwendig ist und teilweise sogar ungesund !

Ich bin auch kein Freund des Menschen-Vitamin- und Mineralpillen-Booms, das ist ein "Menschenzusatzfutter". Hat aber nichts mit dem Schweinefertig-Futter zu tun. Das ist ein Grundfutter, das eine einfache und "ausgeglichene" Fütterung sicherstellt, vor allem für Anfänger und eben Hobbyhalter, die sich unsicher fühlen, selber zu mischen.
Das damit ein Geschäft gemacht wird, ist klar. Mit allen Tierfuttern. Aber das muss ja nicht nur negativ sein.

Bei meinem Schweinfutter für NT ist alles Bio: also KEIN genverändertes Soja (ist in der Schweiz verboten, auch bei normalen Futtermitteln), keine tierischen Fette, alle Getreide Bio etc. und ich bin sicher auch kein Klärschlamm und Hühnerkacke drin :)

Lg, Barbara

Bei Hundefutter gibt es noch gaaanz viele mehr Ansichten: Rohfleisch, Trockenfutter, Nassfutter, Fertigfutter, Vegifutter, etc. Was auch immer man wählt, ich denke, nichts ist ganz schlecht.

09.10.2012 12.01 | ibi |
Ja, klar soll jeder so füttern wie er es für richtig hält !
meine Statements sollen auch keine Angriffe auf "Fertigfutter-Fütterer" sein.
Nicht , dass ich hier falsch verstanden werde !
Aber "einfach" ist in der Regel nicht gut, was ich hiermit meine: "tüte auf-schaufel rein und in den Futternapf".
Grade eben Schweine, die keine spezialisierten Exoten sind und eben, ist nun mal so, wirklich einfach zu füttern sind.
Das hat die armen Schweine ja auch so früh zur "Massenernährung" des Menschen gemacht....einfachen handhabung und einfache Fütterung, mit viel Ertrag.
Mag ja sein, dass es in der Schweiz verboten ist genverändertes Soja zu füttern.
Als ich noch Schafe hatte und für die ein Mineralzusatzfutter suchte, mußte ich nach gründlicher Suche und Studium der angebotenen Futtermitteln feststellen, dass es in Deutschland zumindes kein Sojafuttermittel gibt, egal ob reines geschrotetes Soja oder Pellets mit Sojaanteil das nicht genverändert ist.
Und "Bio" :cop:...ist genauso ne Sache, da wird auch eine "Sicherheit" suggeriert, die nicht wirklich da ist.
Alles nur Geldmache! Mag sein das es den ein-oder anderen seriösen "Bio"-Anbieter gibt...die meißten sind fakes !
Ach ja, und die EHEC-Quelle war ein Biobetrieb :grin:
LG
ibi

09.10.2012 12.40 | Barbara |
Die meisten Biobetriebe fakes? Nö, genau umgekehrt. Viele ok aber es gibt schwarze Schafe wie überall. Kommt ja auch auf die Zertifizierung an. Es gibt strengere Labels und weniger Strenge.

Ich hab einige Biobetriebe besucht, die sind toll und sehr glaubwürdig und die Kontrollen werden von unabhängigen Stellen gemacht. Und alle gehen sehr schonend mit den Ressourcen um. Für solche Produkte bezahle ich gerne einen etwas höheren Preis.

EHEC kann überall vorkommen, Biobetrieb oder nicht.

Und doch: einfach ist in der Regel sehr gut. Ich liebe den Satz: keep it simple (wo immer möglich) ;) . Warum nicht für das Grundfutter: Topf auf, Futterschaufel rein und schön verstreuen und dann Gemüse, Obst, Eicheln, Nüsse, Gras, Heu etc, dazu, je nach Saison.
Ich finds nach wie vor nicht einfach, das Futter selber zu mischen, wahrscheinlich bin ich unterbelichtet... :P
Lg, Barbara

09.10.2012 13.06 | ibi |
...und ich halte es eben lieber mit einer einfachen Grundregel:

Esse und verfüttere NICHTS, was deine Großmutter ( und für die jüngeren hier Urgroßmutter) nicht als Essen oder Futter erkannt hätte.

:baeh: :winke: :-p

und, verlasse mich ansonsten auf meinen gesunden Menschenverstand.

In Astronautennahrung ist ja auch garantiert alles drin was der Körper braucht.
Essen würde ich das zeug trotzdem nicht.
:baeh:

Lg
ibi

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