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03.07.2012 08.36 | Daan V. | wo sind die Insekten?
Eine Verbindung zu Schweinen her zu stellen ist nicht leicht, obwohl wenn man schon mal erlebt hat, wie Millionen von Fliegen in den Anlagen den Schweinen das Leben zusätzlich erschweren wird es einfacher. Oder der Kot im Garten, Anziehpunkt verschiedenster Geflügelten.

Zur Sache: Wo sind die Insekten?
Wir haben extra für Insekten viele Pflanzen im Garten, wie Schmetterlingstrauch, Mädesüß, Blutweiderich usw.

Nichts ist los im Garten. Sogar mein Auto, womit leider viel gefahren wird ist nahezu frei von Insekten.

Ist da der Maisanbau schuld, oder gibt es da noch andere Faktoren, wie Wetter u.Ä.

Wenn es keine Insekten mehr gibt, gibt es bald kein Schwein mehr.

03.07.2012 09.26 | Wollies |
Bei uns gibt es keinen Maisbau - und ich habe seit 2 Jahren keine Bienen oder Hummeln mehr gesehen; die letzte Hummel (jawoll, in der Einzahl) habe ich im Februar (!!) 2011 von der Wand gepflückt und nach drinnen gebracht.
Da meine Obstbäume nicht mehr blühen und entsprechend nicht tragen, bin ich auf die Holunderblüten als Bienennahrung angewiesen.

Dieses Jahr habe ich extrem viele "schmale" Motten im Haus, die Schnaken kommen immer früher und die Spinnen sind jetzt schon am Einziehen, statt wie sonst im September.

Ansonsten - tut sich ausser Fliegen nix.

Wollies

03.07.2012 09.37 | Daan V. |
Deine Antwort bestätigt meine Beobachtung.

Und tatsächlich: hier kommen die Spinnen jetzt auch schon ins Haus, wie sonst im Herbst.

Das ist doch absolut ein Grund zur Beunruhigung, oder?

In den Medien habe ich darüber noch nichts gehört oder gelesen, abgesehen vom Bienensterben.

Ich war vor zwei Jahren in der Toskana, und durfte da erleben wie das Leben nur so brummen kann. Aber hier brummt, oder summt nichts mehr.

Grüße, Daan

03.07.2012 13.41 | Peter |
Im Norden der Republik herrscht diesbezüglich auch verblüffende Ruhe. Einzelne Hornissen (doch doch, die gibt es noch!), Holzwespen und Riesenholzwespen konnte ich zwar in den letzten Tagen sehen, aber Bienen? Wespen? Hummeln? Libellen? alles wirklich nur vereinzelt, nicht wie gewohnt. Naja, klar, Fliegen und Bremsen zu hauf, insbesondere wenn sich auch bei uns einmal die Sonne ein wenig sehen lässt (Betonung liegt dann eher auf wenig). Aber für den Rest - hm, Fehlanzeige.

Zwar sind auch wir vom Mais umzingelt, aber das galt für das letzte und das vorletzte Jahr auch schon, und subjektiv war (zumindest vorletztes Jahr) in diesem Bereich mehr los, als ich es in diesem Jahr wahrnehme ?( .

Es mag jedoch sein, dass dieser subjektive Eindruck täuscht, denn nahezu alle Vogelarten um uns herum scheinen bislang recht erfolgreich in ihrer Vermehrung gewesen zu sein und ihre Brut auf "vernünftig" groß bekommen zu haben. Außergewöhnlich hier eher, dass bspw. die Schwalben schon mit der 2. "Flugschule" in Gange sind.

nachdenklicher Gruß
Peter

03.07.2012 13.48 | Daan V. |
Mir ist in diesem Frühling allerdings den enormen Andrang auf den Rest der Winterfütterung aufgefallen, so das wir dieses Jahr länger gefüttert haben. Ich weiß natürlich, dass das umstritten ist, aber vielleicht ist es der Beweis dafür, dass in der Natur weniger zu holen war. :sz:

Ich schaue in den Garten rein: Nichts los!

Mich macht das krank.

03.07.2012 13.55 | Peter |
hey, mit der längeren Fütterung warst Du definitiv nicht allein - das machten wir auch. Wir versuchen jedoch stets den Zeitpunkt nicht zu verpassen, wo es sinnvoller ist, dass die Piepmätze das, was in der Natur vorhanden ist und deren Nachwuchs wirklich braucht, um vernünftig zu gedeihen, auch suchen und verfüttern. Und daran mangelte es bei uns auch in diesem Jahr nicht. Dennoch: Diese Monokulturen um uns herum können nicht wirklich gut sein. Fruchtfolgen der Ackerbewirtschaftung?? Neee, warum soll ich anderes anpflanzen oder -säen, Mais bringt doch viel mehr Geld. Allerdings nicht als Futter, sondern direkt und ohne Umweg für die Biogasanlagen. Na klasse. Irgendwie sind das schon ganz schön verrückte Zeiten. Wie lange das wohl insgesamt noch gutgehen mag??

