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16.01.2012 18.11 | Tashunga | Rübenschnitzel
Hallo Zusammen!

Ich habe soeben von meinem Bekannten (arbeitet in einer Zuckerfabrik) einen Sack getrocknete Rübenschnitzel bekommen. Wie füttere ich die (trocken oder eingeweicht) wie oft und wieviel?????

Danke im voraus!
Kerstin

16.01.2012 18.50 | sparky | RE: Rübenschnitzel
Nicht trocken, auch wenn sie noch so zum verstreuen verführen. :nono:
Auf jeden Fall eingeweicht.
Rübenschnitzel enthalten halt viel Zucker, deshalb würde ich eine kleine Menge verfüttern.
2 mal die Woche einen großen Kaffeebecher voll (eingeweichte Masse)
Meine fressen Rübenschnitzel überhaupt nicht :bad:

Hast Du noch Pferde? Die fressen die über Winter mit Vorliebe; aber IMMER EINGEWEICHT.

Weiche mal eine Kaffetasse voll ein mit der doppelten Menge Wasser. Du wirst sehen wieviel Masse das ergibt.

16.01.2012 18.52 | akpinia |
Hi Kerstin,

auf jedenfall gut eingeweicht füttern. Die Schnitzel quellen sonst im Magen und bereits in der Speiseröhre auf und das würde ein schlimmes Ende nehmen.

Es gibt die Rübenschnitzel als Pellets gepresst oder lose. Die Pellets brauchen zwischen 12 und 24 Stunden zum aufweichen. Die losen Rüschnis sollten aber auch so ca. 2 Stunden aufgeweicht werden.

Bei den gepressten Pellets so pie mal Daumen 1 Litermaß voll Rüschnis und 4 Liter Wasser zum quellen nehmen. Lieber zuviel Wasser als zu wenig!

Bei den losen Rüschnis weiß ich es nicht so genau, das mache ich immer nach Augenmaß.

Wichtig ist aber immer, dass alles Rüschnis aufgeweicht sind. Wieviel Du davon an Dein Wutz füttern darfst, das weiss ich leider auch nicht. Meine 2 Großschweine haben heute einen zusammen einen 10 Liter-Eimer eingeweichte Rüschnis bekommen. Sie mögen das aber nicht gerne :-/

lg.
Astrid

16.01.2012 19.18 | Tashunga | RE: Rübenschnitzel
Original von sparky
Weiche mal eine Kaffetasse voll ein mit der doppelten Menge Wasser. Du wirst sehen wieviel Masse das ergibt.

Ja, das sehe ich jeden Morgen bei meinen 5 EL Schweinemüsli wenn ich die mit warmen Wasser ansetze! :]

Danke Euch, ich versuche es mal aber etwas weniger als empfohlen. Meine neigen etwas zu Übergewicht wenn ich nicht aufpasse!

