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02.03.2012 04.59 | Detlef | Jäger unterstellen einer Familie, die einen verletzten Frischling retten, Wilderei?
Tierfreunde nach Wildschwein-Rettung am Pranger

Frankfurt (Oder) (MOZ) Der Umgang einer Brandenburger Familie mit einem verletzten Frischling erhitzt die Gemüter von Jägern und Tierschützern. War es legitim, das Tier mitzunehmen und zu versorgen, oder handelt es sich um strafbare Jagdwilderei?

http://www.moz.de/typo3temp/pics/441b840856.jpg
In einer Kiste in der Tierarztpraxis Bredow im brandenburgischen Sieversdorf (Oder-Spree) liegt ein Frischling mit einem gebrochenen Bein, aufgenommen am 22.02.2012. Eine Familie hatte dieses wenige Wochen alte Wildschweinbaby verletzt am Straßenrand gefunden. Mehr als 70 000 Wildschweine werden in Brandenburg pro Jahr erlegt, doch das Einzelschicksal dieses verletzten Frischlings weckt das Mitleid von Tierfreunden.

Es war ein Zufallsfund am Straßenrand. Eine Familie aus Alt Tucheband (Märkisch-Oderland) hat in der vergangenen Woche ein verletztes Wildschwein entdeckt. Wegen eines gebrochenen Beins war der Frischling hilflos und weckte das Mitleid der Finder. Sie nahmen ihn mit in eine Tierarztpraxis. Dort wurde er versorgt und anschließend zum Aufpäppeln einer Pflegefamilie übergeben. Wie es danach weitergehen soll, ist zunächst unbekannt.

Nachdem diese Zeitung am vergangenen Wochenende über den Fall berichtet hatte, meldete sich ein aufgebrachter Jäger in der Redaktion, der die Herausgabe des Namens der Finder verlangte, um sie wegen Wilderei anzuzeigen. Sie hätten das Tier in keinem Fall mitnehmen dürfen, sondern sofort den zuständigen Jäger oder das Ordnungsamt verständigen müssen, argumentierte der Mann.

http://anti-jagd.blog.de/2012/02/29/jaeger-unterstellen-familie-verlet
zten-frischling-retten-wilderei-12952076/

02.03.2012 06.00 | Elly |
Das darf doch nicht war sein! :O
Entschuldigt, aber der Mann hat scheinbar keine anderen Probleme...
Und noch zum eingentlichen Sachverhalt: Meines Wissens nach handelt es sich doch erst um Wilderei wenn ein Tier ohne Genemigung getötet wird, oder?

Ach Mensch jetzt hab ich mich schon wieder aufgeregt, das wollt ich mir doch für die heutige Matheschulaufgabe aufheben (HILFE) ;)



Glg von Elly, die immer noch keine Gleichungen lösen kann... :winke:

02.03.2012 10.52 | schweinebrück |
Hat sich wohl geärgert, dass ihm ein Braten durch die Lappen gegangren ist. der "gute" Mann.

02.03.2012 19.28 | Schlormel |
Vermutlich hätte der Kerl den kleinen Frischling einfach nur liebend gern abgeballert...
und ist wütend über den entgangenen "Spaß".....

Hoffentlich läßt sich die Familie nicht einschüchtern oder entmutigen...

Und hoffentlich entwickelt sich das Kleine zu einem prächtigen Tier mit einem langen Leben...

Möge ihm nie so ein Freak begegnen....

02.03.2012 23.18 | Petra1 |
man kann doch da nicht einfach weitergehen und ein verletztes Tier liegen lassen. Und wer ein bisschen mit der Natur und Wald vertraut weiß sehr genau was passiert wenn man den Jagdherrn anruft...... :down:

03.03.2012 00.08 | Schlormel |
Hier ist auch nochmal ein süßer Bericht, wie es jetzt weitergeht....


http://www.welt.de/vermischtes/article13899681/Frischling-mit-gebroche
nem-Bein-findet-neues-Zuhause.html#

14.03.2012 16.21 | Leitbache |
Unter den Bergriff der Wilderein fällt mehr als der Normalbürger sich vorstellt: nicht nur, wenn der Hund beim Gassigehen Rehe hetzt, bzw. durch die Stilllegung stöbert oder wenn die gelangweilte Hauskatze Junghasen totbeißt, sondern auch das Einsammeln von vermeintlich verwaistens Nestern/Gelegen, das Aufsammeln von Abwurfstangen (also Geweihe/Gehörne) von z.B. Rot- und Rehwild und natürlich auch das an-sich-Nehmen von Wildtieren.
Hierbei ist es egal, ob sie verletzt sind oder möglicherweise verstoßen/ verwaist oder alleine irgendwo in der Wiese (Rehkitze, Junghasen) oder totgefahren am Straßenrand liegen (z.B. Schleiereule).