Peter

03.07.2012 14.31 | Daan V. |
Ausgerechnet an einer der schönsten Ecken hier, wo zwei Bäche zusammenfließen und Fuchs und Hase sich "Gute Nacht" sagen, wurde eine riesige Biogas-Anlage gebaut. (Borken- Marbeck)

Die Inbetriebnahme wurde gefeiert. Keine Kritik, nichts war zu hören, entweder beim Bau, noch später.

Die landschaftliche Folgen sind enorm, abgesehen von den der enormen Logistik die erforderlich geworden ist, um das "Ding" zu ernähren.

Ich glaube, dass das Münsterland noch konservativer ist als Bayern, obwohl ein Staat sind wir nicht.

Gruß, Daan

03.07.2012 15.17 | schweinebrück |
Also bei uns hier in Friesland herrscht an Hummeln und Bienen kein Mangel. Und von wegen Hummeln stechen nicht. Das kann ich nun aus eigener Erfahrung wiederlegen. Aber ich würde auch mit allen Waffen kämpfen wenn mich ein Riese an den Boden drückt. :) Hornissen habe ich auch schon gesehen, Mücken und Bremsen zu Hauf. Leider mögen die mich gerne x( Auch Maikäfer hatten wir satt und lang. Das einzige was ich noch nicht gesehen habe dieses Jahr sind Wespen. (Könnte ich auch gut drauf verzichten)
Bei uns steht auch viel Mais ringsrum. Daran scheint es dann ja nun mal nicht zu liegen. Habt ihr eine Erklärung???

03.07.2012 15.35 | Daan V. |
Wespen kommen hoffentlich..noch, dafür ist es noch etwas zu früh.
Auf dem Sommerfest in Eversmeer werden sie da sein... :(

Aber wir lösen das Problem genauso wie letztes Jahr, da hat ein Teilnehmer den Tipp gegeben, außerhalb der Scheune ein paar Gefäße mit Zuckerwasser aufzustellen. Die haben unsere gelb-schwarz gefärbten Freunde schnell als Gastgeschenk angenommen, und uns dann in Ruhe gelassen.

03.07.2012 18.47 | Sabine |
Moin

Jou, stimmt, die Wespen kommen immer zum Sommerfest und fressen uns die Marmelde weg. :O
Ich habe viel Klee in der Wiese und da sind Hummeln reichlich vertreten, obwohl ich hier von Mais umzingelt bin.
Bienen weiss ich jetzt gar nicht, ich flüchte immer, wenn was kommt was stechen kann. Da bin ich ein Weichei.
Mücken sind sehr wenige, obwohl meine Suhlen ja eine Mückenzuchtstätte sind, aber das schiebe auf die Schwalben, die damit ihren Nachwuchs grossziehen.

Was mir aufgefallen ist, viele die gestochen werden, egal von was jetzt, reagieren recht heftig. Da gibts wirklich dicke Arme und rot entzündete Stellen.

Viel liegt aber sicher auch an dem langen und kalten Frühjahr das wir hier hatten. Gestern ist ein Auto hier in der Nähe in ein Buswartehäuschen gefahren..die Polizisten hatten echt Spass mit dem Wespennest das dabei aufgescheucht wurde. :grin:

03.07.2012 21.10 | ilka |
Bei uns sind auch kaum Insekten....außer Blattläuse und Ameisen...die sind im Überschuss verteten. :(
Selbst unsere Fledermäuse, die sonst am Abend um die Laterne fliegen, sind abgewandert. Ich denke, es ist einfach zu kalt und zu feucht für diese Jahreszeit.
Nicht wirklich Sommer. ;(
NABU hatte schon im vergangenen Jahr gesagt, man soll spezielle Vogelknödel (Sommerfutter) aushängen, da viele Vögel durch den Mangel an Insekten, ihre Brut nicht mehr richtig aufziehen können.

03.07.2012 21.59 | Liese |
Hallo,
bei mir gibt es Insekten aller Art!!! Und auch viele Schwalben in den Gänse und Schafsställen. Sie scheinen auch genügend Futter zu finden, denn sie fangen die zweite Brut an.

04.07.2012 06.09 | ilka |
@ Liese
Jetzt wissen wir wenigstens wo sie alle sind :D...sehr beruhigend.

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