17.01.2012 19.06 | ibi | RE: Rübenschnitzel
Hallo, Ihr Lieben,
also: Zuckerrübenschnitzel enthalten eben nicht mehr wirklich viel Zucker. Sie sind nämlich die Abfälle aus der Zuckerfabrik und in dieser Fabrik werden den Rüben der Zucker entzogen."Zucker"-Rübenschnitzel haben einen mehr oder weniger hohen Anteil an zugefügter Melasse. Das steht dann auf dem Sack. "Zucker"-Rübenschnitzel machen eben NICHT dick. Sie werden grade bei Schweinehaltern die ihre Tiere möglichst artgerecht halten wollen und nicht dick füttern wollen eingesetzt, weil die Schnitzel viele Rohfasern enthalten und Ballaststoffe, die satt machen.
Man muß aufpassen, dass man nicht zuviel/ ausschließlich davon füttert, weil sie abführend wirken. Alle Arten der Rüben werden vom Schweine-Organismus nicht so gut verwertet wie z.B. Kartoffeln...daher machen sie NICHT dick.
In der Schweinefütterung muß man sie auch nicht zwingend aufquellen lassen. Da Schweine im Gegensatz zu Pferden ein anderes Verdauungssystem haben und eben ( im Notfall) "kotzen" können :up: :kotz: :P
Auf dem Gut Ruthe der Tierärztlichen Hochschule Hannover, auf dem die Studenten Landwirtschaftspraktikum machen müssen, werden die Schweine mit trockenen Rübenschnitzelpellets ( jeden Tag) gefüttert.
Trotzdem sollte man für die Schweine, wenn man keine automatischen Tränken hat, die Schnitzel vorher aufquellen lassen, weil man sonst Unmengen an Wasser bereitstellen muß.
Das kann man auch in einschlägiger Schweine-Fachliteratur nachlesen.
Das die meisten Hobby-Schweine sie nicht mögen, liegt daran, dass sie die Schnitzel nicht kennen. Schweine sind die absoluten "Gewohnheits-Tiere" und hier gilt: "was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht" :liplick:
Man kann die Schnitzel den Schweinen aber schmackhaft machen in dem man sie am Anfang mit wenigen Mengen unter das gewohnte Futter mischt und den Anteil nach-und nach erhöht und/ oder die Schnitzel mit Buttermilch, Joghurt oder Apfelsaft mischt. Was man tun sollte, weil die Schnitzel ein gutes und günstiges Futter sind. Vor allem auch für Schweine die abnehmen sollen oder "Futter-Beschäftigung" auf Grund von zu hoher Pelletfütterung brauchen, wie die meisten ( geliebten sooo hungrigen ) Schweine hier wohl... :D
Eine gute regelmäßige Mahlzeit für die Schweinis ist z.B. 1-2X am Tag eine Rübenschnitzelmahlzeit und als Topping/Garnierung drauf: Gerstenschrot oder Haferflocken oder Quetschgerste.
Liebe Grüße
ibi
P.S: eine "Rübenschnitzelmahlzeit" für ein ausgewachsenes Minischwein ( 50cm bis 60cm hoch und ca 50kg bis 70kg schwer) sind ca. 1,5 Kg aufgequollene Rübenschitzel mit einer Handvoll Gedreideflöcken/Schrot drauf
P.S.S. wenn man dann noch einen Mineralsalzleckstein für Schweine zur Verfügung stellt oder eine Prise Schweinemineral oder Futterkalk und abwechselnd dazu frisches Obst, Gemüse und ab-und an ein, zwei Eier oder Quark oder Joghurt hat man seine Schweine perfekt und gut ernährt und muß allerhöchstens ein viertel von dem ausgeben was man für die viel zu teuren Schweinepelletfutter ausgibt. Und Pelletfutter ( Fertigfutter ! =...egal von wem :O
Lest mal das Schwarzbbuch "Katzen würden Mäuse kaufen" ....

17.01.2012 22.32 | sparky | RE: Rübenschnitzel
Wäre das hier FB würde ich auf den "Gefällt mir" Button drücken. :]
Könnte man eigentlich mal einführen. :D

Man kann immer dazu lernen. Das hätte ich nicht gedacht. Dann habe ich ja das Problem mit meiner Normalschweinsattfütterung gelöst. :hail:

Woher hast Du Dein Wissen? Wenn man fragen darf.
Und ich finde es super erklärt, auch für den Nichtlandwirt ohne Fütterungstabellen usw. einleuchtend.

17.01.2012 23.16 | Petra1 |
das ist ja mal interessant :respekt:

18.01.2012 08.07 | Daisy |
Rübenschnitzel mit Gerstenschrot habe ich vor Jahren auch mal gefüttert, als Ergebnis hatte ich zu dicke Schweine und Daisys Arthrose ist wohl auch darauf zurückzuführen. Und was nützt günstiges Futter, wenn die entstandenen Schäden mit teuren Medikamenten behandelt werden müssen?

@Petra

zusätzlich als Sattmacher für deine Großen ist es ja vielleicht geeignet.

Liebe Grüße
Dagmar

18.01.2012 10.10 | sparky |
@ Dagmar

die Minis würden mir auch auf die Rübenschnitzel pfeifen :floet:
Die fressen höchstens mal eine Scheibe Futterrüben.