Wildtiere dürfen nicht der Natur entnommen werden. Erst ´mal, weil die allermeisten Menschen gar keine Ahnung, d.h. die nötige Sachkunde haben, welche Bedürfnisse so ein Wildtier hat (und zwar nicht nur, solange es ein süßer Frischling ist), und weiter, weil es einige gesetzliche Vorschriften bez. der Wildtierhaltung gibt, an die man beim Einsammeln des Tieres gar nicht denkt.
Es gibt spezielle Wildtierauffangstationen, die das eine oder ander Rehkitz, Jungfuchs oder auch den Frischling aufnehmen, aber auch deren Kapazitäten sind begrenzt.

Was soll denn mit dem Frischling passieren, wenn er gesund gepflegt ist? Der Kerl kann mit z.B. bereits 8 Wochen nicht mehr ausgewildert werden.

Wie in dem Folgeartikel steht hat das Wutzchen Glück und soll in einem Gnadenhof mit weiteren Artgenossen o.ä. unterkommen. Schön, wenn die Leute dort ein groß genuges Areal, doppelte und tief in der Erde eingegrabene Zäune, artgerechtes Futter und viel Beschäftigung für die Schwarzkittel haben. Ganz abgesehen von den erforderlichen Meldevorschriften bei Ordnungsamt, Jagdinstitutionen, usw., anfallenden Kosten wie Kastration etc.

Ich denke nicht, daß es dem Jagdpächter darum geht, den Frischling "weil`s so geil ist" einfach ´mal "totzuschießen".
Wildtiere gehören grundsätzlich in die Natur und sollten dort auch bleiben. Und ja, die Natur ist grausam, und wenn so ein Frischling angefahren wird oder schon von Geburt an eine Krankheit hat dann wird der eben von der Bache verstoßen und sich selbst überlassen. In ein oder 2 Nächten wird der Fuchs den kranken Frischling holen und fressen.

In den meisten Fällen sammeln Spaziergänger nämlich so einen süüüßen armen verletzten Frischling auf, beim Tierartzt gibt es eine Schiene, das Wutzchen bleibt für 2 oder 3 Monate in der Familie (ist ja immernoch sooo drollig und lustig), nur ab einer gewissen Größe wird es dann nicht mehr lustig: die Sau gräbt das heilige Blumenbeet um, plündert den Biomüll, beißt fremde Hunde, verfolgt die Nachbarkinder, büchst aus (Wutzen können sich durch die kleinsten Zwischenräume quetschen, locker Jägerzäune überspringen und heben ´mal so ganz nebenbei einen Maschendrahtzaun an), hampelt auf der Straße ´rum, geht betteln... und ab der Geschlechtsreife sind sie sowieso mit Vorsicht zu genießen, besonders Keiler.
Und dann will keiner mehr den Schwarzkittel haben, weil er Arbeit und Probleme macht.

Ich glaube nicht, daß die meisten Leute wissen, auf was sie sich einlassen, wenn sie einen 7 Tage jungen Frischling aufsammeln und meinen, sie könnten ihn großziehen. So eine Sau wiegt ´mal ganz schnell 100kg, hat eine Irrsinnskraft und schafft ohne Probleme 50km/h.

Und da das Wild demjenigen Jagdpächter gehört, in dessem Revier es sich aufhält liegt es letzen Endes an ihm zu entscheiden, ob er den Frischling in der Natur beläßt, einer Auffangstation aushändigt oder einer Privatperson überläßt.

14.03.2012 21.29 | Migi |
Das kann ich verstehn. Weitergegangen wäre ich allerdings auch nicht :stareup:
Ich hätte ihn glaub ich auch mitgenommen, oder vielleicht noch erst vor Ort versucht zu klären was geht und was nicht. Die Natur ist einfach manchmal schwer zu akzeptieren für Menschen. Wir sind einerseits die grausamsten Lebewesen(nehmen mehr als wir zum Leben brauchen), sind andererseits aber auch die Einzigen die sich besonders den Schwachen und Verletzen widmen. Kein Tier schleppt Kranke und Verletzte mit.
Aber es ist menschlich.
Zu Bella kamst du doch aber auch so, oder?

