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09.09.2012 23.51 | Ankarin | Schwein-Neubesitzer
Hallo Ihr Lieben,
bin seit 3 Wochen stolze Besitzerin eines Minischweins (Göttinger).
Inzwischen lässt sich meine süsse streicheln,wirft sich seitlich und lässt mich
ihre "Knöpfeleiste" streicheln. Durch Belohnung hab ich sie jetzt auch soweit,
dass sie "sitzmacht" und mich direkt anschaut,wenn sie ihre Leckerlis haben will. Hab nur ein Problem:Da sie mir am 1.Tag gleich ausgebüxt ist,ich Blut und Wasser geschwitzt habe und verdammtes Glück hatte,dass sie abends freiwillig wieder heimkam, möchte ich sie gerne an ein Geschirr gewöhnen,damit ich sie
unbedenklich an der Leine aus dem Stall bringen kann und sie nicht wieder abhaut. Nur.....sowie ich sie mit beiden Händen umfasse,quiekt sie in den allerhöchsten Tönen und strampelt wie irre. Wie kann ich sie nur dran gewöhnen,erstmal auf den Arm zu gehen? Sitz ich am Boden im Stall ist es absolut kein Problem,sie legt sich auf meine Beine oder meinen Bauch und lässt sich kraulen. Nur mit beiden Händen umfassen oder sie festhalten löst komplett hysterische Schreikrämpfe bei ihr aus. Auch Belohnung,gutes Zureden oder streicheln hilft hier erstmal nicht viel.
Bitte, helft mir, die Süsse an die "Freiheit" zu gewöhnen. Sie soll doch nach draussen!!!
Lieben Dank im Voraus
Ankarin

10.09.2012 09.39 | ibi |
Hallo Ankarin,
wie schön , dass Du hergefunden hast !
Also, erst einmal solltest Du, wenn du glücklich bleiben möchtest und dein Schwein glücklich werden soll, dir ganz schnell ein zweites Schweinchen im ungefährem alter, deines schon vorhandenen anschaffen. Ob Borg (kastrierter Eber) oder Sau ist in diesem Alter noch egal.
Sauen sind absolut auf Rottenleben programmiert. Spätestens, wenn dein Säulein 2 Jahre alt wird, wird sie unaustehlich werden, sehr Besitzergreifend, dir gegenüber und je nach Erziehung auch sehr gefährlich, wenn si alleine bleibt! Und ein Schwein, welches dann, solange schon alleine gehalten wird, ist in der Regel wahnsinnig schwer mit einem ihm fremden Schwein zu vergesellschaften!

Dein "Problem" welches du beschreibst, kommt daher das Schweine einen Reflex haben, der sie wenn sie frisch geboren sind und im zartem Säuglingsalter vor dem Erdrückungstod bewahrt.
Wenn die Ferkel Druck auf die Seiten bekommen, schreien sie Reflexartig, damit die Sau beim liegen oder säugen sofort aufmerksam wird und sie nicht erdrückt.
Neugeborene Ferkel sind im Verhältnis zu ihrer Mutter unbeschreiblich klein!
Ein erwachsenes Schwein, auch ein Minischwein hat so viel Kraft, dass du es mit einer Leine eh nicht halten kannst. Es sei denn es ist absolut gut erzogen und konditoniert ! Dann kannst Du es aber nicht wegen des Geschirrs und der Leine halten, sondern nur durch die Erziehung und weil es dir vertraut. So wie man auch kein unerzognes Pferd halten könnte !
Das ja ebenfalls ein Fluchttier ist.
Außerdem würdest Du auf die Idee kommen, deinen ausgewachsenen Schäferhund auf den Arm nehmen zu wollen ?
Dein schwein wird, wenn es erwachsen ist im Mittel mindestens 50 Kg wiegen.
Willst du das ernsthaft auf den Arm nehmen ? Wozu ?
Wenn das Schwein nach draußen soll, was es unbedingt sollte, schaffe ihm ein Gehege, vin mindestens 200 qm, möglichst mit Bäumen und Büschen darauf und eine wetterfeste Hütte mit Stroh darin. Und zwingend und Dringend : einen Kumpel !

LG
ibi

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