Aber für die Großen wäre es ein Sattmacher zusätzlich zum Schweinefutter.
Ich werds einfach mal ausprobieren. Ich werde sie aber einweichen, obwohl sie sich zum Verstreuen als Beschäftigung anbieten.

19.01.2012 23.24 | ibi |
Original von kliebenstein
Rübenschnitzel mit Gerstenschrot habe ich vor Jahren auch mal gefüttert, als Ergebnis hatte ich zu dicke Schweine und Daisys Arthrose ist wohl auch darauf zurückzuführen. Und was nützt günstiges Futter, wenn die entstandenen Schäden mit teuren Medikamenten behandelt werden müssen?

@Petra

zusätzlich als Sattmacher für deine Großen ist es ja vielleicht geeignet.

Liebe Grüße
Dagmar

ich habe nicht die geringste Ahnung, was deine Schweine für eine Vorgeschichte hatten ( in Bezug auf ihre Ernährung) bevor du sie hattest ( in der frühen Jugend, im Wachstum, kann man jede Menge irreparable Ernährungsschäden setzen) und was du ihnen außer Rübenschnitzel und Gerstenschrot gefüttert hast.
Aber verfetten und Arthrose kommt ganz sicher nicht von dieser Fütterung.
Wenn du sie ausschließlich NUR damit fütterst, wäre es auch Mangelernährung, deshalb bitte noch mal Ps`s lesen :-)
Aber auch und erst Recht nicht durch Mangelernährung kommt sowas zustande ;-)

Zusätzlich als Sattmacher "Für deine Großen"...wenn ich so was schon lese..
Sorry ! Aber ein Minischwein ist im Verhältnis zu einem Großschwein, genauso ein vollwertiges Schwein, wie es ein Dackel als Hund ist zu einer Dogge ! Die Basisgrundbedürfnisse und die Ernährungsregeln sind die Gleichen.
Übrigens werden z.B. auf Ruthe auch jede Menge Minischweine gehalten ( die Ex-DDR Gegenzuchtstücke zu den Göttinger Minischweinen), die modifiziert auf ihren Grundumsatz genauso gefüttert werden, wie die Großen. Sind auch Schweine, nur kleiner ;)
Und egal wie menschlich Schweine sich nun mal benehmen ( auch meienr Meinung nach) vermenschlichen sollte man sie nicht, damit tut man ihnen keinen Gefallen.
Von wegen: "Wenn ich denen das füttere, würden die mir auch auf die Rübenschnitzel pfeifen" :bonk:...sie fressen das, was Du ihnen beibringst und was sie kennen und dann wieder das, was DU willst, was sie fressen sollen ! Wird schon keines freiwillig verhungern :floet:
Liebe Grüße
ibi

20.01.2012 00.13 | ibi | RE: Rübenschnitzel
Original von sparky
Wäre das hier FB würde ich auf den "Gefällt mir" Button drücken. :]
Könnte man eigentlich mal einführen. :D

Man kann immer dazu lernen. Das hätte ich nicht gedacht. Dann habe ich ja das Problem mit meiner Normalschweinsattfütterung gelöst. :hail:

Woher hast Du Dein Wissen? Wenn man fragen darf.
Und ich finde es super erklärt, auch für den Nichtlandwirt ohne Fütterungstabellen usw. einleuchtend.

Lieben Dank, für Dein Kompliment :-)
Ich freue mich sehr, wenn ich konstruktiv in diesem Forum mitwirken kann.
Dem ein oder Anderen helfen kann. Oder mit dem ein-oder anderen Denkmoment, das ein-oder andere eingefahrene denken, anstoßen kann...zum überdenken.
Mein Wissen kommt aus der Erfahrung von fast 40 Jahren Tierhaltung-und Zucht, und, hier speziell, einer insbesonderen Liebe den Schweinen gegenüber.
Den Rest meiner Vita möchte ich hier nicht profilieren/ prominieren, weil ich finde, dass vieles was sich auch "nachschlagen" läßt man nicht extra noch mal durch irgendwelche Zertifikate oder Abschlüsse begründen muß.
Liebe Grüße
ibi

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