14.03.2012 23.07 | Leitbache |
Stimmt. :D

Wir haben unsere Bache auch verwaist aufgegriffen.
Nur wenige Stunden zuvor wurde ihre Mutter an einer Schnellstraße überfahren, und nur aus reinem Zufall waren wir Ausflugs-technisch an dem Tag am Rhein unterwegs und zufälligerweise war das das Jagdrevier eines Bekannten, haben nur aus Zufall miteinander telefoniert, von dem Verkehrsunfall und den Frischlingen erfahren und nur mit viel Glück wußten wir in etwa, wo sich der Kessel befand.
Sehr viele Zufälle, und es war üüüüberhaupt nicht geplant, so einen flinken, jungen Frischling mit noch Nabelschnur am Bauch einzusammeln: eher aus Neugier haben wir nach dem Kessel gesucht und hätte ich ihn nicht eher durch Zufall (da, schon wieder ein Zufall) und mit Maggi-Geruch im hohen Schilf gefunden und wäre ich nicht völlig frei von "Wenns" und "Abers" vorne hineingekrochen und hätte sich nicht zufälligerweise gegen den "Notausgang" ein kleines Frischlingsbeinchen abgehoben und ich nicht einfach gedankenlos zugepackt und das lautstark qiekende Etwas mit den wunderschönen schwarzen Knopfaugen sofort unter meine Jacke gestopft, wo es augenblicklich ruhig war... na, dann hätten wir heute keine 4-jährige Wildschweinbache mit einem Kampfgewicht von 120kg!

Natürlich war es dumm und unvernünftig, der Straßenverkehr fordert halt Opfer unter den Wildtieren. Wir haben nicht die Sau aufgegriffen, weil wir den "durch den Menschen entstandenen Schaden an der Natur wiedergutmachen" wollten, nein.
Ganz einfach aus Unvernunft haben wir das Wutzchen mitgenommen. Platz, Genehmigungen, Futter und Sachkunde waren kein Hindernis, es gibt richtig gute Fachliteratur über Schwarzwild.

So interessant es ist, was man alles von so einem Wildtier lernt, die Lautäußerungen, das Verhalten, die Cleverness, die Freßgewohnheiten usw., das möchte ich heute nicht mehr missen. Auch nicht, daß diese grobe Sau irgendwie doch eine Mimik hat und zuckersüß sein kann. Daß sie mich um jeden Preis verteidigen würde und besser als der Hund aufpaßt.

Dann gibt es da noch die üblichen Aufgaben als Schweinehalter wie Misten, Sule erneuern, Grund erneuern, neue Spielsachen bauen.

Und dann kommen die Aspekte, die eine Wildschweinhaltung anstrengend machen: es wird JEDEN MONAT für 1 Woche rauschig und das Futter ist recht zeit- (Eicheln säckeweise sammeln) und kostenintensiv (Mais/ Weizen/ Gerste aus dem Landhandel, Haferflocken, Trauben, Äpfel... nur Speisequalität, saurer oder matschiger Kram geht gar nicht, genausowenig wie nicht-heimisches Obst und -Gemüse oder gar Preß-Pellets).
Außerdem sind mein Mann und ich (naja, und der Hund) die einzigen, die das Gehege betreten können, und wenn ich mit dem Hund ´mal 1 Tag unterwegs bin (wir 2 sind ihre Rotte) bekommt die Bache Verlassensängste.
So grob es jetzt auch klingt, aber man knebelt sich mit so einem sozialen Tier für ca. 15-20 Jahre.

Im Endeffekt kann ich sagen, ich finde es schön, daß wir die Sau haben und bin froh über alles, was ich von ihr gelernt habe, aber nochmal kommt mir keine "ins Haus".
Und ich rate auch jedem davon ab, einen Frischling aufzusammeln und ihn halten zu wollen.

