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07.09.2012 11.56 | Peter | Tierschutzdiskussionen
Die Bundesregierung hat wesentliche Forderungen des Bundesrates zur Änderung des Tierschutzgesetzes abgelehnt (z.B. Tierschutzkennzeichnung von tierischen Lebensmitteln). :down:

Sitzungsprotokoll des Bundesrates (Volltext)

Auszug:

Soweit der vorliegende Gesetzentwurf die EU-Tierversuchsrichtlinie umsetzt, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Zahl der Tiere, die in Tierversuchen verwendet werden, gemäß Tierschutzbericht 2011 der Bundesregierung seit Jahren kontinuierlich ansteigt.
(899. Plenarsitzung des Bundesrates vom 6.7.2012, Redeauszug Frau Lucia Puttrich, Hessen, Kreisvorsitzende der CDU Wetterau, MdB, Umweltministerin Hessen)


(...) Es besteht daher kein vernünftiger Grund mehr, Ferkeln durch den Verzicht auf eine Betäubung bei der chirurgischen Kastration Schmerzen zuzufügen. (...) Gegenstand ist insbesondere die Umsetzung der EU-Versuchstierrichtlinie (...) Durch die Richtlinie ist der Rahmen der nationalen Regelungen vorgegeben. (...) Ich betone nochmals, dass der Gesetzentwurf in erster Linie der Umsetzung der Versuchstierrichtlinie dient. Eine umfassende Novellierung des Tierschutzgesetzes, wie sie von einigen Seiten gefordert wird, kann nicht unter dem Zeitdruck einer Umsetzungsverpflichtung erfolgen. Sie bedarf vielmehr der intensiven fachlichen Beratung mit allen betroffenen Kreisen. Wir werden daher auch im weiteren Verfahren keine Forderungen unterstützen, die zu einer Verzögerung der Umsetzung der Richtlinie führen.
(Peter Bleser, Parl. Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Quelle wie oben.

Wie man sieht, sieht man nix - nachhaltige Verbesserungen für die Tiere sind somit erst einmal nicht zu erwarten. :down:

07.09.2012 21.52 | Trudis Mama |
Ganz ehrlich?
Diesen Leuten, die diesen Beschluss der "Nicht-Änderung" in die Welt gesetzt haben, wünsche ich, dass sie als Nutz-oder Versuchstier wiedergeboren werden und sich an die Worte aus ihrem vorherigen Leben noch erinnern können.
Ich kann wieder gar nicht so viel fressen wie ich kotzen möchte :kotz: :mauer:

LG
Dany

11.09.2012 10.20 | Peter | Deutscher Bauernverband spricht bei Tierschutz-Novelle von Wunschkonzert
Mit Stellungnahmen, Äußerungen und Haltungen wie diesen

http://www.wochenblatt.com/rubriken/aktu
elles/meldung/m-id/tierschutzgesetz-wuensche-nicht-erfuellbar/1/

trägt unsere Bauernschaft nicht eben dazu bei, an Ansehen in der Öffentlichkeit zu gewinnen.

Angestrebte Verbesserungen im Tierschutz als "in weiten Teilen unüberlegtes Wunschkonzert" abzutun und sich einzig und allein auf die ökonomischen Aspekte der Landwirtschaft zu reduzieren ist in meinen Augen eher ein bedauerliches Armutszeugnis.

Daß offensichtlich der Nerv vieler Landwirte mit der Tierschutznovelle getroffen wird, signalisiert auch die Unruhe, die in den Reihen der Schweinemäster vorzuherrschen scheint. Nicht ohne Grund ruft der DBV zu einem "DBV-Veredlungstag" (welch Unwort) auf: http://www.bauernverban
d.de/veredlungstag-2012

Die Anmeldefrist ist zwar abgelaufen, aber das Programm dieser Veranstaltung liest sich schon recht durchwachsen (http://media.repro-mayr.de/3
8/551538.pdf)
: Auszug "Experten aus Wirtschaft, Beratung und Politik werden
gemeinsam mit den Landwirten auf dem DBV-Veredlungstag 2012 mögliche Lösungsansätze und Wege für die zukünftige Schweinehaltung in Deutschland diskutieren." (Quelle a.a.O.)

Die Frage kommt allerdings auf, inwieweit auch Fürsprecher für die Tiere übermorgen hier teilnehmen und überhaupt Gehör finden werden??

12.09.2012 10.15 | Peter | RE: Deutscher Bauernverband spricht bei Tierschutz-Novelle von Wunschkonzert
Mein Reden: Billig billig ist nicht wirklich gut:

http://www.topagrar.com/news/Schwein-
News-Schwein-Belgien-Fleischwirtschaft-setzt-auf-Qualitaet-936483.html

und bei dem "fehlenden Gesicht" (s. Artikel) können wir helfen: Plakat

Und das Ganze ist nicht nur in Belgien so.

12.09.2012 10.33 | Peter | RE: Deutscher Bauernverband spricht bei Tierschutz-Novelle von Wunschkonzert
Trau, schau, wem...


Die CDU fühlt sich dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet
Der Tierschutz hat für die CDU einen hohen Stellenwert, schließlich sind Tiere Geschöpfe Gottes. Dem Staatsziel Tierschutz im Grundgesetz fühlen wir uns verpflichtet. Wir setzen uns auf nationaler, europäischer und globaler Ebene für den Tierschutz ein und wollen dazu beitragen, dass immer mehr Menschen ein Bewusstsein für den Tierschutz entwickeln.
Quelle am 12.9.2012, 10:18Uhr: http://www.cdu.de/politikaz
/tierschutz.php

und Montag, den 03. September 2012 um 07:41 UhrTierschutz: Bundesregierung gegen LänderforderungenDer Bund ist gegen die Forderungen der Länder nach mehr Tierschutz. Sie erteilt Absagen an gesetzliche Regelungen zur Einführung von Tierschutzindikatoren und Tierschutzkennzeichnung.
Quelle am 12.9.2012, 10:32Uhr: http://www.klv-vechta.de/aktuelles/news/253-
tierschutz-bundesregierung-gegen-laenderforderungen.html

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