15.03.2012 09.52 | justnatur |
Hallo leitbache,
darf ich Dich mal was fragen?
Du schreibst als hättest Du richtig Ahnung von der Jägerei.
Du hast Schleiereule und Turmfalke großgezogen, das darf auch nicht jeder.
Und dazu gehört sehr viel Sachkenntnis. Ich weiß das, ich habe auch schon aus dem Nest gefallene Greifs großgezogen und wieder ausgewildert.
Bewegst Du Sich in Jägerkreisen?
Lg Martina

15.03.2012 19.54 | Migi |
Ich finde das ganz toll wie du von Bella schreibst. Sicher ist es Unvernunft, aber es ist auch pures Gefühl :)Und ich finde es schön gerade von Dir solche Gefühle zu lesen, da du ansonsten oftsehr hart und klar schreibst. Damit möchte ich dich nicht angreifen, ich find es einfach nur unheimlich schön auch deine weiche Seite hier kennen lernen zu dürfen :)
Wenn du vom Knebeln schreibst weiß ich genau was du meinst. Louis lebt ja hier auch als einziges Schwein, ich finde es so wie es ist für ihn und uns in Ordnung, aber nochmal würd ich das wahrscheinlich anders machen. Wir sind eben auch immer gebunden, denn da ists egal ob du einMini oder eine Bache hast. Wir haben noch etwas mehr Kapazität was die Betreuung und Versorgung betrifft, wir haben die Schwiegereltern mit im Haus, die akzeptiert er absolut. Nur was körperliche Nähe und Kuscheln betrifft das macht er nur mit uns.

17.03.2012 10.55 | Leitbache |
Ja, Migi, man handelt eben nicht immer vernünftig... :D ... obwohl so ein Schwein doch viel Arbeit macht, auf seine Weise gibt es einem auch viel zurück.

Gestern z.B. hat mir die Wutz beim übermütigen Spielen einen kleinen Kratzer am Arm verpaßt (+ dicker Beule). Ich habe mit ihr geschimpft und ihr die Schramme gezeigt, und die Bache hat die kleine Verketzung angeschnüffelt, abgeleckt (bäh!), mit ihrer weichen Scheibe mein Gesicht berüsselt und mich angepustet und dieses öh-öh-öh! als "Entschuldigung" von sich gegeben.
Es ist schon verblüffend, daß ein Schwein irgendwie eine Art Schuldbewußtsein hat. Bella wußte ganz genau, daß sie mir den Kratzer verpaßt hatte.


@Martina:
Ja, auch wenn es hier nicht immer auf Verständnis stößt.
Die Schleiereule war damals in unserer Scheune aus einem NABU-Nistkasten gefallen, und weil die Leute sich ´mal alle 5 Jahre blicken lassen und das nicht wirklich für viel Intersse spricht (der Kasten sollte doch etwas öfters gereinigt werden) und wir dann mit Leiter und Müllsack die Nisthilfe gesäubert haben dachten wir, na, soll die kleine Eule in ihrer Umgebung groß werden. Wir haben ihr ein eigenes Gehege gebaut, gefüttert, gepäppel, geschmust und mit ihr Flugübingen gemacht. Und auf Pfiff antwortete sie. Und nachts kam der Eulenvater in den Hof zum Gehege und hat den Kleinen besucht. Und irgendwann gegen Abend -unser Kelchen machte schon die ersten kurzen Flüge- saß sein Vater auf dem Scheunendach und hat ihn "wieder" in die Familie integriert. Unsere Eule wurde wieder gefüttert, hat mit den Geschwistern und Elterm Flüge unternommen und ist 2 Jahre später zurück in die Scheune gekommen und hat Nachwuchs gemacht.
Na, und der Falke war eigentlich schon flugfähig, hatte aber mit den Rabenkrähen bei seinem ersten Rundflug nicht gerechnet und die ihn arg zerzaust. Wir haben ihn 10 Tage gepäppelt und dann wieder fliegen lassen. Zum Glück war er nur etwas geschockt und zauselig und hatte keinen Bruch.

17.03.2012 12.12 | Barbara | RE: Jäger unterstellen einer Familie, die einen verletzten Frischling retten, Wilderei?
Hi Leitbache
Verletzt aufgefundene Wildtiere aufzupäppel und dann vor allem einen artgerechten Platz zu finden ist äusserst schwierig, das finde ich auch. Da kann der Tod erlösender sein als irgendwo an einem nicht artgerechten Platz dahinzuvegetieren.
Und da spielt, wie ihr sagt, dann manchmal halt die Unvernunft mit weil das Herz grösser ist als die Vernunft. Kennen wir ja alle, ist auch ok so, man muss dann das Beste drausmachen und Verantwortung übernehmen.
Da solche Einzelschicksale naturgemäss grosses Echo erfahren, ist die Chance auf einen guten Platz viel grösser, das gibt Hoffnung.

Da Bella ja ein Einzelschwein ist, braucht sie folglich viel mehr Aufmerksamkeit, Zeitaufwand, Beschäftigung etc. (="Knebelung" :D) Ist ein Zweitschwein nie eine Option gewesen? Ich habe zwei Rüssels, und vor den jetzigen habe ich auch 17 Jahre zwei Minis gehabt (alle Draussenhaltung). Ich hätte nie die Zeit gehabt, die ein einzelnes Schwein braucht, damit es sich wohl fühlt und nicht allein und verlassen. Da muss man sich ja viele Stunden am Tag ausschliesslich mit dem Schweinchen beschäftigen, das wäre wirklich eine "Knebelung".
Ich habs mal bei meinen ersten Schweinchen gesehen, als eines sehr jung an einem Herzfehler starb. Bis der neue Kumpel kam, war ich Stunden pro Tag bei der Sau, sie fühlte sich allein total verlassen.
(Ausnahmen gibst sicher schon, aber selten: z.B. alter Borg, der nicht unbedingt wieder vergesellschaftet werden will).

Aber Bella ist ja erst ca 4 Jahr jung, wäre doch schön wenn sie einen Kumpel hätte. Lg, Barbara
(PS: noch eine Frage, zwar nicht zum Thema: Deine Bella trägt so ein schönes Halsband. Ist das wegen der Erkennbarkeit und aus was ist das? Einer meiner Borgs sieht eben ähnlich wie ein Wildschwein aus für Laien, und ich habe angst, dass wenn er mal ausbüchsen sollte, man ihn nicht als zahmes Schwein erkennt und erschiesst. Ich brauch auch so ein grosses Erkennungsmerkmal. Ohrmarke hat er rausgerissen und ist auch viel zu klein um auf Distanz gut erkennbar zu sein.)

22.03.2012 22.31 | Leitbache | RE: Jäger unterstellen einer Familie, die einen verletzten Frischling retten, Wilderei?
Hallo Barbara,

ja, natürlich haben wir uns lange überlegt, ob wir uns ein weiteres Wutzchen holen sollten.
Nur haben wir leider nicht den Platz für weitere 150m², das Material muß stabil sein und ist daher teuer (die Pfosten und Baustahlmatten müssen ja einem Ausbruchsversuch standhalten; ein einfacher, robuster Bretterzaun bringt da gar nichts, auch Strom ist uninterssant), und Futter und Stroh wollen ja auch noch gekauft werden. Zudem bräuchten wir für Bella ja einen Kumpel, der bei fast gleicher Größe und Masse auch so flink ist wie sie. Und möglichst auch dauerhaft Freiland-tauglich... also einen anderen Schwarzkittel.
Na, und dann natürlich ein "Eingewöhnungs-Gehege". Und die ganzen OKs von Kreisverwaltung etc.. Und ob die Versicherung noch ´ne Bache nimmt (Keiler sind ja ab der Geschlechtsreife Einzelgänger; ich weiß auch nicht so recht, ob ein Kastrierter eine Lösung wäre... zumal er ja vom Geruch her weder Fleisch noch Fisch für Bella ist und sie ihn womöglich dauerhaft tyrannisieren würde)...?

Das Halsband bekommt sie angezogen, sobald sie im Garten unter Aufsicht brummen darf (Mäuse buddeln, Grasen, Rennen). Nur zur Sicherheit, sollte sie sich abseilen. Das Teil haben wir ihr selbst gebastelt, aus neon-gelbem Gewebeband aus dem Baumarkt (OBI oder Globus), gibt`s von der Rolle als Meterware. Die Metallringe und Schnallen haben wir auch von dort. Als Vorlage diente ein herkömmliches Hundehalsband mit Stop-Ring. Das Halsband wird mit Schlagnieten zusammengehalten und ist in der Größe verstellbar (wg. Sommer- und Winterschwarte).
Das Teil zu basteln ist etwas Geduldsarbeit, aber hält prima. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, in der Größe gibt`s halt keine passenden Halsbänder mehr im Heimtierzubehör. :D

24.03.2012 23.07 | Migi |
Bella ist einfach wunderschön! Ich mag die Bilder von ihr hier total, edel, frech, irgendwie grazil und auch kraftvoll. So eine rEfahrung ist wohl nicht übich und sehr prägend. Einfach faszinierend. Ich lese gerne von euch, auch wenn sicher nicht immer alles easy und toll ist was du mit ihr erlebst :)

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